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Sportakrobatik auf höchstem Niveau in der EWS-Arena

Heiko Weissinger vom SC Rechberghausen im Interview.

Vom 05. bis 07. Juni 2026 wird Göppingen zum Zentrum der deutschen Sportakrobatik: In der EWS-Arena finden die Deutschen Meisterschaften des Deutschen Sportakrobatik Bundes (DSAB) statt. Gemeinsam mit dem SC Rechberghausen als Ausrichter erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer ein hochklassiges Sportevent mit Sportakrobatinnen und Sportakrobaten aus ganz Deutschland.

Der Vorsitzende des SC Rechberghausen, Heiko Weissinger, blickt mit großer Vorfreude auf die Veranstaltung. Im Gespräch mit der Tageszeitung betonte er insbesondere die besondere Bedeutung der Meisterschaften für die Entwicklung der Sportakrobatik in Deutschland. Ziel sei es, die Sportart professionell zu präsentieren und gleichzeitig die Vielfalt sowie die Faszination der Disziplin einem breiten Publikum näherzubringen.

Erstmals werden die Deutschen Meisterschaften in diesem Rahmen als große gemeinsame Veranstaltung aller Alters- und Leistungsklassen ausgetragen. Neben den nationalen Titelkämpfen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, emotionale Finals und eine besondere Atmosphäre in der Göppinger EWS-Arena freuen.

„Solche Events können helfen, Sportakrobatik bekannter zu machen“, erklärt Weissinger im Zeitungsinterview. Die Verbindung aus Leistungssport, Dynamik, Ästhetik und Show mache die Sportart einzigartig und besonders attraktiv für Zuschauer.

Auch der Deutsche Sportakrobatik Bund sieht in den Meisterschaften einen wichtigen Schritt für die weitere Professionalisierung und Sichtbarkeit der Sportakrobatik. Erwartet werden mehrere hundert Sportlerinnen und Sportler sowie zahlreiche Trainer, Kampfrichter und Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet.

Die Finals am Sonntag bilden den sportlichen Höhepunkt der Meisterschaften. Tickets für den Finaltag werden rechtzeitig über die offiziellen Kanäle des Veranstalters erhältlich sein.

Der DSAB bedankt sich bereits jetzt bei allen Partnern, Unterstützern, Helferinnen und Helfern sowie dem Organisationsteam des SC Rechberghausen für das große Engagement bei der Vorbereitung dieser Deutschen Meisterschaften.

Weitere Informationen folgen in den kommenden Monaten über die offiziellen Kanäle des Deutschen Sportakrobatikbundes und des SC Rechberghausen.

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Startlisten veröffentlicht: DSAB-Formationen treffen in Burgas auf Weltklassefeld

Mit der Veröffentlichung der offiziellen Startlisten nimmt der dritte Weltcup der Saison endgültig Fahrt auf. Vom 29. bis 31. Mai trifft sich die internationale Elite der Sportakrobatik beim Acrobatic Gymnastics World Cup in Burgas. Nach den Stationen in Maia und Puurs wartet damit der dritte internationale Höhepunkt der laufenden Weltcupserie auf die deutschen Formationen.

Der Deutsche Sportakrobatik Bund reist mit insgesamt vier Formationen nach Bulgarien und blickt nach den bisherigen Saisonauftritten optimistisch auf das übernächste Wochenende. Bereits am 27. Mai trifft sich die deutsche Delegation zu einem freien Training vor Ort, bei dem Bundestrainer Igor Blintsov bereits einige Feinabstimmungen mit den Athletinnen und Athleten vornehmen wird.

Ein Blick auf die nun veröffentlichte Startliste zeigt allerdings auch die enorme internationale Qualität des Teilnehmerfeldes. Neben starken Teams aus Großbritannien, den USA, Israel, der Ukraine oder Bulgarien werden insbesondere die unter neutraler Flagge startenden Athletinnen und Athleten von AIN1 und AIN2 das Niveau deutlich anheben. Hinter diesen Teams steht geballte sportliche Qualität aus Russland und Weißrussland, Nationen, die seit Jahren zur absoluten Weltspitze in der Sportakrobatik gehören.

