Beim World Cup im belgischen Puurs präsentierte sich der Deutsche Sportakrobatik Bund einmal mehr als geschlossene und leistungsstarke Nation auf internationalem Parkett. Der traditionsreiche Wettkampf zählt – ähnlich wie Maia in Portugal – zu den bedeutendsten Stationen im internationalen Kalender und gilt als wichtiger Gradmesser auf höchstem Niveau.
Mit mehreren Finaleinzügen und überzeugenden Übungen unterstrichen die deutschen Formationen ihre positive Entwicklung im laufenden Wettkampfjahr.
Besonders erfreulich verlief der Wettkampf für das Damenpaar Lena Börner und Sophia Hermes. Mit zwei sauberen Übungen in der Qualifikation sicherten sie sich als Sechstplatzierte den Einzug ins Finale. Dort bestätigten sie ihre Leistung eindrucksvoll und belegten mit 26,900 Punkten erneut Rang sechs. Der Sieg ging an die starke Konkurrenz aus Israel.
In der Kategorie der Damengruppen zeigte sich insgesamt ein positives Bild, auch wenn nicht alle Formationen ihr volles Potenzial im entscheidenden Moment abrufen konnten. Alisée Strohhecker, Fiona Reul und Kira Hellwig überzeugten insbesondere mit einer ausdrucksstarken Balanceübung. In der Dynamik musste das Trio jedoch einen Abgang hinnehmen, wodurch der Finaleinzug knapp verpasst wurde. Dennoch war es eine vielversprechende Leistung beim erst zweiten World Cup dieser Formation.
Auch Lotta Witt, Lena Buhler und Anna Buhler präsentierten eine gut strukturierte Dynamikübung. Ein Abgang im letzten Balanceelement verhinderte ein noch besseres Ergebnis, dennoch überzeugte die Gruppe mit einer insgesamt anspruchsvollen und gelungenen Elementauswahl.
Caroline Wieland, Tia Gazsi und Lotte Tröster empfahlen sich mit einer sehr guten Qualifikation für das Finale und zogen als sechstbeste Formation ein. Im Finale mussten sie in der Dynamikübung einen Abgang hinnehmen, wodurch es beim sechsten Platz blieb. Der Finaleinzug sowie die insgesamt stabile Wettkampfleistung sind dennoch klar positiv zu bewerten.
Bei den Herrenpaaren überzeugten beide Herrenpaare. Lyven Strempel und Hannes Woitass zeigten drei konstant starke Übungen. In ihrem vierten gemeinsamen World Cup zeigten sie ihre bislang beste Gesamtleistung und erreichten einen hervorragenden sechsten Platz.
Maximilian Rau und Filip Dietze wussten erneut zu überzeugen. Beim zweiten gemeinsamen World Cup präsentierten sie sich in starker Form und belegten im Finale einen sehr guten fünften Rang.
Neben den sportlichen Leistungen war der DSAB auch im Kampfgericht vertreten: Daniel Blintsov absolvierte seinen ersten Einsatz auf internationaler Bühne und war ebenso wie Doreen Heckmann-Nötzl als Judge im Einsatz.
Bundestrainer Igor Blintsov zog ein positives Fazit:
„Puurs gehört zu den wichtigsten Wettkämpfen im internationalen Kalender. Die gezeigten Leistungen bestätigen unseren Weg. Gleichzeitig haben wir wertvolle Erkenntnisse gewonnen, an denen wir in den kommenden Wochen gezielt arbeiten werden.“
Nächste Station: World Cup in Burgas
Viel Zeit zur Regeneration bleibt nicht: Bereits Ende Mai steht mit dem nächsten World Cup im bulgarischen Burgas das nächste internationale Highlight an. Dort wird die deutsche Nationalmannschaft erneut mit starken Formationen vertreten sein und an die positiven Leistungen aus Puurs anknüpfen wollen.



