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Fünf Jahre Eintracht Frankfurt Sportakrobatik – vom ambitionierten Projekt zur nationalen Spitze

Was vor fünf Jahren mit rund 60 Sportlerinnen und Sportlern, viel Engagement und einer großen Vision begann, hat sich zu einer der erfolgreichsten Sportakrobatik-Abteilungen Deutschlands entwickelt. Ein Rückblick auf fünf Jahre voller Meilensteine, sportlicher Erfolge und einer bemerkenswerten Entwicklung.

Als im November 2021 der Startschuss für das Sportakrobatik-Projekt bei Eintracht Frankfurt fiel, waren die Voraussetzungen noch weit entfernt von denen eines etablierten Leistungssportstandorts. Das Training fand zunächst unregelmäßig in einer Schulturnhalle statt, feste Trainingsstrukturen mussten erst geschaffen werden und auch das sportliche Niveau befand sich noch im Aufbau. Was es allerdings von Beginn an gab, waren eine familiäre Atmosphäre, viel Begeisterung und der gemeinsame Wille, mehr aus der Sportakrobatik bei Eintracht Frankfurt zu machen.

Mit rund 60 Mitgliedern begann eine Entwicklung, die in den folgenden fünf Jahren eine beeindruckende Dynamik aufnehmen sollte.

April 2022 – Ein Meilenstein: die eigene Sportakrobatikhalle

Ein entscheidender Schritt folgte im April 2022 mit der feierlichen Eröffnung der Sportakrobatikhalle am Riederwald. Die eigenen Trainingsmöglichkeiten schufen erstmals die Voraussetzungen für eine langfristige und konzeptionelle Weiterentwicklung der Abteilung. Der Trainingsbetrieb konnte professionalisiert, die Trainingszeiten erweitert und die sportlichen Strukturen gezielt ausgebaut werden. Damit war das Fundament für den weiteren Weg gelegt.

Oktober 2022 – Die ersten nationalen Medaillen

Bereits wenige Monate später folgte der erste sportliche Erfolg auf nationaler Ebene. Bei den Deutschen Meisterschaften gewann das Senioren-Damenpaar Fiona Reul und Anna Dorigatti die ersten Medaillen in der Geschichte der Eintracht-Sportakrobatik.

Mit zwei Bronzemedaillen setzten die beiden Athletinnen ein erstes Ausrufezeichen und zeigten, welches Potenzial in der noch jungen Abteilung steckte.

Januar 2023 – Der erste Schritt in den Bundeskader

Im Januar 2023 gelang der nächste wichtige Entwicklungsschritt: Mit Ava Krug, Carla Goldbeck und Leni Tschutschupalow wurde erstmals eine Formation von Eintracht Frankfurt in den Bundeskader berufen. Die Aufnahme des Damengruppentrios markierte den Beginn der internationalen Ausrichtung. Gleichzeitig wurde deutlich, dass sich die kontinuierliche Arbeit auch auf höchster nationaler Ebene auszuzahlen begann. Mit dem wachsenden Leistungsanspruch stiegen allerdings auch die Anforderungen an die Trainerarbeit. Die Dimensionen des Projekts waren längst nicht mehr von einer einzelnen Person zu bewältigen. Neben Johannes Belovencev wurde mit Celine Caro (ehemals Caro Bauder) und Felicitas Müller-Haberstock das Trainerteam deshalb gezielt verstärkt. Während Celine Caro insbesondere den Leistungssportbereich unterstützte, übernahm Felicitas Müller-Haberstock wichtige Aufgaben in der Nachwuchsarbeit.

Die Erweiterung des Trainerteams ermöglichte es, die Strukturen in der Breite auszubauen und gleichzeitig die Qualität im Leistungssport weiterzuentwickeln.

September 2024 – Eintracht Frankfurt erstmals bei einer Weltmeisterschaft

Im September 2024 erreichte die Abteilung erstmals die internationale Weltbühne. Das Trio Ava Krug, Carla Goldbeck und Leni Tschutschupalow vertrat Deutschland bei den Weltmeisterschaften in Portugal. Auch wenn die Ergebnisse noch nicht den erhofften sportlichen Durchbruch brachten, war die Teilnahme ein wichtiger Meilenstein. Erstmals stand eine Formation der Eintracht bei einer Weltmeisterschaft auf der Wettkampffläche. Das Konzept zeigte Wirkung: Sportlerinnen aus Frankfurt hatten sich ihren Platz in der Nationalmannschaft erarbeitet.

Parallel dazu entwickelte sich auch die Abteilung rasant weiter. Die Mitgliederzahl war inzwischen auf rund 280 angewachsen.

April 2025 – Die erste Europameisterschaft

Nur wenige Monate später folgte der nächste internationale Höhepunkt. Bei den Europameisterschaften im April 2025 in Luxemburg war Eintracht Frankfurt bereits mit zwei Formationen vertreten. Das Trio Finia Falch, Carla Goldbeck und Leni Tschutschupalow sowie das Damenpaar Viktoria Kurtovic und Alena Kemling qualifizierten sich jeweils für die Europameisterschaft und belegten in der Qualifikation den zehnten Platz. Damit war die Eintracht endgültig auf der europäischen Bühne angekommen. Gleichzeitig wurde das Angebot in der Breite weiterentwickelt: Mit einer Mini-Gruppe für Kinder unter sechs Jahren und einer Akro-Yoga-Gruppe für Erwachsene über 18 Jahren entstanden zusätzliche Angebote, die den Verein auch außerhalb des klassischen Leistungssports attraktiv machten.

Die Mitgliederzahl stieg auf rund 320.

