DSAB-aktuell

Keine Bewerbung für die WM 2028

Augsburgs Engagement bleibt ein starkes Signal!

Der Deutsche Sportakrobatik Bund hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Möglichkeit einer Bewerbung um die Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2028 im Bereich Sportakrobatik beschäftigt. Als potenzieller Austragungsort stand Augsburg im Fokus, eine Stadt, die gemeinsam mit engagierten Partnern vor Ort großes Interesse und Einsatzbereitschaft gezeigt hat.

Insbesondere Alexander Baur, Vorstand des SAV Augsburg, hat mit besonderem Engagement die Initiative vorangetrieben. In zahlreichen Gesprächen auf kommunaler und regionaler Ebene ist es ihm gelungen, wichtige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Sport und Kultur für die Idee einer Weltmeisterschaft in Augsburg zu sensibilisieren und zu gewinnen. Dieses Engagement verdient große Anerkennung und ausdrücklichen Dank.

Gemeinsam mit dem DSAB wurden auf dieser Basis erste Konzepte entwickelt und Möglichkeiten ausgelotet, wie eine Bewerbung erfolgreich gestaltet werden könnte. Dabei wurde deutlich, welches Potenzial der Standort Augsburg für ein internationales Großereignis mitbringt.

Nach sorgfältiger Prüfung aller Rahmenbedingungen hat das Präsidium des DSAB jedoch entschieden, von einer Bewerbung für die Weltmeisterschaften 2028 abzusehen. Ausschlaggebend hierfür sind insbesondere die derzeit nicht darstellbaren finanziellen Anforderungen. Die Vorgaben von World Gymnastics für die Ausrichtung eines solchen Events sind erheblich und gehen mit Kosten in einer Größenordnung einher, die im aktuellen Konzept nicht gedeckt werden können. Für eine tragfähige Bewerbung fehlen derzeit mehrere hunderttausend Euro.

Darüber hinaus sind auch die notwendigen personellen Strukturen aktuell nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Die Organisation einer Weltmeisterschaft über einen Zeitraum von rund zwei Wochen erfordert ein professionelles Organisationsteam mit mehreren hauptamtlichen Kräften, die sich ausschließlich dieser Aufgabe widmen. Diese Kapazitäten sind gegenwärtig weder auf Seiten des Verbandes noch vor Ort in ausreichendem Umfang gegeben.

Diese Entscheidung ist dem Präsidium nicht leicht gefallen, insbesondere vor dem Hintergrund des außerordentlichen Engagements in Augsburg. Umso wichtiger ist es dem DSAB, sich ausdrücklich bei Alexander Baur sowie allen Beteiligten vor Ort zu bedanken. Ihr Einsatz hat gezeigt, welches Potenzial in der deutschen Sportakrobatik und ihren Standorten steckt.

Gleichzeitig hat der Prozess wertvolle Erkenntnisse geliefert, die für zukünftige Überlegungen und mögliche Bewerbungen von großer Bedeutung sein werden. Der DSAB wird auch weiterhin daran arbeiten, die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um internationale Großveranstaltungen in Deutschland realisieren zu können.

Der Blick richtet sich daher nach vorne, mit dem klaren Ziel, die Sportakrobatik in Deutschland weiterzuentwickeln und perspektivisch auch wieder als Ausrichter auf der internationalen Bühne in Erscheinung zu treten.

Comments are closed.