Die deutsche Sportakrobatik blickt mit großer Vorfreude auf einen der wichtigsten Höhepunkte des Wettkampfjahres: Vom 5. bis 7. Juni 2026 finden in der EWS Arena Göppingen die Deutschen Meisterschaften der Sportakrobatik statt.
Erstmals werden die Deutschen Meisterschaften für alle Altersklassen im Rahmen einer gemeinsamen Großveranstaltung ausgetragen. Damit entsteht ein besonderes nationales Sportakrobatik-Festival, bei dem Aspire, Jugend, Junioren und die Meisterklasse gemeinsam auf einer Bühne stehen. Für Zuschauerinnen und Zuschauer bietet sich so die einzigartige Gelegenheit, die gesamte Vielfalt der Sportakrobatik an einem Wochenende zu erleben – von den ersten Meisterschaftsauftritten junger Talente bis hin zu den beeindruckenden Übungen der besten Formationen Deutschlands.
Auch Athletinnen und Athleten der deutschen Nationalmannschaft werden in Göppingen an den Start gehen. Darunter befinden sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer der letzten Europameisterschaften sowie Formationen aus der aktuellen World-Cup-Saison, die ihr Können vor heimischem Publikum präsentieren werden.
Die Qualifikationstage finden am 5. und 6. Juni 2026 statt. Hier kämpfen die Formationen um den Einzug in die entscheidenden Finalrunden. Der große Finaltag mit den Medaillenentscheidungen wird am 7. Juni 2026 ausgetragen und verspricht hochklassigen Sport sowie spannende Titelkämpfe.
Ausrichter der Deutschen Meisterschaften ist der Deutscher Sportakrobatik Bund (DSAB) in Zusammenarbeit mit dem SC Rechberghausen, der als Veranstalter und erfolgreicher Verein die Organisation dieses nationalen Höhepunkts übernimmt. Mit der EWS Arena Göppingen steht eine moderne Wettkampfstätte zur Verfügung, die beste Voraussetzungen für eine mitreißende Atmosphäre und eine erstklassige Präsentation der Sportakrobatik bietet.
Weitere Informationen zum Ablaufplan, zum Ticketverkauf, zu den teilnehmenden Formationen sowie zum Rahmenprogramm werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.
Der Deutsche Sportakrobatik Bund und der SC Rechberghausen freuen sich bereits jetzt auf ein großes Sportakrobatik-Wochenende in Göppingen und laden alle Fans, Familien und Sportbegeisterten herzlich ein, die Deutschen Meisterschaften live mitzuerleben.
Eine Woche voller Emotionen, Begegnungen und sportlicher Ausrufezeichen liegt hinter der internationalen Sportakrobatik-Gemeinschaft. Der erste FIG World Cup der Saison im portugiesischen Maia hat einmal mehr gezeigt, wie faszinierend, intensiv und verbindend unsere Sportart sein kann. Und aus deutscher Sicht gibt es allen Grund, mit Stolz auf diese Tage zurückzublicken.
Drei Finalteilnahmen – ein starkes Signal aus Deutschland
Das Wichtigste zuerst: Die deutsche Equipe hat sich hervorragend präsentiert. Drei Starts, drei Finalteilnahmen – ein Ergebnis, das sich auf diesem Niveau mehr als sehen lassen kann. Mit den Plätzen 6, 7 und 8 im Finale kehren die deutschen Formationen gemeinsam mit ihren Coaches Johannes Belovencev, Tom Mädler und Silke Spieß mit erhobenem Kopf und breiter Brust nach Deutschland zurück.
Doch die Platzierungen erzählen nur einen Teil der Geschichte.
Egal ob auf der Matte oder neben ihr – alle Beteiligten haben die deutsche Sportakrobatik in Maia hervorragend vertreten. Man spürt: Deutschland wird wahrgenommen. Wir sind Teil dieser internationalen Spitze, wir gehören dazu.
Ein kleines, aber aussagekräftiges Detail zeigt das besonders deutlich: Internationale Top-Athleten, Weltmeister, Europameister oder World-Games-Sieger folgen unseren Sportlerinnen und Sportlern plötzlich auf Social Media, schicken Freundschaftsanfragen oder suchen den Austausch. Es sind vielleicht nur kleine Gesten – doch sie zeigen, dass man sich kennt, respektiert und wahrnimmt.
