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Wechselbad der Gefühle

Deutsche Sportakrobatik setzt beim World Cup in Maia ein Ausrufezeichen

Der zweite Wettkampftag beim FIG Acrobatic Gymnastics World Cup im portugiesischen Maia hielt für die deutsche Sportakrobatik alles bereit, was den Hochleistungssport ausmacht: Momente des Triumphs, kleine Rückschläge – und vor allem große Zeichen dafür, dass Deutschland in der Weltspitze angekommen ist.

Allen voran sorgte die Damengruppe der Eintracht Frankfurt mit Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker für einen Auftritt, der in Erinnerung bleiben wird. Mit ihrer Dynamik-Übung turnten die drei Frankfurterinnen unter den Augen von rund 2.000 Zuschauern eine Wertung von 28.360 Punkten heraus. Eine Zahl, die Gewicht hat: Es ist nicht nur die höchste Wertung aller Damengruppen an diesem Wettkampftag, sondern auch eine der höchsten Wertungen, die jemals von einer deutschen Formation auf diesem internationalen Niveau erreicht wurde.

Schon allein mit dieser Qualifikation haben die drei Athletinnen ihre ganz eigene Duftmarke in der Weltelite gesetzt. Es war ein Auftritt voller Energie, Präzision und Selbstvertrauen – ein Moment, in dem sichtbar wurde, wie nah die deutsche Sportakrobatik an der Weltspitze turnt.

Hinter diesem Erfolg steht Trainer Johannes Belovencev, der mit dieser Leistung seiner Athletinnen eindrucksvoll gezeigt hat, welche Qualität in seiner Arbeit steckt.

Doch trotz dieser historischen Wertung bleiben Hellwig, Reul und Strohhecker bodenständig. Die drei Aushängeschilder des deutschen Verbandes und der Eintracht Frankfurt wissen: Ein Finale beginnt immer bei Null. Von Medaillen zu träumen oder gar darüber zu sprechen, kommt für sie derzeit nicht infrage.

Als vorletzte Formation werden sie im morgigen Finale auf die 12×12 Meter große World-Cup-Bühne im erneut ausverkauften Complexo Municipal de Ginástica da Maia als Zweitplatzierte der Qualifikation treten – direkt nach den Qualisiegerinnen Zeyniyeva / Bashiri / Rashidova aus Aserbaidschan.

Eines steht schon jetzt fest: Egal, wie das Finale ausgeht – Ihr habt Eindruck hinterlassen. Gleich bei Eurem ersten World-Cup habt ihr das Tor zur Weltspitze weit aufgestoßen.

Das deutsche Damenpaar zeigte trotz einer weniger optimal verlaufenden Dynamik-Übung Kämpferqualitäten. Mira Spieß und Charlotte Kallai waren mit ihrer Dynamik-Übung alles andere als zufrieden. Doch dank ihrer starken Leistung am ersten Wettkampftag reichte es am Ende dennoch für einen Platz unter den besten sechs Formationen – und damit für den Finaleinzug.

Für die beiden heißt es nun: Mund abputzen, Krönchen richten. Im Finale beginnt alles wieder von vorn. Als jüngste Formation des gesamten World Cups können sie trotzdem wertvolle Erfahrungen sammeln – und jede Übung wird sie weiter nach vorne bringen.

Auch im Herrenpaar-Wettbewerb wird Deutschland Präsenz im Finale zeigen. Filip Dietze und Maximilian Rau mussten nach ihrem starken dritten Platz vom ersten Wettkampftag zwar einige Positionen abgeben. Doch das lag weniger an einer schwächeren eigenen Leistung, sondern vielmehr daran, dass insbesondere die russischen Formationen am zweiten Tag noch einmal deutlich zulegen konnten.

Trotzdem: Auch wenn in der Balance-Übung ein wenig Sand im Getriebe zu spüren war, haben beide ihr großes Ziel erreicht – den Einzug ins Finale.

Der zweite Wettkampftag in Maia hat damit eines deutlich gemacht:
Die deutsche Sportakrobatik bewegt sich auf einem Weg, der klar Richtung Weltspitze führt. Morgen wartet das Finale. Und eine Bühne, auf der wieder alles möglich ist.

