Im Hinblick auf die Weltmeisterschaften im September im italienischen Pesaro hat der Deutsche Sportakrobatik Bund (DSAB) im Rahmen eines gut besetzten Bundeskaderlehrgangs die Weichen für die kommenden internationalen Aufgaben gestellt. Gleichzeitig richtete sich der Blick bereits perspektivisch auf das Jahr 2028, wenn die Weltmeisterschaften zugleich als Qualifikation für die World Games dienen werden.
Unter der Leitung von Bundestrainer Igor Blintsov arbeiteten die Athletinnen und Athleten gemeinsam mit den beiden Disziplintrainern Petra Vitera und Yves Vander Donckt intensiv an Technik, Ausdruck und Stabilität ihrer Übungen. Die beiden Nachwuchstrainer betreuen insbesondere Formationen im Altersbereich bis 12-18 Jahren. Dennoch wurde während des gesamten Lehrgangs bewusst disziplinübergreifend gearbeitet, sodass alle Kaderathleten vom umfassenden Erfahrungsschatz des gesamten Trainerteams profitieren konnten.
Besondere Akzente setzte zudem der Dresdner Choreograf Michael Tucker. Tucker absolvierte unter anderem ein Ballettstudium in Austin/Texas sowie an der School of American Ballet am Lincoln Center in New York City. Nach Stationen als Erster Solist beim Semperoper Ballett und als Tänzer der Dresden Frankfurt Dance Company ist er heute unter anderem als Choreograf für die Palucca Hochschule für Tanz Dresden und die Semperoper tätig. Sein Masterstudium der Tanzpädagogik an der Palucca Hochschule schloss er 2022 erfolgreich ab.
Unter seiner Anleitung begann das Training am Samstag und Sonntag jeweils mit einer halbstündigen Erwärmung, bei der choreografische Elemente im Mittelpunkt standen. Ergänzt wurde das Programm am Samstag durch ein 30-minütiges Lauftraining im Umfeld der Trainingshalle. Das Tempo gab hierbei Pascal Dressler vor.
Neben den intensiven sportlichen Einheiten bot der Lehrgang auch reichlich Raum für fachlichen Austausch. Sowohl zwischen den DSAB-Trainern als auch mit den Vereinstrainern fanden zahlreiche Gespräche über Trainingsmethodik, Leistungsentwicklung und zukünftige Perspektiven statt. Inhaltlich lag der Schwerpunkt insbesondere auf der Verbesserung bestehender Elemente, der Erarbeitung neuer Schwierigkeiten sowie der Präzision und Sauberkeit choreografischer Anteile innerhalb der Wettkampfübungen.
„Der Lehrgang hat gezeigt, dass wir sowohl im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Pesaro als auch perspektivisch für die kommenden Jahre auf einem sehr guten Weg sind. Besonders wichtig war uns dabei die enge Zusammenarbeit aller Trainer und Athletinnen und Athleten über die einzelnen Disziplinen hinweg. Genau dieser gemeinsame Austausch bringt unsere Sportlerinnen und Sportler auf internationalem Niveau weiter. Wir sehen bei vielen Formationen große Fortschritte – technisch, athletisch und auch im Ausdruck. Gleichzeitig arbeiten wir bereits mit Blick auf 2028 daran, die Grundlagen für eine erfolgreiche Qualifikation zu den World Games zu schaffen. Die Motivation und Professionalität innerhalb des gesamten Kaders stimmen uns dafür sehr optimistisch“, so Bundestrainer Igor Blintsov.




