Mit den Großen aufwärmen – und gegen sie antreten
In Maia traf sich die absolute Weltspitze. Nationen wie Russland, Belarus, die USA, Italien, Ukraine und Gastgeber Portugal brachten enorme Qualität auf die Matte. Wenn man sich gemeinsam mit World-Games-Gewinnern, Welt- und Europameistern auf dem Warm-up-Floor vorbereitet – und wenige Minuten später direkt gegen sie antritt – dann ist das mehr als nur ein Wettkampf.
Natürlich ist zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch etwas Sand im Getriebe der Programme. Wie sollte es auch anders sein? Doch die deutschen Formationen setzten bereits klare Ausrufezeichen.
Das Herrenpaar lag nach der Balanceübung sensationell auf Platz drei.
Die Damengruppe zeigte eine starke Qualifikation und platzierte sich direkt hinter den späteren Goldmedaillengewinnern.
Das Damenpaar bewies Charakter: Nachdem die Dynamikübung am Vortag des Finals nicht optimal lief, steigerten sie sich eindrucksvoll und beendeten das Finale mit einer starken 27er-Wertung auf Rang sechs.
Diese Leistungen zeigen deutlich: Deutschland kann mit den Besten mithalten.
Analyse, Geduld und der nächste Schritt
Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Gemeinsam mit Bundestrainer Igor Blintsov werden die Teams ihre Übungen und den gesamten World Cup intensiv analysieren.
Die nächsten Stationen stehen bereits vor der Tür:
Puurs für das Herrenpaar und die Damengruppe
Burgas für das Damenpaar
Dort soll der nächste Entwicklungsschritt folgen.
Natürlich sind Nationen wie die USA, Russland, Belarus oder Portugal aktuell noch einige Schritte voraus. Doch Maia hat auch gezeigt: Diese Länder kochen ebenfalls nur mit Wasser. Wenn der Druck durch aufstrebende Nationen wie Deutschland wächst, werden auch sie verwundbar.
Und genau dieser Prozess hat längst begonnen.
Eine Veranstaltung der Extraklasse
Was die Portugiesen in Maia auf die Beine gestellt haben, sucht vermutlich weltweit seinesgleichen.
Die Organisation war beeindruckend, die Atmosphäre einzigartig. Lediglich bei Transport und Verpflegung gibt es noch kleine Verbesserungsmöglichkeiten – doch alles andere war schlichtweg herausragend. Die Stimmung in der Arena? Ein wahrer Hexenkessel. Und das Besondere: Das Publikum feuerte nicht nur die eigenen portugiesischen Formationen an. Jede Übung, jede Formation, jedes Land wurde mit Begeisterung unterstützt. Diese Begeisterung sorgt für Gänsehaut und ist vielleicht die beste Werbung, die unsere Sportart haben kann.
Ein Blick Richtung olympische Zukunft
Nicht zufällig war auch eine kleine Delegation aus Australien vor Ort. Australien wird die übernächsten Olympischen Spiele ausrichten und hat die Möglichkeit, neue Sportarten zu präsentieren und zu integrieren. Dass Vertreter aus Down Under den World Cup in Maia genau beobachten, zeigt: Sportakrobatik ist auf dem Radar. Vielleicht ist der Traum von Olympia doch gar nicht mehr so weit entfernt.
Sport baut Brücken
Ein weiterer bemerkenswerter Moment dieses World Cups: Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus waren wieder am Start.
Darüber kann und darf jeder seine eigene Meinung haben. Doch eines bleibt festzuhalten: Sportlerinnen und Sportler tragen keine Verantwortung für politische Entscheidungen oder Kriege. In Maia konnte man sehen, dass der Sport zumindest kleine Brücken bauen kann. Nach den Übungen gab es kurze Blicke, ein Nicken, gegenseitigen Respekt. Vielleicht sind es nur kleine Zahnräder. Aber auch kleine Zahnräder können etwas in Bewegung setzen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen. Der Transport zwischen Hotel und Wettkampfhalle erwies sich teilweise als schwierig. Eine einfache Lösung brachte überraschend viel Entlastung für das deutsche Team: UBER.
Unkompliziert, schnell und kostengünstig – und plötzlich war der Weg zur Halle kein Stressfaktor mehr. Auch das sorgte für mehr Ruhe und Konzentration im Team.
Der Blick nach vorn
Die Saison nimmt jetzt Fahrt auf.
Mit den kommenden World Cups in Puurs, Burgas und Rzeszów stehen bereits die nächsten internationalen Herausforderungen an. Dort werden nicht nur die Teams aus Maia antreten, sondern auch weitere starke deutsche Formationen, die ebenfalls zeigen wollen, was sie können.