Unsere Startzeiten für das FINALE:

🇩🇪17:09 Uhr 🇵🇹 16:09 Uhr Filip Dietze und Maximilian Rau

🇩🇪17:39 Uhr 🇵🇹1 6:39 Uhr Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker

🇩🇪18:04 Uhr 🇵🇹 17:04 Uhr Mira Spieß und Charlotte Kallai

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Starker Auftakt der deutschen Equipe

Schon während des Tages wurde deutlich, dass dieser Tag für die deutsche Sportakrobatik in Erinnerung bleiben könnte. Als das Damenpaar Mira Spieß und Charlotte Kallai nach ihrer Balance-Übung die Matte verließ, verabschiedete Moderator und World-Games-Ansager Nils Daniel das deutsche Duo mit besonderen Worten: als jüngste Formation des Feldes – und als Athletinnen, die hier in Maia ihren allerersten World-Cup-Auftritt bestreiten.

Doch was zunächst wie eine freundliche Einordnung klang, entwickelte sich im Verlauf des World-Cups zu einer echten Erfolgsgeschichte.

Denn nicht nur Spieß/Kallai betreten beim FIG Acrobatic Gymnastics World Cup Maia erstmals die internationale World-Cup-Bühne. Gleich drei deutsche Formationen sammeln in Portugal ihre ersten Erfahrungen auf diesem Niveau: das Damenpaar Mira Spieß / Charlotte Kallai, die Damengruppe Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker sowie das Herrenpaar Filip Dietze und Maximilian Rau.

Und alle drei hinterlassen bereits nach dem ersten Wettkampftag einen mehr als bleibenden Eindruck – man könnte sogar sagen: Sie setzen ein deutliches Ausrufezeichen.

Noch nie zuvor haben diese Formationen im sprichwörtlichen „Teich der Großen“ mitgemischt. Umso bemerkenswerter ist der Blick auf das Ranking nach der ersten Übung: Zwei sechste Plätze – und ein sensationeller dritter Rang.

Beim ersten Blick auf die Ergebnisliste muss man fast zweimal hinschauen. Ist das wirklich richtig? Ja.

Filip Dietze und Maximilian Rau liegen nach ihrer ersten Übung tatsächlich auf dem Bronze-Rang – vor den extrem starken Formationen aus der Ukraine und Russland. Chapeau, Männer!

Doch trotz dieses beeindruckenden Auftakts bleibt das deutsche Team bemerkenswert bodenständig. Das Trainerteam und die Athleten wissen, dass der Wettkampf noch lange nicht entschieden ist. Wie das Team berichtet, richtet sich der Blick bereits auf die nächste Aufgabe: die zweite Übung am Samstag.

Dort gilt es, weitere Pluspunkte für Deutschland zu sammeln.

Genau darum geht es der gesamten Mannschaft in Maia: Deutschland auf internationaler Bühne positiv zu präsentieren – auf der Matte ebenso wie daneben !

Auch Kampfrichter Felix Hohmann, der heute bei den Herren- und Mixedpaaren (Technik & Artistik) im Einsatz war, zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt der deutschen Equipe – sah jedoch gleichzeitig noch Entwicklungspotenzial.

„Gerade beim Damenpaar und bei der Damengruppe ist noch Luft nach oben. Wenn wir in den nächsten Monaten an der einen oder anderen Stellschraube drehen, wer weiß, was dann noch möglich ist. Trotz einiger kleinerer Fehler sind die Wertungen schon richtig gut !“

Unterm Strich bleibt ein fantastischer erster Wettkampftag für die deutsche Mannschaft in Maia. Am morgigen Samstag wird die Equipe erneut alles in die Waagschale werfen – mit dem klaren Ziel, sich für die Finals am Sonntag zu qualifizieren und Deutschland dort zu vertreten.

Die ersten Zeichen sind gesetzt. Und sie sind mehr als vielversprechend. 

Startzeiten für den morgigen Samstag:

🇵🇹16:19 Uhr 🇩🇪 17:19 Uhr – Filip Dietze und Maximilian Rau_Balance

🇵🇹16:41 Uhr 🇩🇪 17:41 Uhr – Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker_Dynamik

🇵🇹17:35 Uhr 🇩🇪 18:35 Uhr – Mira Spieß und Charlotte Kallai_Dynamik

Belovenjev und Hohmann

Hohmann & Belovencev mit Aussenwirkung !

