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Ein Weltmeistertitel, den man erst einmal begreifen muss

Der wichtigste Bericht zu den 2nd Acrobatic Gymnastics Junior World Championships & 14th World Age Group Competition am vergangenen Sonntag ist leider durch die technischen Probleme und den Ausfall unserer Homepage auf der Strecke geblieben.

Aber wie sagt man so schön: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Und so möchte ich nun, auch wenn seit dem unglaublichen Erfolg bereits ein Tag vergangen ist, noch ein paar Zeilen zu dem größten Erfolg seit unserem World-Games-Sieg von Tim Sebastian und Michail Kraft im Jahr 2017 schreiben. Denn eines muss man auch heute noch sagen: Man kann es eigentlich immer noch nicht glauben. Wir haben wieder einen Weltmeistertitel!

Verantwortlich dafür sind die von Sergej Jeriomkin trainierten Nona Kara und Johanna Schöne. Was die beiden am Sonntag im Finale in der gut besuchten Vitrifrigo-Arena auf die Matte zauberten, war schlichtweg unfassbar. Sie ließen ihrer Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance und zeigten eine Qualität, bei der man sich auch nach dem Erfolg noch einmal kneifen muss, um zu realisieren, was da eigentlich passiert ist. Doch hinter diesem Erfolg stehen nicht nur zwei herausragende Sportlerinnen. Es sind auch ihr Trainer, ihre Familien und natürlich der SC Hoyerswerda, die diesen unglaublichen Weg über viele Jahre begleitet und ermöglicht haben.

Genauer gesagt, seit mehr als zehn Jahren trainiert Erfolgscoach Sergej Jeriomkin nun schon seine beiden Aushängeschilder. Eine außergewöhnliche Zusammenarbeit, geprägt von Vertrauen, Nähe und jahrelanger intensiver gemeinsamer Arbeit, die sich nun auf der größten internationalen Bühne ausgezahlt hat.

Und was soll man dazu noch sagen?

Nach dem Europameistertitel 2025 in Luxemburg sind Nona Kara und Johanna Schöne nun amtierende Europa- und Weltmeisterinnen.

Wie sich das anhört: unglaublich!

Deutschland ist in der Sportakrobatik Europa- und Weltmeister – und das gleichzeitig amtierend.

Damit haben sich Nona, Johanna und ihr Coach Sergej Jeriomkin ohne Zweifel ein Denkmal in der deutschen Sportakrobatik gebaut. Dabei hatte Coach Jeriomkin sogar mit dem Gedanken gespielt, die Schwierigkeiten im Finale noch einmal zu erhöhen. Doch das war letztlich gar nicht notwendig. Auch so zeigten die beiden nicht nur mit das schwierigste Programm, sondern präsentierten darüber hinaus Elemente, die von keiner ihrer Konkurrentinnen in dieser Form gezeigt wurden. Diese außergewöhnliche Qualität sollte am Ende mitentscheidend sein.

Die nächste Medaille für Deutschland

Doch damit war der Sonntagabend noch lange nicht vorbei.

Die Damengruppe von Eintracht Frankfurt Finia Falch, Kay Klotz und Leni Tschutschupalow holte die vierte Medaille für den deutschen Nachwuchs des DSAB. Am Ende wurde es Bronze – und damit die erste WM-Medaille für die noch junge Eintracht aus Frankfurt.

Lange sah es sogar nach Gold aus.

Gemeinsam mit ihrer Trainerin Celine Caro Ortiz lagen die drei lange Zeit an der Spitze. Selbst nach der Wertung der favorisierten Weißrussinnen sah es noch nach dem ganz großen Triumph aus. Doch bereits im Kiss & Cry nach der Übung der weißrussischen Formation konnte man den Gesichtern ansehen, dass offenbar etwas mit der Wertung nicht stimmte. Die Bewertung ließ zudem ungewöhnlich lange auf sich warten. Die Verantwortlichen legten schließlich Einspruch gegen die Difficulty Value ein. Diesem Einspruch wurde stattgegeben – und damit zog Weißrussland an Deutschland vorbei. Auch Belgien konnte sich anschließend noch vor unsere Dreiergruppe schieben.

So blieb am Ende Bronze.

Und trotzdem ist diese Medaille ein riesiger Erfolg! Für Eintracht Frankfurt ist es die erste WM-Medaille überhaupt und damit ein ganz besonderer Moment. Eine Medaille, die zugleich die hervorragende Arbeit von Rike Goldbeck, Johannes Belovencev und Celine Caro Ortiz widerspiegelt.

Zwei außergewöhnliche Erfolge für den deutschen Nachwuchs an einem einzigen Abend.

Ein Weltmeistertitel und eine WM-Bronzemedaille.

Und spätestens jetzt darf man es ruhig einmal aussprechen:

Die deutsche Sportakrobatik ist nach der letzten Woche wieder ganz oben angekommen. Platz 3 im Medaillenspiegel !

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