Deutschland wird stark sein – im Team.
Und genau dieses Team muss sich möglichst früh finden. Warum bis zu den Deutschen Meisterschaften warten? Warum nicht schon in den kommenden Wochen Klarheit schaffen, welche Formationen zur Weltmeisterschaft fahren und wer aktuell auf den Positionen drei und vier steht? Eine frühe Entscheidung könnte Druck aus der Vorbereitung nehmen und positive Effekte für alle Beteiligten schaffen. Andere Nationen machen genau das bereits vor – und gehören nicht zufällig zu den erfolgreichsten der Welt.
Perfekte Präsentation unseres Sports
Die Portugiesen wissen, wie man Sportakrobatik präsentiert.
Der World Cup in Maia war eine High-End-Veranstaltung:
mit Nils Daniel saß ein mitreißender Hallensprecher am Mikrofon
modernste Technik mit dem Auswertungssystem Acro Companion
große LED-Leinwände
transparente Kampfrichterwertungen mit namentlicher Zuordnung auf der LED-Leinwand
Live-Anzeige der geturnten Schwierigkeiten während der Übung – ähnlich wie im Eiskunstlauf
All das macht unseren Sport verständlicher, spannender und attraktiver für Zuschauer.
Ein Modell mit Zukunft
Und noch etwas bleibt: Diese Veranstaltung finanziert dem portugiesischen Ausrichterverein einen großen Teil seiner Saison – und darüber hinaus bleibt sogar ein Überschuss. Auch das zeigt, welches Potenzial in unserer Sportart steckt, wenn sie professionell präsentiert und vermarktet wird.
Und was bleibt am Ende?
Gänsehaut. Stolz. Neue Kontakte. Wertvolle Erfahrungen.
Und vor allem die Gewissheit, dass die deutsche Sportakrobatik auf dem richtigen Weg ist.
Maia war erst der Anfang der Saison. Doch eines hat dieses Wochenende bereits klar gemacht:
Bundesweiter Start für das Nachwuchsprogramm „Flippi & Flaps“ – Sportakrobatikbund setzt auf frühe Förderung und starke Vereinsstrukturen.
Mit einem bundesweiten Kick-off ist offiziell der Startschuss für das neue Nachwuchsprogramm „Flippi & Flaps“ gefallen. Ziel des Programms ist es, die Nachwuchsarbeit in der Sportakrobatik strukturiert zu stärken, Vereine zu unterstützen und junge Talente frühzeitig für die Sportart zu begeistern.
Im Rahmen der digitalen Auftaktveranstaltung wurden Vertreterinnen und Vertreter aus den Landesverbänden über Inhalte, Struktur und Umsetzung des Programms informiert. „Flippi & Flaps“ soll künftig als bundesweit einheitliches Konzept in Vereinen und Verbänden etabliert werden und damit eine moderne Grundlage für eine nachhaltige Nachwuchsförderung schaffen.
Kern des Programms ist ein motivierendes Ausbildungssystem mit einer klaren Entwicklungsstruktur. Über ein Abzeichensystem in Bronze, Silber und Gold können Kinder spielerisch grundlegende akrobatische Fähigkeiten erlernen und Schritt für Schritt ihre Fortschritte dokumentieren. Ergänzt wird das Konzept durch umfangreiche Trainingsmaterialien, pädagogische Begleitunterlagen sowie ein eigens entwickeltes Titellied, das die Identifikation mit dem Programm stärken soll.
Der Kick-off markiert den Beginn des bundesweiten Rollouts. In den kommenden Wochen sollen insbesondere Vereine als Multiplikatoren aktiviert werden, um das Programm in die Praxis zu bringen und erste Erfahrungen zu sammeln. Diese Best-Practice-Beispiele sollen anschließend in die Weiterentwicklung des Konzepts einfließen und anderen Vereinen als Orientierung dienen.
„Flippi & Flaps ist mehr als ein Trainingsprogramm – es ist ein Einstieg in die Welt der Sportakrobatik, der Kinder begeistert, Vereine unterstützt und langfristig die Basis unseres Sports stärkt“, heißt es aus dem Organisationsteam des Projekts.
Vereine und Landesverbände, die Interesse an einer Teilnahme oder an weiterführenden Informationen haben, können die vollständigen Materialien unkompliziert per E-Mail anfordern.
Der Sportakrobatik Bund lädt alle Vereine ein, Teil der Initiative zu werden und gemeinsam die nächste Generation von Sportakrobatinnen und Sportakrobaten zu fördern.