Beim FIG World-Cup im portugiesischen Maia ist die deutsche Delegation nicht nur sportlich vertreten, sondern auch auf organisatorischer und internationaler Ebene hervorragend aufgestellt. Zwei Persönlichkeiten prägen dabei in diesen Tagen das Bild Deutschlands besonders: Felix Hohmann als internationaler Kampfrichter sowie Johannes Belovencev als Coach der deutschen Damengruppe. Beide gehören der Eintracht Frankfurt an und leisten hier vor Ort einen bemerkenswerten Beitrag für den deutschen Verband.

Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchem Engagement sich die beiden um die deutschen Belange kümmern und wie positiv sie unseren Verband sowie unsere Sportler nach außen vertreten. Dabei gehen sie nicht nur aktiv auf wichtige Persönlichkeiten des internationalen Turngeschehens zu – Trainer, Kampfrichter, Funktionäre und auch politische Vertreter suchen immer wieder selbst das Gespräch mit ihnen. Das zeigt, welchen Stellenwert und welches Vertrauen sich beide bereits in der internationalen Szene erarbeitet haben.

Felix Hohmann und Johannes Belovencev leisten hier in Maia hervorragende Arbeit für Deutschland. In vielen Gesprächen wird deutlich, dass wir inzwischen nicht nur sportlich auf Augenhöhe angekommen sind, sondern auch unsere fachliche Expertise gefragt ist. Besonders eindrucksvoll zeigte sich das auch beim gestrigen Runden Tisch im Rathaus von Maia, bei dem beide immer wieder gezielt nach ihrer Meinung und ihren Ideen von Marco Pallela (FIG) gefragt wurden.

Für mich persönlich, in meiner Rolle als Head of Delegation, ist es äußerst beeindruckend zu beobachten, über welche Kontakte und welches Netzwerk die beiden – trotz ihres vergleichsweise jungen Alters – bereits verfügen. Diese Entwicklung kommt natürlich nicht von ungefähr.

Beide können bereits auf bemerkenswerte sportliche und organisatorische Laufbahnen zurückblicken.

Johannes Belovencev bringt neben seiner praktischen Trainerarbeit auch eine fundierte akademische Ausbildung mit. Er absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium im Lehramt für Sport und Englisch an der Deutschen Sporthochschule Köln sowie der Universität zu Köln. Zusätzlich schloss er das Diplomtrainerstudium an der Trainerakademie Köln ab. Sein Blick über den nationalen Tellerrand hinaus zeigt sich auch in zahlreichen internationalen Trainingsaufenthalten. So sammelte er unter anderem Erfahrungen bei Excel Gymnastics in Dublin (Irland), beim UEG-Trainingscamp in Kranevo (Bulgarien) sowie beim Acro Club de Maia in Portugal unter Lourenço França. Weitere Stationen führten ihn nach Gent (Belgien) zu Sergey Tretyakov, nach Los Angeles (USA) zu Realis Gym unter Youri Vorobyev sowie nach Valencia (Spanien) zum Dinamic Acro Club bei Violetta Gimenez Ninoles. Durch diese internationalen Kontakte verfügt Johannes heute über ein beeindruckendes Netzwerk – insbesondere in osteuropäischen Ländern sowie an der amerikanischen Westküste. Neben Deutsch spricht er fließend Englisch und verfügt zudem über Russischkenntnisse. Der DSAB förderte die o.a. Ausbildung/Studium von Johannes Belovencev mit einem fünfstelligen Eurobetrag, um ihn zukunftsorientiert in eine tragende Rolle im Verband zu positionieren. Vielleicht schon mit der Unterstützung der Landesverbände bei der nächsten Delegiertenversammlung 2027 in Frankfurt.

Ganz ähnliche Voraussetzungen findet man auch bei Felix Hohmann wieder! Der gebürtige Hesse bringt neben seiner Tätigkeit als internationaler Kampfrichter eine vielseitige berufliche Laufbahn mit. Nach seinem Studium zum Wirtschaftsjuristen in Frankfurt führte ihn sein beruflicher Weg zunächst in die Wirtschaftsprüfung, bevor er in den Bereich Private Banking und Wealth Management wechselte und dort bei verschiedenen Banken tätig war. Bereits während seines Studiums sammelte er internationale Erfahrungen bei einem Auslandssemester in St. Petersburg, wo er Kontakte zu verschiedenen Trainern knüpfen konnte und erste Russischkenntnisse erwarb.