Für Deutschland gehen bei den Herrenpaaren Lyven Pascal Strempel und Hannes Woitass an den Start. Bei den Damenpaaren vertreten Charlotte Kallai und Mira Spieß (Wilhelmshaven) sowie Lena Boerner und Sophia Hermes (Nordhorn/Hoyerswerda) die deutschen Farben. Komplettiert wird das Aufgebot durch die Damengruppe mit Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker (Frankfurt).

Mit viel Hunger auf mehr wollen die deutschen Formationen ihre positiven Entwicklungen aus den vergangenen Weltcups bestätigen und sich erneut im internationalen Vergleich behaupten. Ziel wird es sein, saubere Übungen auf die Matte zu bringen und sich gegen die starke Konkurrenz bestmöglich zu präsentieren.

Zur deutschen Delegation gehört außerdem Kampfrichterin Sabine Zado (Oldenburg), die den DSAB in Burgas als internationale Wertungsrichterin vertreten wird.

Allgemeinbericht

Augsburger Acro Cup

Der Sportakrobatikverein Augsburg-Hochzoll 1957 e.V. setzte mit der Ausrichtung des 4. Internationalen Augsburger Acro Cups ein starkes Zeichen für die Entwicklung der Sportakrobatik in Deutschland. Einen internationalen Wettbewerb dieser Größenordnung gab es in Augsburg zuletzt im Jahr 1990 im Rahmen der Weltmeisterschaften.

An drei Wettkampftagen präsentierte sich die Sportakrobatik in Königsbrunn auf hohem sportlichen und organisatorischen Niveau. Zahlreiche nationale und internationale Formationen sorgten für ein hochklassiges Teilnehmerfeld und unterstrichen die wachsende Bedeutung des Turniers im internationalen und nationalen Wettkampfkalender.

Bereits im Vorfeld zeigte sich der hohe organisatorische Aufwand der Veranstaltung. Rund 80 Helferinnen und Helfer waren am Aufbau beteiligt und verwandelten die Sporthallen des Gymnasiums Königsbrunn in eine moderne internationale Wettkampfstätte. Neben den Wettkampfflächen wurden eine professionelle Infrastruktur für Kampfgericht, Technik, Livestream und Zuschauerbereich geschaffen. Der Einsatz digitaler Wertungssysteme (AcroScore & Acro Companion) sowie die Übertragung per Livestream gewährleisteten einen zeitgemäßen und reibungslosen Veranstaltungsablauf.

Die Veranstaltung wurde zudem von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Sport und Gesellschaft begleitet. Die hohe Besucherresonanz vor Ort sowie das große Interesse im Livestream verdeutlichten die positive Entwicklung und öffentliche Wahrnehmung der Sportakrobatik.

Auch aus organisatorischer Sicht verlief der Wettbewerb äußerst erfolgreich. Der Wettkampf konnte ohne nennenswerte Unterbrechungen durchgeführt werden und wurde von den teilnehmenden Vereinen für seine professionelle Durchführung und Gastfreundschaft ausdrücklich gelobt. Besonders erfreulich war zudem der verletzungsfreie Verlauf der gesamten Veranstaltung.

Mit durchschnittlich rund 600 Zuschauerinnen und Zuschauern täglich in der Halle sowie mehr als 2.800 eindeutigen Online-Zuschauerinnen und -Zuschauern erzielte der Livestream eine hohe Reichweite und trug wesentlich zur internationalen Sichtbarkeit der Veranstaltung bei.

Der nächste Internationale Augsburger Acro Cup ist bereits für den Zeitraum vom 29. April bis 01. Mai 2028 geplant. Darüber hinaus richtet der SAV Augsburg-Hochzoll am 21. November 2026 die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Augsburg aus.