Der deutsche Sportakrobatik Bund bietet im Frühjahr eine dreiteilige Online-Trainerweiterbildung an. Die Reihe richtet sich an Trainerinnen und Trainer, die ihr Verständnis für die Sportakrobatik vertiefen und neue Impulse für ihre Trainingsarbeit erhalten möchten.
Die Weiterbildung wird von Sportdirektor Hannes Schenk und Albert Jung geleitet und findet online in drei aufeinander aufbauenden Modulen statt. Die Termine sind:
23. April 2026 – Teil 1 (19:00–21:00 Uhr)
21. Mai 2026 – Teil 2 (19:00–21:00 Uhr)
18. Juni 2026 – Teil 3 (19:00–21:00 Uhr)
Die Module bauen inhaltlich aufeinander auf und vermitteln praxisnahes Wissen für die tägliche Trainingsarbeit – von grundlegenden Prinzipien bis hin zu vertiefenden Einblicken in Technik, Methodik und Trainingsgestaltung in der Sportakrobatik.
Weitere Informationen sowie die Anmeldung sind über den Lehrgangskalender auf der Website verfügbar.
Beim Finale des FIG Acrobatic Gymnastics World Cup in Maia steht die deutsche Equipe gleich dreifach (3 von 3) im Rampenlicht.
Das deutsche Damenpaar mit Mira Spieß und Charlotte Kallai wird als zweite Formation des Finals auf die Matte gehen. Nach ihrer Qualifikation unter den besten sechs treffen sie dabei auf starke Konkurrenz aus Russland (zwei Formationen), Belarus, Portugal sowie auf die Qualifikationssiegerinnen aus den United States.
Auch das deutsche Herrenpaar mit Filip Dietze und Maximilian Rau startet als zweite Formation im Finale. Das Teilnehmerfeld ist ebenfalls hochklassig besetzt: Neben den Deutschen stehen zwei Paare aus der Ukraine, zwei aus Russia, ein Duo aus Belarus sowie ein Paar aus den USA im Endkampf.
Besonders gespannt darf man auf den Auftritt der Frankfurter Damengruppe mit Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker sein. Nach ihrer herausragenden Qualifikation gehen die drei Deutschen als vorletzte Formation des Finals auf die Matte. Ihre Gegnerinnen kommen aus Finnland, der Schweiz, Italien, Portugal, Azerbaijan, der Ukraine sowie aus Belarus.
Das Ziel haben die Schützlinge von Tom Mädler, Johannes Belovencev & Silke Spieß bereits erreicht: Deutschland ist in allen drei Disziplinen im Finale vertreten – und auf der großen Bühne ist alles möglich.
Die deutsche Sportakrobatik drückt Euch die Daumen !!!
Deutsche Sportakrobatik setzt beim World Cup in Maia ein Ausrufezeichen
Der zweite Wettkampftag beim FIG Acrobatic Gymnastics World Cup im portugiesischen Maia hielt für die deutsche Sportakrobatik alles bereit, was den Hochleistungssport ausmacht: Momente des Triumphs, kleine Rückschläge – und vor allem große Zeichen dafür, dass Deutschland in der Weltspitze angekommen ist.
Allen voran sorgte die Damengruppe der Eintracht Frankfurt mit Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker für einen Auftritt, der in Erinnerung bleiben wird. Mit ihrer Dynamik-Übung turnten die drei Frankfurterinnen unter den Augen von rund 2.000 Zuschauern eine Wertung von 28.360 Punkten heraus. Eine Zahl, die Gewicht hat: Es ist nicht nur die höchste Wertung aller Damengruppen an diesem Wettkampftag, sondern auch eine der höchsten Wertungen, die jemals von einer deutschen Formation auf diesem internationalen Niveau erreicht wurde.
Schon allein mit dieser Qualifikation haben die drei Athletinnen ihre ganz eigene Duftmarke in der Weltelite gesetzt. Es war ein Auftritt voller Energie, Präzision und Selbstvertrauen – ein Moment, in dem sichtbar wurde, wie nah die deutsche Sportakrobatik an der Weltspitze turnt.
Hinter diesem Erfolg steht Trainer Johannes Belovencev, der mit dieser Leistung seiner Athletinnen eindrucksvoll gezeigt hat, welche Qualität in seiner Arbeit steckt.
