Schon während des Tages wurde deutlich, dass dieser Tag für die deutsche Sportakrobatik in Erinnerung bleiben könnte. Als das Damenpaar Mira Spieß und Charlotte Kallai nach ihrer Balance-Übung die Matte verließ, verabschiedete Moderator und World-Games-Ansager Nils Daniel das deutsche Duo mit besonderen Worten: als jüngste Formation des Feldes – und als Athletinnen, die hier in Maia ihren allerersten World-Cup-Auftritt bestreiten.
Doch was zunächst wie eine freundliche Einordnung klang, entwickelte sich im Verlauf des World-Cups zu einer echten Erfolgsgeschichte.
Denn nicht nur Spieß/Kallai betreten beim FIG Acrobatic Gymnastics World Cup Maia erstmals die internationale World-Cup-Bühne. Gleich drei deutsche Formationen sammeln in Portugal ihre ersten Erfahrungen auf diesem Niveau: das Damenpaar Mira Spieß / Charlotte Kallai, die Damengruppe Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker sowie das Herrenpaar Filip Dietze und Maximilian Rau.

Und alle drei hinterlassen bereits nach dem ersten Wettkampftag einen mehr als bleibenden Eindruck – man könnte sogar sagen: Sie setzen ein deutliches Ausrufezeichen.
Noch nie zuvor haben diese Formationen im sprichwörtlichen „Teich der Großen“ mitgemischt. Umso bemerkenswerter ist der Blick auf das Ranking nach der ersten Übung: Zwei sechste Plätze – und ein sensationeller dritter Rang.
Beim ersten Blick auf die Ergebnisliste muss man fast zweimal hinschauen. Ist das wirklich richtig? Ja.
Filip Dietze und Maximilian Rau liegen nach ihrer ersten Übung tatsächlich auf dem Bronze-Rang – vor den extrem starken Formationen aus der Ukraine und Russland. Chapeau, Männer!
Doch trotz dieses beeindruckenden Auftakts bleibt das deutsche Team bemerkenswert bodenständig. Das Trainerteam und die Athleten wissen, dass der Wettkampf noch lange nicht entschieden ist. Wie das Team berichtet, richtet sich der Blick bereits auf die nächste Aufgabe: die zweite Übung am Samstag.
Dort gilt es, weitere Pluspunkte für Deutschland zu sammeln.
Genau darum geht es der gesamten Mannschaft in Maia: Deutschland auf internationaler Bühne positiv zu präsentieren – auf der Matte ebenso wie daneben !
Auch Kampfrichter Felix Hohmann, der heute bei den Herren- und Mixedpaaren (Technik & Artistik) im Einsatz war, zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt der deutschen Equipe – sah jedoch gleichzeitig noch Entwicklungspotenzial.
„Gerade beim Damenpaar und bei der Damengruppe ist noch Luft nach oben. Wenn wir in den nächsten Monaten an der einen oder anderen Stellschraube drehen, wer weiß, was dann noch möglich ist. Trotz einiger kleinerer Fehler sind die Wertungen schon richtig gut !“
Unterm Strich bleibt ein fantastischer erster Wettkampftag für die deutsche Mannschaft in Maia. Am morgigen Samstag wird die Equipe erneut alles in die Waagschale werfen – mit dem klaren Ziel, sich für die Finals am Sonntag zu qualifizieren und Deutschland dort zu vertreten.
Die ersten Zeichen sind gesetzt. Und sie sind mehr als vielversprechend.

Startzeiten für den morgigen Samstag:
🇵🇹16:19 Uhr 🇩🇪 17:19 Uhr – Filip Dietze und Maximilian Rau_Balance
🇵🇹16:41 Uhr 🇩🇪 17:41 Uhr – Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker
🇵🇹17:35 Uhr 🇩🇪 18:35 Uhr – Mira Spieß und Charlotte Kallai