Weitere Informationen:
Sportakrobatik Augsburg-Hochzoll

Save the date GUAC_2026

1. Graf-Ulrich Acro Cup in Grafenau angekündigt

Am 28. und 29. November 2026 findet in der Wiesengrundhalle in Grafenau erstmals der „Graf-Ulrich Acro Cup“ statt. Der Wettkampf wird anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Sportakrobatik-Abteilung ausgerichtet und soll Sportlerinnen und Sportlern sowie Vereinen einen sportlichen Jahresabschluss in besonderem Rahmen bieten.

Geplant ist eine zweitägige Veranstaltung mit nationalen Teilnehmerfeldern und einem vielfältigen Wettkampfprogramm. Der Termin Ende November bietet zudem die Möglichkeit, den Wettkampf mit einem Besuch der vorweihnachtlichen Region rund um Stuttgart zu verbinden.

Die Ausrichter möchten mit dem neuen Turnier eine Plattform für sportlichen Austausch, hochwertige Wettkämpfe und gemeinschaftliches Miteinander innerhalb der Sportakrobatik schaffen.

Weitere Informationen zur Teilnahme und die vollständige Ausschreibung sind im Bereich „Wettkämpfe“ veröffentlicht.

BWSAV

Trainer*in C Leistungssport Sportakrobatik 2026/2027 – Jetzt anmelden!

Der Baden-Württembergische Sportakrobatik Verband (BWSAV) bietet auch in diesem Jahr wieder in Kooperation mit der Landessportschule Ruit die Ausbildung zum/zur Trainer*in C Leistungssport Sportakrobatik an.

Trainer*innen nehmen in der Sportakrobatik eine zentrale Rolle ein. Sie vermitteln nicht nur sportliche Inhalte mit Freude und Leidenschaft, sondern begleiten Kinder und Jugendliche auch in ihrer persönlichen Entwicklung. Gerade in einer komplexen Sportart wie der Sportakrobatik, die hohe technische, athletische und koordinative Anforderungen stellt, sind vielseitige Kompetenzen gefragt. Neben sportartspezifischen Fähigkeiten gehören auch trainingswissenschaftliche, methodische und didaktische Kenntnisse zu den wichtigsten Aufgabenbereichen moderner Trainerarbeit.

Die C-Lizenz-Ausbildung umfasst insgesamt 120 Unterrichtseinheiten und gliedert sich in einen Grund-, zwei Aufbau- sowie einen Prüfungslehrgang. Vermittelt werden unter anderem folgende Inhalte:

  • Rolle als Trainer*in
  • Planung und Steuerung von Training
  • Techniktraining und Methodik in der Sportakrobatik
  • Koordinations- und Konditionstraining
  • Functional Training

Im Prüfungslehrgang werden die Inhalte vertieft und wiederholt. Zudem absolvieren die Teilnehmerinnen eine schriftliche Prüfung sowie eine praktische Lehrprobe. Mit erfolgreichem Abschluss erhalten die Absolventinnen die DOSB-Lizenz Trainer*in C Leistungssport Sportakrobatik.

Ein zusätzlicher Pluspunkt: Der WLSB bezuschusst aktuell die Arbeit von C-Trainer*innen in den Vereinen mit 2,50 € pro Stunde bei maximal 200 Stunden pro Jahr.

Die Ausbildung richtet sich an Interessierte aus ganz Deutschland. Da die Kooperation mit der Landessportschule Ruit an eine Mindestteilnehmerzahl von 15 Personen gebunden ist, freuen sich die Verantwortlichen auf zahlreiche Anmeldungen aus den Vereinen des DSAB.