Doch trotz dieser historischen Wertung bleiben Hellwig, Reul und Strohhecker bodenständig. Die drei Aushängeschilder des deutschen Verbandes und der Eintracht Frankfurt wissen: Ein Finale beginnt immer bei Null. Von Medaillen zu träumen oder gar darüber zu sprechen, kommt für sie derzeit nicht infrage.
Als vorletzte Formation werden sie im morgigen Finale auf die 12×12 Meter große World-Cup-Bühne im erneut ausverkauften Complexo Municipal de Ginástica da Maia als Zweitplatzierte der Qualifikation treten – direkt nach den Qualisiegerinnen Zeyniyeva / Bashiri / Rashidova aus Aserbaidschan.
Eines steht schon jetzt fest: Egal, wie das Finale ausgeht – Ihr habt Eindruck hinterlassen. Gleich bei Eurem ersten World-Cup habt ihr das Tor zur Weltspitze weit aufgestoßen.
Das deutsche Damenpaar zeigte trotz einer weniger optimal verlaufenden Dynamik-Übung Kämpferqualitäten. Mira Spieß und Charlotte Kallai waren mit ihrer Dynamik-Übung alles andere als zufrieden. Doch dank ihrer starken Leistung am ersten Wettkampftag reichte es am Ende dennoch für einen Platz unter den besten sechs Formationen – und damit für den Finaleinzug.
Für die beiden heißt es nun: Mund abputzen, Krönchen richten. Im Finale beginnt alles wieder von vorn. Als jüngste Formation des gesamten World Cups können sie trotzdem wertvolle Erfahrungen sammeln – und jede Übung wird sie weiter nach vorne bringen.
Auch im Herrenpaar-Wettbewerb wird Deutschland Präsenz im Finale zeigen. Filip Dietze und Maximilian Rau mussten nach ihrem starken dritten Platz vom ersten Wettkampftag zwar einige Positionen abgeben. Doch das lag weniger an einer schwächeren eigenen Leistung, sondern vielmehr daran, dass insbesondere die russischen Formationen am zweiten Tag noch einmal deutlich zulegen konnten.
Trotzdem: Auch wenn in der Balance-Übung ein wenig Sand im Getriebe zu spüren war, haben beide ihr großes Ziel erreicht – den Einzug ins Finale.
Der zweite Wettkampftag in Maia hat damit eines deutlich gemacht: Die deutsche Sportakrobatik bewegt sich auf einem Weg, der klar Richtung Weltspitze führt. Morgen wartet das Finale. Und eine Bühne, auf der wieder alles möglich ist.
Unsere Startzeiten für das FINALE:
🇩🇪17:09 Uhr 🇵🇹 16:09 Uhr Filip Dietze und Maximilian Rau
🇩🇪17:39 Uhr 🇵🇹1 6:39 Uhr Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker
🇩🇪18:04 Uhr 🇵🇹 17:04 Uhr Mira Spieß und Charlotte Kallai
Schon während des Tages wurde deutlich, dass dieser Tag für die deutsche Sportakrobatik in Erinnerung bleiben könnte. Als das Damenpaar Mira Spieß und Charlotte Kallai nach ihrer Balance-Übung die Matte verließ, verabschiedete Moderator und World-Games-Ansager Nils Daniel das deutsche Duo mit besonderen Worten: als jüngste Formation des Feldes – und als Athletinnen, die hier in Maia ihren allerersten World-Cup-Auftritt bestreiten.
Doch was zunächst wie eine freundliche Einordnung klang, entwickelte sich im Verlauf des World-Cups zu einer echten Erfolgsgeschichte.
Denn nicht nur Spieß/Kallai betreten beim FIG Acrobatic Gymnastics World Cup Maia erstmals die internationale World-Cup-Bühne. Gleich drei deutsche Formationen sammeln in Portugal ihre ersten Erfahrungen auf diesem Niveau: das Damenpaar Mira Spieß / Charlotte Kallai, die Damengruppe Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker sowie das Herrenpaar Filip Dietze und Maximilian Rau.
Und alle drei hinterlassen bereits nach dem ersten Wettkampftag einen mehr als bleibenden Eindruck – man könnte sogar sagen: Sie setzen ein deutliches Ausrufezeichen.
Noch nie zuvor haben diese Formationen im sprichwörtlichen „Teich der Großen“ mitgemischt. Umso bemerkenswerter ist der Blick auf das Ranking nach der ersten Übung: Zwei sechste Plätze – und ein sensationeller dritter Rang.
Beim ersten Blick auf die Ergebnisliste muss man fast zweimal hinschauen. Ist das wirklich richtig? Ja.