Ich persönlich bin mittlerweile ein großer Fan dieser beiden Persönlichkeiten. Genau solche Menschen brauchen wir für die deutsche Sportakrobatik – engagiert, kompetent und mit dem Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Menschen, die neben ihren eigenen Interessen immer auch das große Ganze im Auge behalten und damit unseren Verband und unser Land hervorragend vertreten.

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World-Cup in Maia: Deutsches Team vor internationaler Premiere

Beim World Cup der Sportakrobatik im portugiesischen Maia (Porto) steht für das deutsche Team ein besonderer Moment bevor. Mit drei Formationen ist der Deutsche Sportakrobatik Bund vertreten – und für alle beteiligten Athletinnen und Athleten samt ihrer Trainer wird es der erste Start bei einem World Cup sein.

Deutschland reiste bereits am Mittwoch mit einem motivierten Team nach Portugal und möchte sich in einem hochklassig besetzten internationalen Feld bestmöglich präsentieren. Bereits im Vorfeld wurde über die deutschen Sportakrobaten berichtet, die nun vor Ort ihre letzten Vorbereitungen für den Wettkampf absolvierten.

Zum deutschen Aufgebot gehören das Damen-Trio Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker von der Eintracht Frankfurt, das Herrenpaar Flip Dietze und Maximilian Rau von der TuS Hellersdorf sowie das Damenpaar Mira Spieß und Charlotte Kallai vom TSR Olympia Wilhelmshaven. Betreut werden die Formationen von den Coaches Johannes Belovencev, Tom Mädler und Silke Spieß.

Nach der gestrigen Ankunft in Portugal absolvierte das deutsche Team bereits die erste Trainingseinheit gemeinsam mit internationalen Formationen aus Estland, Finnland und Aserbaidschan. Mit dem am heutigen Tag an- bzw. abschließenden Podiumstraining nimmt die Vorbereitung auf den World Cup nun weiter Fahrt auf.

Schon in den Trainingseinheiten wird deutlich, auf welch hohem Niveau sich das Teilnehmerfeld bewegt. Nationen wie die USA, Belarus, Russland und Portugal präsentieren Sportakrobatik auf internationaler Spitzenebene – und mittendrin die deutschen Formationen, die sich auf ihre ersten Auftritte auf dieser großen Bühne vorbereiten.

Nicht vertreten ist die Nationalmannschaft aus Israel. Aufgrund der weiterhin angespannten Lage im Nahen Osten konnte das Team die Reise nach Portugal nicht antreten. Für den Wettbewerb bedeutet dies einen sportlich spürbaren Verlust, da Israel in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den stärkeren Nationen im World-Cup-Teilnehmerfeld zählte.

Trotz des frühen Zeitpunkts in der Saison gehen die deutschen Starter nicht ohne Ambitionen in den morgigen World Cup. Ziel wird es sein, die Leistungen stabil auf die Matte zu bringen und Deutschland im internationalen Vergleich bestmöglich zu vertreten.

Bundestrainer Igor Blintsov kann beim Wettbewerb leider nicht vor Ort sein. Unterstützung erhält das Team durch den internationalen Kampfrichter Felix Hohmann von der Eintracht Frankfurt, der sich nach dem Podiumstraining ausführlich Zeit nahm, gemeinsam mit Athletinnen, Athleten und Trainern die Übungen zu analysieren und wertvolle Hinweise für den Wettkampf zu geben.

Für das deutsche Team geht damit bereits jetzt ein sportlicher Traum in Erfüllung – der erste gemeinsame Auftritt auf der großen Bühne eines World Cups. Die Qualifikationswettkämpfe finden am Freitag und Samstag statt, die Finals sind für Sonntag angesetzt.

Die Startzeiten für den morgigen Freitag (Deutsche Zeit):

17:19 Uhr – Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker

17:47 Uhr – Flip Dietze und Maximilian Rau

18:34 Uhr – Mira Spieß und Charlotte Kallai

Livestream:

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Deutsche Nationalmannschaft startet in die FIG World-Cup-Serie 2026

Mit dem Auftakt der FIG World-Cup-Serie 2026 beginnt für die deutsche Sportakrobatik die internationale Wettkampfsaison. Der erste World Cup findet im portugiesischen Maia bei Porto statt. Die deutsche Nationalmannschaft wird dort mit drei Formationen vertreten sein.