Die Termine im Überblick:

  • Grundlehrgang: 26.10.2026 – 30.10.2026 (Landessportschule Ruit)
  • Aufbaulehrgang 1: 15.01.2027 – 17.01.2027 (Landesleistungszentrum Aalen)
  • Aufbaulehrgang 2: 26.02.2027 – 28.02.2027 (LLZ Aalen)
  • Prüfungslehrgang: 30.03.2027 – 02.04.2027 (Landessportschule Ruit)

Alle weiteren Informationen können der offiziellen Ausschreibung entnommen werden. Die Termine sind bereits auf der Homepage unter „Veranstaltungen“ veröffentlicht.

Der BWSAV freut sich auf zahlreiche Teilnehmer*innen und bittet alle Vereine darum, die Ausschreibung innerhalb ihrer Vereinsstrukturen weiterzugeben.

Ansprechpartnerin bei Fragen:
Jana Halder
Referentin für Lehrwesen

jana.halder@wsav-sportakrobatik.de

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Exklusiver Artistik-Workshop mit dem Cirque du Soleil in Berlin

Zahlreiche Sportakrobatinnen und Sportakrobaten des DSAB folgten begeistert der besonderen Einladung zu einem exklusiven Artistik-Workshop in Kooperation mit dem Cirque du Soleil. Mit dabei waren auch die erfahrenen Coaches Yves Vander Donckt und Petra Vitera vom DSAB sowie Christiane und Manuel Karczmarzyk, Tom Mädler, Charleen Nikoles und Julia Sekai, die die Teilnehmenden begleiteten und unterstützten.

Der Workshop fand am 11.05.2026 in Berlin statt und bot den Athletinnen und Athleten außerge- wöhnliche Einblicke in die Welt des internationalen Showbusiness. Die Trainingseinheiten wurden direkt auf der Bühne sowie im Backstage-Bereich der aktuellen Show „ALIZÉ“ durchgeführt. In der Es erwartete die Teilnehmenden nicht nur ein intensives artistisches Training, sondern auch ein spannender Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern sowie dem gesamten Team vor Ort.

Bereits am Vorabend nutzten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, gemeinsam die Abendshow zu besuchen. Dank ermäßigter Tickets konnte die faszinierende Produktion live erlebt werden. Ein besonderes Highlight war zudem das anschließende Meet & Greet mit Teilen des Casts, das für viele unvergessliche Eindrücke sorgte.

Der DSAB bedankt sich herzlich beim Cirque du Soleil für die hervorragende Zusammenarbeit und die einmalige Möglichkeit, unseren Sportlerinnen und Sportlern diese besonderen Erfahrungen zu ermöglichen.

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Dein Sport. Deine Entscheidung. NADA startet neue Kampagne für sauberen Sport 

Mit der Kampagne „Dein Sport. Deine Entscheidung.“ setzt die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) gemeinsam mit Andreas Krieger, Thomas Götze, Léa Krüger und Josha Salchow ein Zeichen für Gesundheit, Fairness und Eigenverantwortung im Sport. Ziel der Kampagne ist es, insbesondere junge Athletinnen und Athleten für die langfristigen Folgen von Doping zu sensibilisieren und den Wert eines sauberen Sports zu stärken.

Hintergrund sind aktuelle Entwicklungen im internationalen Sport, in denen leistungssteigernde Substanzen zunehmend diskutiert und verharmlost werden. Formate wie die geplanten „Enhanced Games“, bei denen der Einsatz solcher Substanzen erlaubt sein soll, werfen wichtige Fragen im Hinblick auf Gesundheit, Fairness und die Werte des Sports auf. Die Kampagne greift diese Diskussionen auf und ordnet sie ein. Sie stellt die Perspektiven von Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt und macht deutlich, dass sportliche Leistung immer auch mit Verantwortung und bewussten Entscheidungen verbunden ist. 

Im Zentrum der Kampagne steht ein innovatives Gesprächsformat, in dem ehemalige Dopingbetroffene aus der DDR mit aktiven und ehemaligen Athletinnen und Athleten in den Dialog treten. Zu den Protagnisten und Protagonistinnen zählen Andreas Krieger und Thomas Götze, die eindrücklich über die langfristigen gesundheitlichen und persönlichen Folgen des staatlich organisierten Dopings in der DDR berichten. Ergänzt werden diese Perspektiven durch die ehemalige Säbelfechterin Lea Krüger und den Schwimmer Josha Salchow, die ihre Sicht auf den heutigen Leistungssport und die damit verbundenen Entscheidungsräume einbringen.

