Drei deutsche Formationen auf Podiumskurs – weitere Teams dicht dahinter. Ein Auftakt, der Mut macht, aber noch lange keine Entscheidungen bringt. Damit durfte man nicht unbedingt rechnen. Und doch steht Deutschland nach dem ersten großen Wettkampftag der Weltmeisterschaften gleich mehrfach ganz vorne in den Ergebnislisten.
Die deutschen Formationen haben in Pesaro einen beeindruckenden Start hingelegt. Konzentriert, sicher und mit sichtbar großem Selbstvertrauen präsentierten alle deutsche Formationen ihre Übungen – und belohnten sich dafür mit starken Platzierungen.
Dreimal steht Deutschland aktuell auf einem Podiumsplatz.
Bei den Juniorinnen-Paaren turnten sich Nona Kara und Johanna Schoene mit 28,100 Punkten auf Rang drei. Nur zwei Zehntel trennen das deutsche Duo von der Spitze.
Noch näher an der Führung liegen Neele Janson, Alisa Marahtanova und Malika Strack. Ihre Dynamische Übung wurde mit 28,000 Punkten bewertet – Rang zwei und gerade einmal 0,100 Punkte hinter Platz eins.
Auch bei den Youth Mixed Pairs gab es Grund zum Jubeln: Nils Hoffmann und Sofia Kirizoglou erreichten mit 26,860 Punkten Rang vier.
Und Deutschland ist noch längst nicht fertig
Auch die weiteren deutschen Formationen präsentierten sich stark.
Tony und Jonny Herrmann liegen bei den Youth Men’s Pairs nach ihrer Balance-Übung mit 26,340 Punkten ebenfalls auf Rang vier. Das Podium ist damit in unmittelbarer Reichweite.
Bei den Junioren-Gruppen erreichten Finia Falch, Kay Klotz und Leni Tschutschupalow mit 27,750 Punkten Rang fünf.
Alena Kemling und Viktoria Kurtovic belegten bei den Junioren-Paaren mit 27,210 Punkten Rang neun, während Lewis Gröllich und Milena Lalkov bei den Junioren Mixed Paaren mit 26,600 Punkten auf Rang zwölf liegen.
In Pesaro entscheiden Zehntelpunkte.
Ein Auftakt, der Mut macht !
Für Bundestrainer Igor Blintsov ist dieser Tag deshalb vor allem eines: ein Grund zur Freude. Er zeigt sich begeistert von den Leistungen seiner Schützlinge – will die Ergebnisse aber bewusst nicht zu hoch hängen. Denn bei aller Euphorie weiß das deutsche Team: Die Weltmeisterschaft ist noch lange nicht entschieden. „Wir haben gerade erst die erste Halbzeit gespielt“, lautet die treffende Einordnung des Bundestrainers. Und genau so soll die Mannschaft den weiteren Wettkampf angehen. Die erste Halbzeit ist gespielt. Aber es gibt noch eine zweite. Vielleicht sogar eine Verlängerung!
Jetzt heißt es deshalb: durchatmen, den gelungenen Auftakt genießen und dann den Fokus wieder auf die nächste Übung richten. Denn noch werden keine Medaillen verteilt. Aber eines hat dieser erste Wettkampftag eindrucksvoll gezeigt:
Deutschland kann in Pesaro mit der internationalen Spitze mithalten.
Drei Podiumsplätze, weitere Formationen in unmittelbarer Schlagdistanz – und noch viel Wettkampf vor sich.
Der Weg ist noch weit. Aber der erste Schritt ist richtig gut gelungen.
🇩🇪 Gut wie nie ! GERMANY! 🇩🇪
- Kara / Schöne – Rang 3 – 28,100 Punkte
- Janson / Marahtanova / Strack – Rang 2, – 28,000 Punkte
- Hoffmann / Kirizoglou – Rang 4 – 26,860 Punkte
- Herrmann / Herrmann – Rang 4 – 26,340 Punkte
- Falch / Klotz / Tschutschupalow – Rang 5 – 27,750 Punkte
- Kemling / Kurtovic – Rang 9 – 27,210 Punkte
- Gröllich / Lalkov – Rang 12 – 26,600 Punkte




