Die Abreise der Delegation erfolgt am kommenden Mittwoch von den Flughäfen Berlin, Frankfurt und Amsterdam. Die Ankunft in Porto ist für die Mittagsstunden vorgesehen. Bereits am Anreisetag steht um 14:00 Uhr das erste offizielle Training gemeinsam mit weiteren internationalen Delegationen aus Finnland, Aserbaidschan sowie Estland auf dem Programm.

Die Deutschen Formationen im Überblick

Senioren Damengruppe
Kira Hellwig – Fiona Reul – Alisée Strohhecker
Trainer: Johannes Belovencev

Herrenpaar
Filip Dietze – Maximilian Rau
Trainer: Tom Mädler

Damenpaar
Mira Spieß – Charlotte Kallai
Trainerin: Silke Spieß

Als Head of Delegation begleitet Timo Spieß als Vertreter des DSAB die Mannschaft. Felix Hohmann von der Eintracht Frankfurt ist als Kampfrichter (Lizenzstufe 3) für Deutschland im Einsatz.

Im Vorfeld des World Cups nahmen die drei nominierten Formationen an einem zentralen Bundeskaderlehrgang im Bundesleistungszentrum Frankfurt teil. Unter der Leitung von Bundestrainer Igor Blintsov standen neben der Stabilisierung der bestehenden Wettkampfübungen insbesondere die technische Weiterentwicklung neuer Elemente sowie der strategische Aufbau international wettbewerbsfähiger Programme für die Saison 2026 im Fokus.

Am Rande des Lehrgangs zeigte sich Bundestrainer Igor Blintsov mit der aktuellen Form seiner Schützlinge zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison sehr zufrieden:
„Für uns geht es um ein gutes Entrée in die internationale Saison. Jetzt heißt es, sich zu zeigen, sicher und möglichst fehlerfrei durch die einzelnen Übungen zu kommen und insgesamt einen positiven Eindruck im Hinblick auf die WM im September zu hinterlassen.“

Der World Cup in Maia stellt für die deutschen Formationen den ersten internationalen Wettkampf des Jahres dar. Angesichts eines hochklassigen Teilnehmerfeldes dient der Start vor allem der sportlichen Standortbestimmung sowie dem Sammeln wertvoller internationaler Wettkampferfahrung.

Nach der Herabstufung Deutschlands in Cluster 2 im Anschluss an die World Games 2025 sind Athletinnen, Athleten und Trainer in dieser Saison mit besonderen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen konfrontiert, da internationale Einsätze eigenständig finanziert werden müssen.

Ungeachtet dessen blickt die deutsche Delegation geschlossen und motiviert auf den Auftakt der World-Cup-Serie. Ziel ist es, die sportliche Entwicklung aller Formationen konsequent voranzutreiben und sich im internationalen Vergleich erfolgreich zu positionieren – mit Blick auf die weiteren Höhepunkte der Saison 2026.

https://www.gymnastics.sport

https://www.maiaacrocup.com

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Sitzung des Technischen Komitees der EC

Vom 20. bis 23. Februar tagte das Technische Komitee der EC Sportakrobatik in Zielona Góra. Die Sitzung konnte dank der freundlichen Genehmigung und hervorragenden Organisation durch den Polski Związek Gimnastyczny sowie die regionalen Partner erfolgreich durchgeführt werden. Als Veranstaltungsort diente das Qubus Hotel Zielona Góra.

An der ersten Sitzung des neu gewählten Technischen Komitees nahmen teil:

  • Melanie Sandres (Präsidentin)
  • Kim Bruggeman (Belgien)
  • Ian de Schoenmaker (Schweiz)
  • Lucilia Rodrigues (Portugal)
  • Eva Mauriceau (Frankreich)
  • Wladislav Ljubimov (Deutschland)
  • Katarzyna Majewska-Kasprzak (Polen)

Ein besonderer Fokus lag aus Sicht des Deutscher Sportakrobatik Bundes auf der aktiven Mitwirkung von Wladislav Ljubimov, der als deutscher Vertreter die Interessen der Sportakrobatik aus Deutschland engagiert in die Gremienarbeit einbrachte und wichtige Impulse für die zukünftige technische Ausrichtung setzte.

Die Sitzung begann mit der Konstituierung des neuen Ausschusses und endete mit einer besonderen Auszeichnung: Katarzyna Majewska-Kasprzak wurde einstimmig zur Vizepräsidentin des Technischen Komitees gewählt.