„Sicheres Doping gibt es nicht. Wir bekamen unterstützende Mittel vom Trainer und wurden damals medizinisch betreut. Und trotzdem bin ich krank geworden. Doping hat mein Leben nachhaltig verändert. Medikamente sollten dazu dienen Krankheiten zu heilen – nicht dazu missbraucht werden, um den Körper über seine Grenzen hinaus zu manipulieren. Für kein Geld der Welt bekomme ich meine Gesundheit zurück“ sagt Andreas Krieger, ehemalige Kugelstoßerin und Europameisterin von 1986. Er ist einer der wenigen ehemaligen Spitzensportler der DDR, der öffentlich über die Dopingpraxis in der DDR spricht.  

Ein zentraler Aspekt der Kampagne ist die Einordnung aktueller Debatten rund um leistungssteigernde Substanzen. Während viele Athletinnen und Athleten im DDR-System keine Wahl hatten, stehen Sportlerinnen und Sportler heute vor individuellen Entscheidungen, verbunden mit Verantwortung für die eigene Gesundheit. 

„Wer sich einmal in der Öffentlichkeit für Doping positioniert hat, hat im sauberen Sport nichts mehr zu suchen. Verbände und der internationale Sport tragen die Verantwortung, Athletinnen und Athleten sowie den sauberen Sport zu schützen. Dazu gehört auch, finanzielle Anreize zur Normalisierung von Doping nicht zuzulassen und zu verhindern, dass Athletinnen und Athleten zu Objekten und damit zu Laborratten gemacht werden“, ergänzt Léa Krüger, ehemalige Säbelfechterin, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der NADA und Vizepräsidentin von Athleten Deutschland e.V. 

Die deutsch-deutsche Geschichte zeigt eindrücklich, wie gravierend die gesundheitlichen Folgen von Doping sein können. Vor diesem Hintergrund steht die geplante Durchführung der sogenannten Enhanced Games im klaren Widerspruch zu den zentralen Werten des Sports wie Gesundheit, Fairness und Integrität.

„Wir befinden uns an einem Punkt, der für die Zukunft des Sports, wie wir ihn kennen, entscheidend ist. Im Kontext mit unserer Geschichte und Vorstellung von Sport und auch der Verantwortung, die wir Athletinnen und Athleten als Vorbilder einnehmen möchten, ist diese Bewegung eine Schande für den Sport. Die Verbände, der internationale Sport sowie Wirtschaft und Gesellschaft sind in der Pflicht Athletinnen und Athleten zu schützen, indem sie ein Umfeld schaffen, in welchem diese Art von Bewegungen keine Chance haben“, meint der mehrfache Deutsche Meister und Rekordhalter über 50 m und 100 m Freistil, Josha Salchow. 

„Wir hatten damals keine Wahl und wurden ohne unser Wissen gedopt. Die Folgen sind bis heute spürbar. Umso wichtiger ist es, dass Athletinnen und Athleten heute die Möglichkeiten, die sie haben, bewusst nutzen und sich für einen sauberen Sport entscheiden“, sagt Thomas Götze, ehemaliger DDR-Hammerwerfer, der sich für die Aufarbeitung des DDR-Sportsystems einsetzt, er ergänzt: „Doping wird vom Körper nicht vergessen“. 

