Belovenjev und Hohmann

Hohmann & Belovencev mit Aussenwirkung !

Beim FIG World-Cup im portugiesischen Maia ist die deutsche Delegation nicht nur sportlich vertreten, sondern auch auf organisatorischer und internationaler Ebene hervorragend aufgestellt. Zwei Persönlichkeiten prägen dabei in diesen Tagen das Bild Deutschlands besonders: Felix Hohmann als internationaler Kampfrichter sowie Johannes Belovencev als Coach der deutschen Damengruppe. Beide gehören der Eintracht Frankfurt an und leisten hier vor Ort einen bemerkenswerten Beitrag für den deutschen Verband.

Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement sich die beiden um die deutschen Belange kümmern und wie positiv sie unseren Verband sowie unsere Sportler nach außen vertreten. Dabei gehen sie nicht nur aktiv auf wichtige Persönlichkeiten des internationalen Turngeschehens zu – Trainer, Kampfrichter, Funktionäre und auch politische Vertreter suchen immer wieder selbst das Gespräch mit ihnen. Das zeigt, welchen Stellenwert und welches Vertrauen sich beide bereits in der internationalen Szene erarbeitet haben.

Felix Hohmann und Johannes Belovencev leisten hier in Maia hervorragende Arbeit für Deutschland. In vielen Gesprächen wird deutlich, dass wir inzwischen nicht nur sportlich auf Augenhöhe angekommen sind, sondern auch unsere fachliche Expertise gefragt ist. Besonders eindrucksvoll zeigte sich das auch beim gestrigen Runden Tisch im Rathaus von Maia, bei dem beide immer wieder gezielt nach ihrer Meinung und ihren Ideen von Marco Pallela (FIG) gefragt wurden.

Für mich persönlich, in meiner Rolle als Head of Delegation, ist es äußerst beeindruckend zu beobachten, über welche Kontakte und welches Netzwerk die beiden – trotz ihres vergleichsweise jungen Alters – bereits verfügen. Diese Entwicklung kommt natürlich nicht von ungefähr.

Beide können bereits auf bemerkenswerte sportliche und organisatorische Laufbahnen zurückblicken.

Johannes Belovencev bringt neben seiner praktischen Trainerarbeit auch eine fundierte akademische Ausbildung mit. Er absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium im Lehramt für Sport und Englisch an der Deutschen Sporthochschule Köln sowie der Universität zu Köln. Zusätzlich schloss er das Diplomtrainerstudium an der Trainerakademie Köln ab. Sein Blick über den nationalen Tellerrand hinaus zeigt sich auch in zahlreichen internationalen Trainingsaufenthalten. So sammelte er unter anderem Erfahrungen bei Excel Gymnastics in Dublin (Irland), beim UEG-Trainingscamp in Kranevo (Bulgarien) sowie beim Acro Club de Maia in Portugal unter Lourenço França. Weitere Stationen führten ihn nach Gent (Belgien) zu Sergey Tretyakov, nach Los Angeles (USA) zu Realis Gym unter Youri Vorobyev sowie nach Valencia (Spanien) zum Dinamic Acro Club bei Violetta Gimenez Ninoles. Durch diese internationalen Kontakte verfügt Johannes heute über ein beeindruckendes Netzwerk – insbesondere in osteuropäischen Ländern sowie an der amerikanischen Westküste. Neben Deutsch spricht er fließend Englisch und verfügt zudem über Russischkenntnisse. Der DSAB förderte die o.a. Ausbildung/Studium von Johannes Belovencev mit einem fünfstelligen Eurobetrag, um ihn zukunftsorientiert in eine tragende Rolle im Verband zu positionieren. Vielleicht schon mit der Unterstützung der Landesverbände bei der nächsten Delegiertenversammlung 2027 in Frankfurt.

Ganz ähnliche Voraussetzungen findet man auch bei Felix Hohmann wieder! Der gebürtige Hesse bringt neben seiner Tätigkeit als internationaler Kampfrichter eine vielseitige berufliche Laufbahn mit. Nach seinem Studium zum Wirtschaftsjuristen in Frankfurt führte ihn sein beruflicher Weg zunächst in die Wirtschaftsprüfung, bevor er in den Bereich Private Banking und Wealth Management wechselte und dort bei verschiedenen Banken tätig war. Bereits während seines Studiums sammelte er internationale Erfahrungen bei einem Auslandssemester in St. Petersburg, wo er Kontakte zu verschiedenen Trainern knüpfen konnte und erste Russischkenntnisse erwarb.

Ich persönlich bin mittlerweile ein großer Fan dieser beiden Persönlichkeiten. Genau solche Menschen brauchen wir für die deutsche Sportakrobatik – engagiert, kompetent und mit dem Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Menschen, die neben ihren eigenen Interessen immer auch das große Ganze im Auge behalten und damit unseren Verband und unser Land hervorragend vertreten.

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