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Valerij Koch wird 75: Ein Leben, das andere stark gemacht hat !

Ein außergewöhnlicher Trainer, Mentor und Wegbegleiter der Sportakrobatik!
Manche Menschen im Sport werden für Medaillen, Titel und Rekorde gefeiert. Andere hinterlassen etwas, das sich nicht in Ergebnislisten messen lässt: Menschen, die durch sie besser, stärker und selbstbewusster geworden sind. Valerij Koch gehört zu diesen Menschen.

Am heutigen Freitag feiert der langjährige Sportakrobatik-Trainer seinen 75. Geburtstag. Hinter ihm liegen Jahrzehnte im Leistungssport – zunächst als Athlet in Kasachstan, später als Trainer, Bundestrainer und vor allem als Mentor vieler Sportler und Trainer. Was Koch dabei besonders auszeichnet, ist seine Bescheidenheit. Er selbst drängt sich nie in den Mittelpunkt. Viel lieber spricht er über andere, gibt sein Wissen weiter und hilft, wenn sein Rat gebraucht wird.

25 Jahre selbst auf der Matte
Koch kennt die Sportakrobatik aus eigener Erfahrung. 25 Jahre lang betrieb er in Kasachstan selbst Sportakrobatik, wurde Gewinner und Preisträger der kasachischen Meisterschaften und lernte die Sportart damit von der Pike auf kennen.
Nach seiner aktiven Laufbahn übernahm er Verantwortung als Bundestrainer Kasachstans für Damengruppen und Damenpaare. Erfahrungen, die später zum Fundament seiner Arbeit in Deutschland wurden. Denn für Koch war Trainersein nie nur eine Frage von Technik und Leistung. Er wusste aus eigener Erfahrung, wie viel Vertrauen, Disziplin und gegenseitiger Respekt in der Sportakrobatik notwendig sind.

Vom Trainer zum Mentor
In Deutschland entwickelte sich Koch zunehmend zu einem Trainer, der weit über seine eigenen Sportler hinaus wirkte. Er bildete Trainer aus, begleitete sie und gab seine über Jahrzehnte gesammelten Erfahrungen weiter.
Zu den Trainern, die von ihm geprägt wurden, gehören unter anderem Alex Hauk, Johannes Belovencev und Alex Dechtyarenko. Dabei vermittelte Koch nicht nur sportliches Wissen. Er entfachte bei vielen auch die Leidenschaft für die Sportakrobatik und den Trainerberuf. So wurde aus einem erfolgreichen Trainer ein Trainer der Trainer.

Ein Satz eines Weggefährten bringt seinen Stellenwert auf den Punkt: „Wenn ich einen Rat brauche, frage ich Valerij.“

Koch hört zu, denkt nach und gibt dann seinen Rat. Ohne Besserwisserei, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Seine Stärke liegt gerade darin, dass er nicht vorgibt, auf alles eine Antwort zu haben.

Von der Trainingshalle auf die internationale Bühne
Wie erfolgreich seine Arbeit war, zeigen auch die internationalen Einsätze seiner Athleten. Zwischen 2013 und 2019 stellte die LZSA bei zahlreichen internationalen Meisterschaften Teilnehmer.
Die Stationen reichen von der Europameisterschaft 2013 über die Weltmeisterschaft 2014 und die Europameisterschaft 2015 bis zur Weltmeisterschaft 2016 in China. Es folgten unter anderem die Europameisterschaft 2017, die Weltmeisterschaft 2018 in Antwerpen und die Europameisterschaft 2019.

Mehrfach standen von Koch trainierte beziehungsweise geprägte Athleten als Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft auf internationalen Flächen – bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Weltcups, sowohl im Junioren- als auch im Seniorenbereich. Zu den Athleten, die diesen Weg gingen, gehören unter anderem Alex Hauk und Kristian Hauk, die zwischen 2017 und 2019 international im Junioren- und Seniorenbereich starteten. Auch Rubinov und Pobedash vertraten den deutschen beziehungsweise von Koch geprägten Sport bereits 2006 als Junioren bei der Weltmeisterschaft in Coimbra.

Weitere von ihm begleitete Sportlerinnen und Sportler erreichten internationale Meisterschaften wie Lissabon, Paris, Riesa, China, Antwerpen und Holon.

Nicht jede dieser Geschichten endete mit einer internationalen Medaille. Doch vielleicht ist genau das der Punkt. Die größte Medaille kann man nicht umhängen. Denn Valerij Kochs Lebensleistung lässt sich nicht allein an Medaillen messen.
Sie zeigt sich in den Menschen, die er auf ihrem Weg begleitet hat. In Sportlern, die internationale Bühnen erreichten. In jungen Trainern, die von ihm lernten. In Menschen, die durch seine Unterstützung ihre Leidenschaft für den Sport und den Trainerberuf entdeckten. Seine vielleicht größte Leistung steht deshalb nicht auf einer Ergebnisliste.

Sie lebt in anderen weiter.

Wer 75 Jahre alt wird und auf eine solche Laufbahn zurückblicken kann, besitzt einen Erfahrungsschatz, den man nicht aus Büchern lernen kann. Erfahrung als Athlet, als Bundestrainer, als Trainer – und vor allem als Mensch.

Gerade deshalb stellt sich die Frage, wie sehr die Sportakrobatik auch künftig von diesem Wissen profitieren könnte. Denn Koch hat noch viel zu geben: Erfahrung, Fachwissen, aber vor allem die Fähigkeit, junge Trainer zu unterstützen und ihnen Orientierung zu geben.

Nicht nach dem Motto: „Ich weiß es besser.“ Sondern eher: „Lass uns gemeinsam überlegen, wie wir es besser machen können.“

Vielleicht lässt sich sein Lebenswerk deshalb am einfachsten mit wenigen Worten beschreiben:

Er hat Menschen stark gemacht !

Er hat Sportler gefördert, Trainer geprägt und Wissen weitergegeben – ohne jemals selbst im Mittelpunkt stehen zu wollen.

Zum 75. Geburtstag bleibt deshalb vor allem ein Wort:

Danke, Valerij.

Herzlichen Glückwunsch zum 75. Geburtstag, Valerij Koch !

Menschen wie Dich braucht der Sport – nicht nur wegen ihres Könnens, sondern wegen dessen, was sie an andere weitergeben.

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