Die Inhalte der Kampagne werden über mehrere Kanäle der NADA ausgespielt. In einem fünfteiligen YouTube-Format diskutieren die Protagonistinnen und Protagonisten ausführlich über Leistungsdruck, Erfolg, den Mythos des „sicheren Dopings“, gesundheitliche Folgen sowie über Vorbilder und Verantwortung im Sport. Moderiert werden die Gesprächsrunden von der Journalistin und Moderatorin Julia Kleine

Ergänzend werden kurze Videoformate für Social Media veröffentlicht, die zentrale Aussagen der Kampagne kompakt und zugänglich vermitteln.

Mit „Dein Sport. Deine Entscheidung.“ schafft die NADA Raum für offene Gespräche, persönliche Einblicke und gesellschaftliche Einordnung – und lädt dazu ein, sich bewusst mit den Werten des Sports auseinanderzusetzen: https://www.alles-geben-nichts-nehmen.de/die-initiative/unsere-kampagnen/dein-sport-deine-entscheidung 

Im Pressekit finden Sie alle Informationen und Bildmaterialien zur Kampagne „Dein Sport. Deine Entscheidung“: NADA-Pressekit – Dein Sport. Deine Entscheidung. 

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Bundeskaderlehrgang setzt wichtige Impulse für zukünftige Aufgaben

Im Hinblick auf die Weltmeisterschaften im September im italienischen Pesaro hat der Deutsche Sportakrobatik Bund (DSAB) im Rahmen eines gut besetzten Bundeskaderlehrgangs die Weichen für die kommenden internationalen Aufgaben gestellt. Gleichzeitig richtete sich der Blick bereits perspektivisch auf das Jahr 2028, wenn die Weltmeisterschaften zugleich als Qualifikation für die World Games dienen werden.

Unter der Leitung von Bundestrainer Igor Blintsov arbeiteten die Athletinnen und Athleten gemeinsam mit den beiden Disziplintrainern Petra Vitera und Yves Vander Donckt intensiv an Technik, Ausdruck und Stabilität ihrer Übungen. Die beiden Nachwuchstrainer betreuen insbesondere Formationen im Altersbereich bis 12-18 Jahren. Dennoch wurde während des gesamten Lehrgangs bewusst disziplinübergreifend gearbeitet, sodass alle Kaderathleten vom umfassenden Erfahrungsschatz des gesamten Trainerteams profitieren konnten.

Besondere Akzente setzte zudem der Dresdner Choreograf Michael Tucker. Tucker absolvierte unter anderem ein Ballettstudium in Austin/Texas sowie an der School of American Ballet am Lincoln Center in New York City. Nach Stationen als Erster Solist beim Semperoper Ballett und als Tänzer der Dresden Frankfurt Dance Company ist er heute unter anderem als Choreograf für die Palucca Hochschule für Tanz Dresden und die Semperoper tätig. Sein Masterstudium der Tanzpädagogik an der Palucca Hochschule schloss er 2022 erfolgreich ab.

Unter seiner Anleitung begann das Training am Samstag und Sonntag jeweils mit einer halbstündigen Erwärmung, bei der choreografische Elemente im Mittelpunkt standen. Ergänzt wurde das Programm am Samstag durch ein 30-minütiges Lauftraining im Umfeld der Trainingshalle. Das Tempo gab hierbei Pascal Dressler vor.

Neben den intensiven sportlichen Einheiten bot der Lehrgang auch reichlich Raum für fachlichen Austausch. Sowohl zwischen den DSAB-Trainern als auch mit den Vereinstrainern fanden zahlreiche Gespräche über Trainingsmethodik, Leistungsentwicklung und zukünftige Perspektiven statt. Inhaltlich lag der Schwerpunkt insbesondere auf der Verbesserung bestehender Elemente, der Erarbeitung neuer Schwierigkeiten sowie der Präzision und Sauberkeit choreografischer Anteile innerhalb der Wettkampfübungen.