Januar 2026 – Eintracht Frankfurt stellt die meisten Bundeskaderathleten

Ein weiterer historischer Moment folgte im Januar 2026 mit der Veröffentlichung der neuen Bundeskaderliste. Erstmals stellte Eintracht Frankfurt mit acht Formationen und insgesamt 20 Sportlerinnen und Sportlern die meisten Bundeskaderathleten eines Vereins. Ein deutliches Zeichen für die erfolgreiche Entwicklung der sportlichen Spitze und die Qualität der kontinuierlichen Trainingsarbeit.

April 2026 – Auszeichnung als Bundesleistungszentrum

Im April 2026 wurde Eintracht Frankfurt vom Deutschen Sportakrobatik Bund offiziell als Bundesleistungszentrum ausgezeichnet.

Für den Standort war dies eine besondere Anerkennung und zugleich die Erfüllung eines langfristigen Ziels. Bereits zu Beginn des Projekts war es der Anspruch, in Frankfurt einen überregional bedeutenden Trainings- und Leistungsstandort für die Sportakrobatik aufzubauen. Da es für nicht-olympische Sportarten keine Bundesstützpunkte im klassischen Sinne gibt, stellt die Auszeichnung als Bundesleistungszentrum eine besondere Bestätigung dieser Entwicklung dar.

Zu diesem Zeitpunkt zählte die Abteilung bereits 388 Mitglieder.

Juni 2026 – Eintracht Frankfurt an der Spitze der Deutschen Meisterschaften

Bei den Deutschen Meisterschaften im Juni 2026 erreichte die sportliche Entwicklung ihren bisherigen nationalen Höhepunkt.

Mit insgesamt 19 Medaillen, darunter elf Gold- und acht Silbermedaillen, belegte Eintracht Frankfurt den ersten Platz im nationalen Medaillenspiegel. Damit setzte sich die Eintracht vor dem SC Hoyerswerda mit 14 Medaillen und dem TSV Grafenau mit 13 Medaillen durch.

Ein außergewöhnliches Ergebnis, das die Entwicklung der vergangenen Jahre eindrucksvoll widerspiegelt.

Die Maxime „Von der Breite in die Spitze“ wurde damit mehr als nur ein Leitgedanke. Während die Leistungssportlerinnen und Leistungssportler inzwischen zur nationalen Spitze gehören, bildet eine breit aufgestellte und kontinuierlich wachsende Nachwuchsarbeit die Grundlage für die Zukunft. Ziel ist es, Talente frühzeitig zu entdecken, langfristig zu entwickeln und ihnen den Weg bis in den Spitzensport zu ermöglichen.

September 2026 – Die erste WM-Medaille für Eintracht Frankfurt

Auch international setzte die Eintracht im September 2026 ein weiteres Ausrufezeichen. Bei den Weltmeisterschaften im italienischen Pesaro stellte der Verein erstmals die meisten Athletinnen und Athleten innerhalb der deutschen Nationalmannschaft. Gleich vier Formationen vertraten Eintracht Frankfurt und Deutschland auf der Weltmeisterschaft. Für den größten Erfolg sorgte das Damengruppentrio Kay Klotz, Finia Falch und Leni Tschutschupalow. Nach dem ersten Platz in der Qualifikation sicherten sich die drei Athletinnen im Finale die Bronzemedaille – die erste WM-Medaille in der Geschichte der Eintracht-Sportakrobatik.

Auch die weiteren Frankfurter Formationen überzeugten mit starken Leistungen:

Das Damenpaar Anna Dorigatti und Lisa Schinko qualifizierte sich für das Finale und erreichte dort einen hervorragenden fünften Platz. Viktoria Kurtovic und Alena Kemling belegten in der Qualifikation Rang sieben. Aufgrund der internationalen Finalregelung, nach der pro Nation nur eine Formation je Disziplin ins Finale einziehen darf, blieb ihnen der Finalstart verwehrt.

Das Seniorentrio Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisée Strohhecker qualifizierte sich auf Rang drei für gleich zwei Finals. Im großen Finale erreichten sie den zehnten Platz, im kleinen Balance-Finale belegten sie einen starken fünften Rang.

Vier Formationen bei einer Weltmeisterschaft und die erste internationale Medaille: Was fünf Jahre zuvor noch eine ambitionierte Vision war, ist inzwischen Realität geworden.

November 2026 – Eine Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen ist

Fünf Jahre nach dem Start des Projekts zählt die Sportakrobatik bei Eintracht Frankfurt mittlerweile 454 Mitglieder. Aus einer kleinen Abteilung mit rund 60 Sportlerinnen und Sportlern ist ein leistungsstarker und breit aufgestellter Standort geworden, der sowohl national als auch international Maßstäbe setzt.

Aktuell befinden sich sieben Formationen in der Qualifikationsphase für die Europameisterschaften 2027. Die nächsten sportlichen Ziele sind damit bereits klar definiert.

Hinter dieser Entwicklung stehen wie natürlich in vielen anderen Vereinen in Deutschland zahlreiche Menschen, die mit großem Engagement an einem gemeinsamen Ziel arbeiten: Athletinnen und Athleten, Trainerteam, Vereinsverantwortliche, Eltern und Unterstützer. Die Erfolge der vergangenen Jahre sind das Ergebnis einer kontinuierlichen Zusammenarbeit und einer langfristig angelegten sportlichen Strategie.

Fünf Jahre Eintracht Frankfurt Sportakrobatik – eine Erfolgsgeschichte, die zeigt, was mit einer klaren Vision, nachhaltiger Nachwuchsarbeit und konsequenter Förderung möglich ist.

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