Filip Dietze und Maximilian Rau liegen nach ihrer ersten Übung tatsächlich auf dem Bronze-Rang – vor den extrem starken Formationen aus der Ukraine und Russland. Chapeau, Männer!
Doch trotz dieses beeindruckenden Auftakts bleibt das deutsche Team bemerkenswert bodenständig. Das Trainerteam und die Athleten wissen, dass der Wettkampf noch lange nicht entschieden ist. Wie das Team berichtet, richtet sich der Blick bereits auf die nächste Aufgabe: die zweite Übung am Samstag.
Dort gilt es, weitere Pluspunkte für Deutschland zu sammeln.
Genau darum geht es der gesamten Mannschaft in Maia: Deutschland auf internationaler Bühne positiv zu präsentieren – auf der Matte ebenso wie daneben !
Auch Kampfrichter Felix Hohmann, der heute bei den Herren- und Mixedpaaren (Technik & Artistik) im Einsatz war, zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt der deutschen Equipe – sah jedoch gleichzeitig noch Entwicklungspotenzial.
„Gerade beim Damenpaar und bei der Damengruppe ist noch Luft nach oben. Wenn wir in den nächsten Monaten an der einen oder anderen Stellschraube drehen, wer weiß, was dann noch möglich ist. Trotz einiger kleinerer Fehler sind die Wertungen schon richtig gut !“
Unterm Strich bleibt ein fantastischer erster Wettkampftag für die deutsche Mannschaft in Maia. Am morgigen Samstag wird die Equipe erneut alles in die Waagschale werfen – mit dem klaren Ziel, sich für die Finals am Sonntag zu qualifizieren und Deutschland dort zu vertreten.
Die ersten Zeichen sind gesetzt. Und sie sind mehr als vielversprechend.
Startzeiten für den morgigen Samstag:
🇵🇹16:19 Uhr 🇩🇪 17:19 Uhr – Filip Dietze und Maximilian Rau_Balance
🇵🇹16:41 Uhr 🇩🇪 17:41 Uhr – Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker_Dynamik
🇵🇹17:35 Uhr 🇩🇪 18:35 Uhr – Mira Spieß und Charlotte Kallai_Dynamik
Beim FIG World-Cup im portugiesischen Maia ist die deutsche Delegation nicht nur sportlich vertreten, sondern auch auf organisatorischer und internationaler Ebene hervorragend aufgestellt. Zwei Persönlichkeiten prägen dabei in diesen Tagen das Bild Deutschlands besonders: Felix Hohmann als internationaler Kampfrichter sowie Johannes Belovencev als Coach der deutschen Damengruppe. Beide gehören der Eintracht Frankfurt an und leisten hier vor Ort einen bemerkenswerten Beitrag für den deutschen Verband.
Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement sich die beiden um die deutschen Belange kümmern und wie positiv sie unseren Verband sowie unsere Sportler nach außen vertreten. Dabei gehen sie nicht nur aktiv auf wichtige Persönlichkeiten des internationalen Turngeschehens zu – Trainer, Kampfrichter, Funktionäre und auch politische Vertreter suchen immer wieder selbst das Gespräch mit ihnen. Das zeigt, welchen Stellenwert und welches Vertrauen sich beide bereits in der internationalen Szene erarbeitet haben.
Felix Hohmann und Johannes Belovencev leisten hier in Maia hervorragende Arbeit für Deutschland. In vielen Gesprächen wird deutlich, dass wir inzwischen nicht nur sportlich auf Augenhöhe angekommen sind, sondern auch unsere fachliche Expertise gefragt ist. Besonders eindrucksvoll zeigte sich das auch beim gestrigen Runden Tisch im Rathaus von Maia, bei dem beide immer wieder gezielt nach ihrer Meinung und ihren Ideen von Marco Pallela (FIG) gefragt wurden.
Für mich persönlich, in meiner Rolle als Head of Delegation, ist es äußerst beeindruckend zu beobachten, über welche Kontakte und welches Netzwerk die beiden – trotz ihres vergleichsweise jungen Alters – bereits verfügen. Diese Entwicklung kommt natürlich nicht von ungefähr.
Beide können bereits auf bemerkenswerte sportliche und organisatorische Laufbahnen zurückblicken.