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Erfolgreicher Abschluss der Trainer-B-Ausbildung 2026

Der Deutscher Sportakrobatik Bund hat am vergangenen Wochenende den Trainer-B-Lehrgang 2026 mit dem abschließenden Prüfungslehrgang erfolgreich beendet. Den Höhepunkt bildeten am Samstagvormittag die theoretische Prüfung sowie im Anschluss die praktischen Lehrproben, in denen die Teilnehmenden ihr umfassendes Fachwissen und ihre methodisch-didaktischen Kompetenzen unter Beweis stellten.

Die Prüfungsergebnisse fielen in allen Bereichen äußerst positiv aus. Sowohl in der Theorie als auch in der Praxis überzeugten die angehenden Trainerinnen und Trainer mit einem hohen fachlichen Niveau, klarer Strukturierung und sicherer methodischer Umsetzung. Besonders die Lehrproben zeichneten sich durch eine präzise Zielsetzung, eine saubere methodische Progression sowie ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit den Sportlerinnen und Sportlern aus. Theorie und Praxis griffen dabei stimmig ineinander und spiegelten eine moderne, kompetenzorientierte Trainingsphilosophie wider.

Das gezeigte Leistungsniveau war in vielen Bereichen vergleichbar mit dem Anspruchsniveau der FIG Academy und unterstreicht die hohe Qualität der Ausbildung im DSAB.


Qualifiziertes Ausbildungsteam als Grundlage des Erfolgs

Die erfolgreiche Durchführung des Lehrgangs ist maßgeblich dem engagierten und fachlich breit aufgestellten Ausbildungsteam zu verdanken. Der Trainer-B-Lehrgang 2026 wurde durchgeführt von:

  • Celine Caro Bauder
  • Johannes Belovencev
  • Felix Hohmann
  • Wladislav Ljubimov
  • Aleksandr Hauk
  • Lisa Hauk
  • Todor Kolev
  • Albert Jung

Über den gesamten Ausbildungszeitraum hinweg vermittelten die Referentinnen und Referenten nicht nur fundiertes sportfachliches Wissen, sondern legten besonderen Wert auf didaktische Qualität, eine kompetenzorientierte Vermittlung, die konsequente Umsetzung von Safe-Sport-Prinzipien sowie eine nachhaltige Leistungsentwicklung im Sinne einer langfristigen Athletinnen- und Athletenentwicklung.


Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen

Folgende Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Trainer-B-Ausbildung 2026 erfolgreich abgeschlossen:

  • Jana Halder
  • Florian Nagel
  • Felicitas Müller-Haberstock
  • Andreas Genze
  • Julia Sefaj
  • Caroline Frick
  • Paulina Haas
  • Jana Semenchenko
  • Sophia Kunder
  • Franziska Jonson
  • Laura Kaiser

Mit dem erfolgreichen Abschluss stehen dem DSAB nun hervorragend qualifizierte Trainerinnen und Trainer zur Verfügung, die die weitere positive Entwicklung des Verbandes aktiv mitgestalten werden. Sie sind bestens vorbereitet, Sportlerinnen und Sportler fachlich kompetent, verantwortungsvoll und entwicklungsorientiert zu begleiten und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Leistungs- und Nachwuchsentwicklung in der deutschen Sportakrobatik zu leisten.


Ausblick

Der Trainer-B-Lehrgang 2026 bestätigt eindrucksvoll den eingeschlagenen Weg des DSAB, konsequent auf eine qualitativ hochwertige, praxisnahe und kompetenzorientierte Trainerausbildung zu setzen. Ziel bleibt es, dieses hohe Ausbildungsniveau gemeinsam mit dem Referententeam kontinuierlich weiterzuentwickeln und auszubauen.

Damit schafft der DSAB die Grundlage, auch künftig Trainerinnen und Trainer auszubilden, die den hohen technischen, pädagogischen und ethischen Anforderungen der Sportakrobatik gerecht werden und die Erfolgsgeschichte des Verbandes nachhaltig fortschreiben.

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Dritter Disziplintrainer für den Norden ?