„Der Lehrgang hat gezeigt, dass wir sowohl im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Pesaro als auch perspektivisch für die kommenden Jahre auf einem sehr guten Weg sind. Besonders wichtig war uns dabei die enge Zusammenarbeit aller Trainer und Athletinnen und Athleten über die einzelnen Disziplinen hinweg. Genau dieser gemeinsame Austausch bringt unsere Sportlerinnen und Sportler auf internationalem Niveau weiter. Wir sehen bei vielen Formationen große Fortschritte – technisch, athletisch und auch im Ausdruck. Gleichzeitig arbeiten wir bereits mit Blick auf 2028 daran, die Grundlagen für eine erfolgreiche Qualifikation zu den World Games zu schaffen. Die Motivation und Professionalität innerhalb des gesamten Kaders stimmen uns dafür sehr optimistisch“, so Bundestrainer Igor Blintsov.

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Orientierungsmeeting stimmt auf Deutsche Meisterschaften 2026 in Göppingen ein

Mit einem gemeinsamen Orientation Meeting hat der Deutsche Sportakrobatik Bund (DSAB) am gestrigen Abend die heiße Vorbereitungsphase für die Deutschen Meisterschaften 2026 eingeläutet. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Landesverbänden sowie dem Organisationsteam nutzten die Online-Veranstaltung, um sich über den aktuellen Stand der Planungen und die besonderen Rahmenbedingungen der Titelkämpfe in Göppingen zu informieren.

Die Deutschen Meisterschaften 2026 werden dabei ein besonderes Kapitel in der Geschichte der deutschen Sportakrobatik schreiben: Erstmals werden sämtliche Alters- und Leistungsklassen an einem gemeinsamen Wochenende ihre nationalen Titelkämpfe austragen. Damit entsteht ein großes, gemeinsames Meisterschaftsevent, das die gesamte Sportakrobatik-Familie zusammenführt und sowohl sportlich als auch organisatorisch neue Maßstäbe setzen soll.

Durch den Abend führten Sportdirektor Hannes Schenk sowie Dana Kohn (DSAB) und Heiko Weissinger (SC Rechberghausen). In ihren Präsentationen gaben sie Einblicke in den aktuellen Organisationsstand, den geplanten Ablauf der Meisterschaften sowie erste Informationen zu Zeitplänen, Wettkampfstätten und organisatorischen Prozessen. Gleichzeitig bot das Meeting den Vereinen die Möglichkeit, offene Fragen zu stellen und wichtige Hinweise für die weitere Vorbereitung mitzunehmen.

Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der erstmaligen gemeinsamen Austragung aller Meisterschaften. Neben einem kompakten und attraktiven Wettkampfwochenende soll dadurch vor allem das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der deutschen Sportakrobatik gestärkt werden. Athletinnen und Athleten aller Altersklassen erhalten die Möglichkeit, gemeinsam Teil eines großen nationalen Events zu sein und die Vielfalt der Sportart auf einer Bühne zu präsentieren.

Der DSAB bedankt sich bei allen Teilnehmenden des Orientation Meetings für den konstruktiven Austausch und die große Bereitschaft, dieses besondere Meisterschaftsprojekt gemeinsam zu gestalten. Die Vorfreude auf die Deutschen Meisterschaften 2026 in Göppingen ist bereits jetzt deutlich spürbar.

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Offizielle Eröffnung des DSAB Leistungszentrums Sportakrobatik in Frankfurt

Mit der offiziellen Eröffnung des neuen DSAB Leistungszentrums Sportakrobatik in Kooperation mit Eintracht Frankfurt setzt der Deutsche Sportakrobatik Bund ein bedeutendes Zeichen für die Weiterentwicklung der Sportakrobatik in Deutschland. Am 29. April 2026 wurde der Standort in Frankfurt am Main im feierlichen Rahmen offiziell eröffnet.

Zu den Gästen der Veranstaltung zählten unter anderem der Präsident von Eintracht Frankfurt, Mathias Beck, Eintracht-Vizepräsident Armin Kraaz, die Aufsichtsrätin von Eintracht Frankfurt sowie Leiterin der Turn- und Sportakrobatikabteilung, Rike Goldbeck-Keitel, sowie Jan-Hendrik Goldbeck, geschäftsführender Gesellschafter der Goldbeck GmbH. Für den Deutschen Sportakrobatik Bund nahmen DSAB-Präsident Oliver Stegemann, Sportdirektor Hannes Schenk und Bundestrainer Igor Blintsov an der Eröffnung teil.

