Manchmal fehlen einem schlicht die Worte. Silber und Bronze bei den ersten Weltmeisterschaften. Zwei deutsche Youth-Paare haben sich auf der ganz großen Bühne nicht nur behauptet – sie haben sich mitten hinein in die Weltspitze geturnt.
Was für ein Moment. Was für eine Belohnung für all die Stunden Training, für Verzicht, für Tränen, für Zweifel und für den Mut, immer weiterzumachen.
Silber für den TSV Grafenau – eine Geschichte, die zu Herzen geht
Sofia Kirizoglou & Nils Hoffmann vom TSV Grafenau haben sich mit 27,400 Punkten die Silbermedaille gesichert. Und hinter diesem Erfolg steckt so viel mehr als eine Zahl auf der Anzeigetafel. Der TSV Grafenau – einst ein kleiner Sportakrobatikverein. Ein Verein, der von Leidenschaft, familiärem Zusammenhalt und vor allem vom Ehrenamt lebt. Und genau von dort führt der Weg nun auf das größte Parkett, das die Sportakrobatik zu bieten hat: auf das Podium einer Weltmeisterschaft. Diese Geschichte trägt auch die Namen Michael und Katja Halder. Menschen, die über Jahre mit Herzblut, Leidenschaft und unzähligen ehrenamtlichen Stunden ihren Verein geprägt und jungen Sportlerinnen und Sportlern Türen geöffnet haben. Türen, durch die man irgendwann bis ganz nach oben gehen kann. Chapeau! Denn genau das ist deutsche Sportakrobatik. Sie lebt nicht nur von großen Strukturen. Sie lebt von Menschen. Von Vereinen. Von Familien. Von Ehrenamtlichen, die an ihre Athletinnen und Athleten glauben und ihnen den Weg bereiten.
Und manchmal führt dieser Weg von einer kleinen Trainingshalle in Grafenau bis zu Silber bei einer Weltmeisterschaft.
Bronze für die Jungs – Verzicht, der sich ausgezahlt hat
Auch J. Herrmann und T. Herrmann haben bei ihrer ersten WM einen Moment geschaffen, den sie und ihre Familien wohl nie vergessen werden.
27,000 Punkte – Bronze.
Doch hinter dieser Medaille steckt auch eine ganz persönliche Geschichte. Die beiden Jungs haben ihren SAV Schwarzenberg und ihre Familien zurückgelassen, um für diesen Traum zu kämpfen. Training, Alltag, Freunde, Familie – vieles musste hintenangestellt werden, um genau dort stehen zu können, wo sie jetzt stehen. Und dann kommt dieser eine Moment. Dann weiß man, wofür sich der ganze Verzicht gelohnt hat. Es ist genau das, was Spitzensport manchmal bedeutet: etwas aufzugeben, weil man an einen Traum glaubt. Alles zu investieren – und irgendwann dafür belohnt zu werden.
Auch Frankfurt begeistert
Mit 26,900 Punkten erreichten A. Dorigatti und L. Schinko einen hervorragenden fünften Platz. Auch das ist bei einer ersten Weltmeisterschaft alles andere als selbstverständlich. Frankfurt darf stolz sein auf diesen Auftritt.
Zwei Medaillen – und eine herausragende Arbeit
Am Ende dieses Youth-Wettbewerbs stehen damit Silber und Bronze für Deutschland. Und auch zwei Namen gehören ganz besonders zu diesem Erfolg: Petra Vitera und Yves Vander Donckt. Die beiden DSAB-Disziplintrainer dürfen mit zwei WM-Medaillen im Gepäck die Heimreise antreten. Zwei Medaillen, die für eine herausragende Arbeit stehen – für Vorbereitung, Vertrauen, Führung und den Glauben an diese jungen Athletinnen und Athleten.