Johannes Belovencev bringt neben seiner praktischen Trainerarbeit auch eine fundierte akademische Ausbildung mit. Er absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium im Lehramt für Sport und Englisch an der Deutschen Sporthochschule Köln sowie der Universität zu Köln. Zusätzlich schloss er das Diplomtrainerstudium an der Trainerakademie Köln ab. Sein Blick über den nationalen Tellerrand hinaus zeigt sich auch in zahlreichen internationalen Trainingsaufenthalten. So sammelte er unter anderem Erfahrungen bei Excel Gymnastics in Dublin (Irland), beim UEG-Trainingscamp in Kranevo (Bulgarien) sowie beim Acro Club de Maia in Portugal unter Lourenço França. Weitere Stationen führten ihn nach Gent (Belgien) zu Sergey Tretyakov, nach Los Angeles (USA) zu Realis Gym unter Youri Vorobyev sowie nach Valencia (Spanien) zum Dinamic Acro Club bei Violetta Gimenez Ninoles. Durch diese internationalen Kontakte verfügt Johannes heute über ein beeindruckendes Netzwerk – insbesondere in osteuropäischen Ländern sowie an der amerikanischen Westküste. Neben Deutsch spricht er fließend Englisch und verfügt zudem über Russischkenntnisse. Der DSAB förderte die o.a. Ausbildung/Studium von Johannes Belovencev mit einem fünfstelligen Eurobetrag, um ihn zukunftsorientiert in eine tragende Rolle im Verband zu positionieren. Vielleicht schon mit der Unterstützung der Landesverbände bei der nächsten Delegiertenversammlung 2027 in Frankfurt.
Ganz ähnliche Voraussetzungen findet man auch bei Felix Hohmann wieder! Der gebürtige Hesse bringt neben seiner Tätigkeit als internationaler Kampfrichter eine vielseitige berufliche Laufbahn mit. Nach seinem Studium zum Wirtschaftsjuristen in Frankfurt führte ihn sein beruflicher Weg zunächst in die Wirtschaftsprüfung, bevor er in den Bereich Private Banking und Wealth Management wechselte und dort bei verschiedenen Banken tätig war. Bereits während seines Studiums sammelte er internationale Erfahrungen bei einem Auslandssemester in St. Petersburg, wo er Kontakte zu verschiedenen Trainern knüpfen konnte und erste Russischkenntnisse erwarb.
Ich persönlich bin mittlerweile ein großer Fan dieser beiden Persönlichkeiten. Genau solche Menschen brauchen wir für die deutsche Sportakrobatik – engagiert, kompetent und mit dem Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Menschen, die neben ihren eigenen Interessen immer auch das große Ganze im Auge behalten und damit unseren Verband und unser Land hervorragend vertreten.
Beim World Cup der Sportakrobatik im portugiesischen Maia (Porto) steht für das deutsche Team ein besonderer Moment bevor. Mit drei Formationen ist der Deutsche Sportakrobatik Bund vertreten – und für alle beteiligten Athletinnen und Athleten samt ihrer Trainer wird es der erste Start bei einem World Cup sein.
Deutschland reiste bereits am Mittwoch mit einem motivierten Team nach Portugal und möchte sich in einem hochklassig besetzten internationalen Feld bestmöglich präsentieren. Bereits im Vorfeld wurde über die deutschen Sportakrobaten berichtet, die nun vor Ort ihre letzten Vorbereitungen für den Wettkampf absolvierten.
Zum deutschen Aufgebot gehören das Damen-Trio Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker von der Eintracht Frankfurt, das Herrenpaar Flip Dietze und Maximilian Rau von der TuS Hellersdorf sowie das Damenpaar Mira Spieß und Charlotte Kallai vom TSR Olympia Wilhelmshaven. Betreut werden die Formationen von den Coaches Johannes Belovencev, Tom Mädler und Silke Spieß.
Nach der gestrigen Ankunft in Portugal absolvierte das deutsche Team bereits die erste Trainingseinheit gemeinsam mit internationalen Formationen aus Estland, Finnland und Aserbaidschan. Mit dem am heutigen Tag an- bzw. abschließenden Podiumstraining nimmt die Vorbereitung auf den World Cup nun weiter Fahrt auf.
Schon in den Trainingseinheiten wird deutlich, auf welch hohem Niveau sich das Teilnehmerfeld bewegt. Nationen wie die USA, Belarus, Russland und Portugal präsentieren Sportakrobatik auf internationaler Spitzenebene – und mittendrin die deutschen Formationen, die sich auf ihre ersten Auftritte auf dieser großen Bühne vorbereiten.