Norddeutschland als tragende Säule der deutschen Sportakrobatik

Der Norden zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Regionen der deutschen Sportakrobatik. Herausragende Beispiele sind das Oldenburger Duo Laura Karczmarzyk und Leni Ohlsen, das mit mehreren Medaillen bei Europa- und World-Cup-Wettkämpfen zu den erfolgreichsten Formationen in der Verbandsgeschichte gehört, sowie das Wilhelmshavener Herrenpaar Mikko Ueck und Thorne Spieß, das 2023 bei den Europameisterschaften in Varna die Silbermedaille gewann. Auch in der aktuellen Saison zeigt sich die Stärke der Region deutlich: Beim World-Cup im Mai in Burgas (Bulgarien) stammen – mit einer Ausnahme – sämtliche deutschen Senioren-Formationen aus Niedersachsen.

Diese sportlichen Erfolge basieren auf einer über Jahre gewachsenen, engagierten Vereinsarbeit, die insbesondere in Oldenburg, Nordhorn und Wilhelmshaven von hohem ehrenamtlichem Einsatz, fachlicher Kompetenz und einer klaren langfristigen Ausrichtung getragen wird. Gleichzeitig wird deutlich, dass für eine nachhaltige internationale Wettbewerbsfähigkeit gezielte strukturelle Ergänzungen notwendig sind.

Vor diesem Hintergrund setzt der Deutsche Sportakrobatik Bund gezielt weitere Impulse zur Stärkung des Nordens. Der ursprünglich ausschließlich in Schwerin geplante Bundeskaderlehrgang wird geteilt und an zwei Standorten durchgeführt. Neben Schwerin findet ein weiterer Lehrgang in Wilhelmshaven statt.

Darüber hinaus befindet sich DSAB-Sportdirektor Hannes Schenk in Gesprächen mit dem niederländischen Sportakrobatikverband über einen sportlichen Austausch noch vor den anstehenden Weltmeisterschaften. Ziel ist es, insbesondere norddeutschen Formationen zusätzliche internationale Wettkampferfahrung zu ermöglichen und die grenzüberschreitende Vernetzung weiter auszubauen.

Ergänzend prüfen die Verantwortlichen in Wilhelmshaven aktuell die Verpflichtung eines hauptamtlichen Trainers im Zeitraum von März bis September für den nördlichen Standort. Diese Maßnahme soll eine optimale Vorbereitung der Formationen auf die anstehenden World-Cups sowie die Weltmeisterschaften sicherstellen. Entsprechende Gespräche laufen bereits.

Vor dem Hintergrund bundesweiter Strukturüberlegungen im Deutschen Sportakrobatik Bund wird daher über neue Kooperationsmodelle und eine stärkere Vernetzung diskutiert. DSAB-Präsident Stegemann kündigte in diesem Zusammenhang an, das Bundestrainerteam um Bundestrainer Igor Blintsov und seinen beiden Disziplintrainern Petra Vitera und Yves Vander Donckt perspektivisch um einen weiteren hochqualifizierten Trainer erweitern zu wollen. In den norddeutschen Landesverbänden wird diese Ankündigung als wichtiges Signal verstanden, sowohl die leistungsstarken Standorte als auch die strukturelle Entwicklung in der Fläche nachhaltig zu unterstützen.

Die aktuellen Trainingsmaßnahmen, internationalen Erfolge und strukturellen Entscheidungen verdeutlichen: Norddeutschland ist eine tragende Säule der deutschen Sportakrobatik. Mit gezielten Investitionen in den Leistungssport, die Nachwuchsstrukturen und qualifiziertes Personal soll diese erfolgreiche Entwicklung nachhaltig gesichert werden.

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Zwischen Schulstress und Medaillendruck – Leistungsentwicklung am Standort Frankfurt

Die Reportage „Zwischen Schulstress und Medaillendruck: Was junge Athlet*innen täglich leisten müssen“ gibt einen authentischen Einblick in den Alltag junger Leistungssportler*innen der Sportakrobatik. Sie zeigt eindrücklich die Herausforderungen, denen Athlet*innen zwischen schulischen Anforderungen, hohen Trainingsumfängen und dem Leistungsdruck nationaler und internationaler Wettkämpfe begegnen.

Vor diesem Hintergrund kommt der Qualität der sportlichen Strukturen eine zentrale Bedeutung zu. Eintracht Frankfurt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der leistungsstärksten Standorte der deutschen Sportakrobatik entwickelt. Auf Grundlage der sportlichen Erfolge zählt der Verein inzwischen – hinter dem SC Hoyerswerda – zu den erfolgreichsten Sportakrobatikvereinen Deutschlands.

