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Präsidiumssitzung des DSAB: Weichenstellungen für die Zukunft 2026–2029

Im Rahmen der turnusmäßigen Präsidiumssitzung des DSAB, die im Hotel Berlin in Berlin stattfand, befasste sich das Präsidium unter der Leitung seines Präsidenten Oliver Stegemann intensiv mit den strategischen, sportlichen und organisatorischen Weichenstellungen für das Jahr 2026 sowie die langfristige Ausrichtung bis zu den World Games 2029 in Karlsruhe. Die umfangreiche Tagesordnung verdeutlichte die Vielfalt der aktuellen Themen ebenso wie die wachsenden Anforderungen an die zukünftige Verbandsentwicklung.

Nach der Begrüßung sowie der Genehmigung von Tagesordnung und Protokoll standen zunächst die zentralen Vorhaben für den Zeitraum 2026 bis 2029 sowie der Bericht des Bundestrainers Igor Blintsov im Fokus. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen dabei insbesondere die anstehenden Weltmeister-schaften 2026, die Zusammenarbeit der sportlichen Führungskräfte sowie erste konzeptionelle und organisatorische Überlegungen zur Planung der Weltmeisterschaft 2028.

Sportdirektor Hannes Schenk berichtete ausführlich über die mittel- und langfristige Leistungs-sportplanung ab 2026, den aktuellen Stand zur Ausrichtung Deutscher Meisterschaften sowie über Fortschritte in den Bereichen Good Governance und Prävention. Deutlich wurde zudem, dass der DSAB die strategische Markenentwicklung unter dem Leitbild „DSAB 2029“ konsequent vorantreibt. Ziel ist der Aufbau einer klaren, starken und einheitlichen Verbandsmarke; ein entsprechendes Marken- und Kommunikationskonzept befindet sich derzeit in der Ausarbeitung. Ergänzend wurde der weitere Ausbau der digitalen Verbandsinfrastruktur thematisiert.

Ein besonderer Schwerpunkt der Sitzung lag auf der Nachwuchs- und Trainerentwicklung. Das Nachwuchsprogramm „Flippi und Flaps“ soll künftig stärker in die Landesverbände integriert und dort aktiv umgesetzt werden. Darüber hinaus ist die Fortführung der Trainerakademie für die kommenden zwei Jahre vorgesehen, um die Qualität und Einheitlichkeit der Traineraus- und -fortbildung nachhaltig zu sichern.

Im Bericht des Vorstands Leistungssport wurden erste Erfahrungen mit der neuen Nominierungsrichtlinie sowie der Kaderstruktur 2026 vorgestellt. In diesem Zusammenhang informierten Sportdirektor Hannes Schenk und Vizepräsident Thomas Wierer auch über die laufende Bewerbung für die Position der/des Leistungsreferent*in, für die bereits mehrere qualifizierte Bewerbungen eingegangen sind.
Besonders hervorgehoben wurde zudem die bereits vollzogene Vertragsverlängerung von Bundestrainer Igor Blintsov um weitere zwei Jahre. Mit dieser frühzeitigen und klaren Entscheidung unterstreicht der DSAB sein Vertrauen in die erfolgreiche sportliche Arbeit und setzt zugleich ein wichtiges Zeichen für Kontinuität und Planungssicherheit im Leistungssport des DSABs.
Abgerundet wurde der Bericht durch die Ergebnisse der Technischen Tagung, die Verabschiedung der neuen Wettkampfordnung sowie den geplanten Limes Cup 2027 in Kooperation mit dem BWSAV.

Der Vorstand Wettkampfsport stellte geplante Anpassungen der Wettkampfklassen und -programme vor und berichtete über Rückmeldungen und Anmerkungen der Landesverbände aus der Technischen Tagung.

Im Bericht Finanzen und Verwaltung wurden unter anderem die finanziellen Rahmenbedingungen thematisiert. Positiv hervorgehoben wurde, dass nicht-olympische Sportarten künftig stärker gefördert werden und hierfür insgesamt rund 21,5 Millionen Euro zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen. Weitere Themen waren die Inaussichtstellung der Jahresplanmittel (JPL) 2026, die Finanzierung des Leistungssportpersonals, bestehende und geplante Arbeitsverträge, der vorläufige Jahresabschluss 2025, der aktuelle Stand des DSAB-Onlineshops sowie geplante Aktualisierungen der Homepage.

Der Bundeslehrreferent stellte Überlegungen zur Anpassung der Trainer-Ausbildungsordnung vor, insbesondere im Abgleich mit dem institutionellen Schutzkonzept (ISK). Die Ergebnisse einer Umfrage zeigten deutlich den Wunsch nach praxisnäheren Trainer-A- und Trainer-B-Weiterbildungen, idealerweise in Verbindung mit Kaderlehrgängen.

Im Bericht der Jugendreferentin wurde hervorgehoben, dass in der Jugendarbeit künftig mehr Dynamik, Motivation und aktive Beteiligung an der Verbandsarbeit erforderlich sind. Die Landesverbände wurden aufgefordert, ihre gewählten Jugendreferentinnen und Jugendreferenten gezielt zu unterstützen und zur aktiven Mitarbeit zu motivieren, um die Jugendstrukturen nachhaltig zu stärken.

Weitere Berichte folgten durch den Pressereferenten, die Anti-Doping-Beauftragte sowie den Kampfrichterreferenten.

Die Präsidiumssitzung im Hotel Berlin unterstrich einmal mehr den hohen Gestaltungsanspruch des DSABs und setzte wichtige Impulse für die sportliche, strukturelle und organisatorische Weiter-entwicklung des Verbandes auf dem Weg zu den World Games 2029.

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