Nicht vertreten ist die Nationalmannschaft aus Israel. Aufgrund der weiterhin angespannten Lage im Nahen Osten konnte das Team die Reise nach Portugal nicht antreten. Für den Wettbewerb bedeutet dies einen sportlich spürbaren Verlust, da Israel in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den stärkeren Nationen im World-Cup-Teilnehmerfeld zählte.
Trotz des frühen Zeitpunkts in der Saison gehen die deutschen Starter nicht ohne Ambitionen in den morgigen World Cup. Ziel wird es sein, die Leistungen stabil auf die Matte zu bringen und Deutschland im internationalen Vergleich bestmöglich zu vertreten.
Bundestrainer Igor Blintsov kann beim Wettbewerb leider nicht vor Ort sein. Unterstützung erhält das Team durch den internationalen Kampfrichter Felix Hohmann von der Eintracht Frankfurt, der sich nach dem Podiumstraining ausführlich Zeit nahm, gemeinsam mit Athletinnen, Athleten und Trainern die Übungen zu analysieren und wertvolle Hinweise für den Wettkampf zu geben.
Für das deutsche Team geht damit bereits jetzt ein sportlicher Traum in Erfüllung – der erste gemeinsame Auftritt auf der großen Bühne eines World Cups. Die Qualifikationswettkämpfe finden am Freitag und Samstag statt, die Finals sind für Sonntag angesetzt.
Die Startzeiten für den morgigen Freitag (Deutsche Zeit):
17:19 Uhr – Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker
Mit dem Auftakt der FIG World-Cup-Serie 2026 beginnt für die deutsche Sportakrobatik die internationale Wettkampfsaison. Der erste World Cup findet im portugiesischen Maia bei Porto statt. Die deutsche Nationalmannschaft wird dort mit drei Formationen vertreten sein.
Die Abreise der Delegation erfolgt am kommenden Mittwoch von den Flughäfen Berlin, Frankfurt und Amsterdam. Die Ankunft in Porto ist für die Mittagsstunden vorgesehen. Bereits am Anreisetag steht um 14:00 Uhr das erste offizielle Training gemeinsam mit weiteren internationalen Delegationen aus Finnland, Aserbaidschan sowie Estland auf dem Programm.
Die Deutschen Formationen im Überblick
Senioren Damengruppe Kira Hellwig – Fiona Reul – Alisée Strohhecker Trainer: Johannes Belovencev
Herrenpaar Filip Dietze – Maximilian Rau Trainer: Tom Mädler
Damenpaar Mira Spieß – Charlotte Kallai Trainerin: Silke Spieß
Als Head of Delegation begleitet Timo Spieß als Vertreter des DSAB die Mannschaft. Felix Hohmann von der Eintracht Frankfurt ist als Kampfrichter (Lizenzstufe 3) für Deutschland im Einsatz.
Im Vorfeld des World Cups nahmen die drei nominierten Formationen an einem zentralen Bundeskaderlehrgang im Bundesleistungszentrum Frankfurt teil. Unter der Leitung von Bundestrainer Igor Blintsov standen neben der Stabilisierung der bestehenden Wettkampfübungen insbesondere die technische Weiterentwicklung neuer Elemente sowie der strategische Aufbau international wettbewerbsfähiger Programme für die Saison 2026 im Fokus.
Am Rande des Lehrgangs zeigte sich Bundestrainer Igor Blintsov mit der aktuellen Form seiner Schützlinge zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison sehr zufrieden: „Für uns geht es um ein gutes Entrée in die internationale Saison. Jetzt heißt es, sich zu zeigen, sicher und möglichst fehlerfrei durch die einzelnen Übungen zu kommen und insgesamt einen positiven Eindruck im Hinblick auf die WM im September zu hinterlassen.“
Der World Cup in Maia stellt für die deutschen Formationen den ersten internationalen Wettkampf des Jahres dar. Angesichts eines hochklassigen Teilnehmerfeldes dient der Start vor allem der sportlichen Standortbestimmung sowie dem Sammeln wertvoller internationaler Wettkampferfahrung.
Nach der Herabstufung Deutschlands in Cluster 2 im Anschluss an die World Games 2025 sind Athletinnen, Athleten und Trainer in dieser Saison mit besonderen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen konfrontiert, da internationale Einsätze eigenständig finanziert werden müssen.
Ungeachtet dessen blickt die deutsche Delegation geschlossen und motiviert auf den Auftakt der World-Cup-Serie. Ziel ist es, die sportliche Entwicklung aller Formationen konsequent voranzutreiben und sich im internationalen Vergleich erfolgreich zu positionieren – mit Blick auf die weiteren Höhepunkte der Saison 2026.