Mit der Ernennung zum offiziellen DSAB Leistungszentrum übernimmt Eintracht Frankfurt künftig eine noch zentralere Rolle innerhalb der deutschen Leistungsstruktur der Sportakrobatik. Der Standort wird regelmäßig Austragungsort von Bundeskaderlehrgängen und zentralen Trainingsmaßnahmen des Verbandes sein und damit die Entwicklung der Sportakrobatik in Hessen sowie bundesweit nachhaltig stärken.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen insbesondere die hervorragenden Rahmenbedingungen am Standort Frankfurt. Die moderne Trainingshalle, die professionelle Infrastruktur sowie das außerordentliche Engagement der Verantwortlichen und der Familie Goldbeck bieten optimale Voraussetzungen für die weitere sportliche Entwicklung.

Im Rahmen der offiziellen Eröffnung überreichte DSAB-Präsident Oliver Stegemann die Plakette des DSAB Leistungszentrums an Mathias Beck und Rike Goldbeck-Keitel.

In seiner Ansprache würdigte Mathias Beck die dynamische Entwicklung der Sportakrobatikabteilung von Eintracht Frankfurt. Innerhalb kurzer Zeit habe sich die Abteilung sportlich und strukturell hervorragend entwickelt, zahlreiche neue Mitglieder gewonnen und bereits internationale Erfolge erzielt. Mit der Ernennung zum DSAB Leistungszentrum werde nun der nächste wichtige Schritt für die Sportakrobatik in Frankfurt vollzogen. Gleichzeitig betonte Beck die langfristigen Perspektiven der Sportart und verwies auf die mögliche zukünftige olympische Entwicklung der Sportakrobatik.

Auch Oliver Stegemann hob die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Sportakrobatik Bund und Eintracht Frankfurt hervor. Besonders bemerkenswert sei die große Anzahl aktueller Bundeskaderathletinnen und -athleten am Standort sowie die regelmäßige Durchführung zentraler Bundeskadermaßnahmen in Frankfurt. Mit einem Augenzwinkern erklärte Stegemann, dass er sich freue, heute die Plakette als DSAB Leistungszentrum überreichen zu dürfen – und hoffe, eines Tages auch eine Auszeichnung als offizieller Bundesstützpunkt übergeben zu können, sollte die Sportakrobatik künftig olympischer Bestandteil werden. Die erfolgreiche Kooperation mit Eintracht Frankfurt solle in den kommenden Jahren weiter intensiviert werden.

Die Eröffnung fand im kleinen Kreis statt und wurde von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm begleitet. Sowohl die Nachwuchsgruppe der Sportakrobatikabteilung von Eintracht Frankfurt als auch ein Meisterklassetrio aus dem Bundeskader präsentierten eindrucksvoll ihr Können. Dabei wurde die gesamte sportliche Entwicklung am Standort sichtbar – von der engagierten Nachwuchsarbeit bis hin zum Spitzensport auf internationalem Niveau.

Große Anerkennung galt darüber hinaus dem Trainerteam vor Ort sowie der engen Zusammenarbeit zwischen Verein und Verband. Bundestrainer Igor Blintsov wird regelmäßig durch den DSAB nach Frankfurt entsendet, um die sportliche Entwicklung der Kaderathletinnen und Kaderathleten in Frankfurt und der gesamten Region aktiv zu begleiten.

Mit dem neuen DSAB Leistungszentrum in Frankfurt entsteht ein bedeutender Baustein für die zukünftige Entwicklung der deutschen Sportakrobatik – und ein Standort mit großer Strahlkraft für die gesamte Region sowie den nationalen Leistungssport.