Die Erfolge des Standortes spiegeln sich in zahlreichen Medaillengewinnen bei Deutschen Meisterschaften sowie in der regelmäßigen Teilnahme von Frankfurter Sportakrobaten*innen an Europa- und Weltmeisterschaften wider. Diese Ergebnisse sind Ausdruck einer nachhaltigen und kontinuierlichen Leistungsentwicklung.

Wie die Reportage verdeutlicht, erfordert der Leistungssport eine langfristige und altersgerechte Betreuung. Eintracht Frankfurt verfolgt deshalb einen ganzheitlichen Ansatz über alle Altersgruppen hinweg – von den Nachwuchsbereichen bis zu den Senioren. Sportakrobaten*innen werden über die gesamte sportliche Laufbahn hinweg strukturiert aufgebaut, begleitet und weiterentwickelt.

Ein ganz besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Altersklassen 13–19 Jahre und im Seniorenbereich sowie auf den potentiellen Teilnehmern für die WM 2028 und den World Games 2029 im eigenen Land, die zugleich den Kern der nationalen Kaderstrukturen bilden bzw. perspektivisch bilden sollen. Die professionelle Trainerarbeit stellt sicher, dass sowohl sportliche Leistungsentwicklung als auch Belastungssteuerung und individuelle Entwicklung berücksichtigt werden.

Die hohe sportfachliche Qualität des Standortes durch die hauptamtlichen Trainer Celine Caro-Bauder und Johannes Belovencev zeigt sich auch in seiner Rolle innerhalb der Verbandsarbeit: Eintracht Frankfurt ist etablierter Austragungsort für Bundeskaderlehrgänge und fungiert regelmäßig als Trainingsstandort des Bundestrainers Igor Blintsov und seinem Trainerteam.

Damit leistet Eintracht Frankfurt einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Leistungs- und Kaderentwicklung der deutschen Sportakrobatik. Der Standort steht exemplarisch für die in der Reportage thematisierte Herausforderung, sportliche Spitzenleistungen mit verantwortungsvollen und langfristigen Entwicklungsstrukturen über alle Altersgruppen hinweg zu verbinden.

https://www.youtube.com/watch?v=yOox2A3cq9k

DSAB-aktuell

Zentrale Trainingsmöglichkeiten für Kaderathletinnen und Kaderathleten aus Süddeutschland

Mit der Gründung des Bundesleistungszentrums in Rechberghausen und der Möglichkeit, dort dauerhaft einen DSAB-Trainer einzubinden, wurde ein wichtiger Schritt zur weiteren Professionalisierung der Nachwuchs- und Kaderarbeit im Sportakrobatikbund Deutschland gemacht.

Kaderathletinnen und Kaderathleten haben ab sofort die Möglichkeit, regelmäßig am Training im Bundesleistungszentrum Rechberghausen teilzunehmen. Jeden Samstag von 10:00 bis 13:00 Uhr findet dort ein offenes Kadertraining unter der Leitung von DSAB-Trainer Yves Vander Donckt statt. Nach vorheriger Absprache kann die Trainingszeit bei Bedarf verlängert werden.

Das Angebot versteht sich als sinnvolle Ergänzung zum Heimtraining und bietet optimale Voraussetzungen, Athletinnen und Athleten standortübergreifend weiterzuentwickeln. Der gemeinsame Trainingsbetrieb fördert nicht nur den sportlichen Austausch, sondern ermöglicht auch gegenseitiges Lernen und nachhaltige Leistungssteigerung.

Trainerinnen und Trainer, die mit ihren Kaderathletinnen oder Kaderathleten an diesem Training teilnehmen möchten, werden gebeten, sich rechtzeitig vorab direkt mit Yves Vander Donckt in Verbindung zu setzen:
yves.vander.donckt@sportakrobatikbund.de,
um eine bestmögliche Abstimmung zu gewährleisten.

Grundsätzlich besteht zudem die Möglichkeit, unter der Woche Trainingseinheiten im Bundesleistungszentrum Rechberghausen wahrzunehmen. Diese Einheiten sind jedoch abstimmungspflichtig und sollten frühzeitig koordiniert werden.

Der DSAB möchte alle Trainer, Sportler & Verantwortliche ausdrücklich dazu ermutigen, dieses Angebot aktiv zu nutzen, das Bundesleistungszentrum weiter mit Leben zu füllen und gemeinsam an der Weiterentwicklung unserer Kaderathletinnen und Kaderathleten zu arbeiten.