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Fünf deutsche Formationen erreichen die Finals – starke World Cup Leistung macht Hoffnung auf die WM

Mit fünf Finalteilnahmen aus sechs gestarteten Formationen hat die deutsche Nationalmannschaft der Sportakrobatik beim World Cup erneut ihre positive Entwicklung unter Beweis gestellt. Nach den Qualifikationswettkämpfen am Freitag und Samstag standen am heutigen Sonntag die Entscheidungen in den Finals an. Auch wenn die Medaillenplätze diesmal noch außer Reichweite blieben, präsentierten sich die deutschen Athletinnen und Athleten kämpferisch und sammelten wertvolle Erfahrungen auf höchstem internationalem Niveau.

Bei den Damenpaaren erreichten beide deutschen Duos das Finale der besten Acht. Lena Börner und Sophia Hermes belegten in einem hochklassig besetzten Teilnehmerfeld den sechsten Platz. Charlotte Kallai und Mira Spieß folgten unmittelbar dahinter auf Rang sieben. Der Sieg ging an das israelische Paar Rony Cohen und Shiraz Sokolovsky vor den Formationen aus Großbritannien und den USA.

Auch die deutschen Damengruppen zeigten starke Leistungen. Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker präsentierten sich ausdrucksstark und sicher und erreichten einen hervorragenden fünften Platz im Finale. Damit bestätigten sie ihre starke Qualifikationsleistung. Die zweite deutsche Damengruppe mit Tia Gazsi, Lotte Troester und Caroline Wieland hatte den Finaleinzug als Zwölfte der Qualifikation knapp verpasst, konnte jedoch wichtige internationale Wettkampferfahrung sammeln. Den Titel sicherte sich die Formation aus Aserbaidschan vor den Individual Neutral Athletes und Großbritannien.

Im Wettbewerb der Herrenpaare standen gleich zwei deutsche Formationen im Finale. Lyven Pascal Strempel und Hannes Woitass belegten einen starken sechsten Rang und bestätigten damit ihre Position unter den besten Herrenpaaren des Wettkampfs. Filip Dietze und Maximilian Rau erreichten Platz sieben. Der Sieg ging an die Brüder Vsevolod und Yaroslav Ossolodkov aus den USA vor den Individual Neutral Athletes und der Ukraine.

Bundestrainer Igor Blintsov zeigte sich nach Abschluss des World Cups zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft:„Fünf Finalteilnahmen sind ein sehr gutes Ergebnis und zeigen, dass wir uns als Mannschaft kontinuierlich weiterentwickeln. Natürlich wollen wir langfristig näher an die Medaillenränge heranrücken, aber wir dürfen nicht vergessen, dass viele unserer Athletinnen und Athleten noch wertvolle internationale Erfahrung sammeln. Entscheidend ist, dass wir als Team geschlossen auftreten, uns von Wettkampf zu Wettkampf steigern und den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen.“

Die World Cup-Serie der vergangenen Monate hat deutlich gemacht, dass sich unter der Leitung von Igor Blintsov eine leistungsstarke und ambitionierte Nationalmannschaft entwickelt hat. Das Team wächst immer enger zusammen und präsentiert sich auf internationaler Bühne zunehmend selbstbewusst. Die zahlreichen Finalplatzierungen bei den verschiedenen World Cup-Stationen sind ein Beleg für die kontinuierliche Arbeit von Athletinnen, Athleten und dem Trainerteam.

Der Blick richtet sich nun bereits auf den Höhepunkt des Jahres: die Weltmeisterschaften im September. Bis dahin bleibt ausreichend Zeit, um an technischen Feinheiten zu arbeiten und den Abstand zur internationalen Spitze weiter zu verkleinern.

„Wir haben in dieser Weltcup-Serie wichtige Erkenntnisse gewonnen und gesehen, woran wir bis zur Weltmeisterschaft noch arbeiten müssen. Gleichzeitig haben unsere Formationen gezeigt, dass sie mit den besten Nationen der Welt mithalten können. Die Motivation im Team ist groß, und wir werden die kommenden Monate intensiv nutzen, um den nächsten Entwicklungsschritt zu machen“, so Blintsov.

Wer die deutsche Delegation bei den Weltmeisterschaften als Head of Delegation, Teammanager und als Trainer*innen begleiten wird, soll in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Sportdirektor Hannes Schenk wird die personelle Aufstellung für den Saisonhöhepunkt zeitnah vorstellen.

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Deutsche Nationalmannschaft bereit für letzten World Cup in Rzeszów

Für die deutsche Nationalmannschaft der Sportakrobatik steht an diesem Wochenende der letzte World Cup der Saison 2026 auf dem Programm. Bereits am gestrigen Mittwoch machte sich die Delegation des Deutschen Sportakrobatik Bundes auf den Weg nach Rzeszów in Polen, wo sich die internationale Weltelite zum abschließenden Wettbewerb der World-Cup-Serie trifft.

Der erste Tag vor Ort stand ganz im Zeichen der Anreise und Akklimatisierung. Die Athletinnen und Athleten nutzten die Gelegenheit zu einem freien Training, um sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen und die letzten Anpassungen an ihre Elemente vorzunehmen. Am heutigen Donnerstag folgt das offizielle Podiumstraining, bei dem die Formationen erstmals auf der Wettkampffläche trainieren können.

Mit dabei ist nahezu das komplette Aufgebot, das Deutschland im September auch bei den Weltmeisterschaften in Pesaro (Italien) vertreten wird. Erst am gestrigen Tag veröffentlichte der Deutsche Sportakrobatik Bund die offiziellen WM-Nominierungen. Die Mannschaft für Rzeszów entspricht dabei nahezu vollständig dem Team, das bei den Weltmeisterschaften die deutschen Farben vertreten wird.

Für Deutschland gehen in Rzeszów an den Start:

Damen-Gruppe – Eintracht Frankfurt

  • Alisee Strohhecker
  • Kira Helwig
  • Fiona Reul

Damen-Gruppe – SC Hoyerswerda

  • Caroline Wieland
  • Lotte Tröster
  • Tia Gazsi

Damen-Paar – VfL Weiße Elf Nordhorn / SC Hoyerswerda

  • Lena Börner
  • Sophia Hermes

Damen-Paar – TSR Olympia Wilhelmshaven

  • Charlotte Kallai
  • Mira Spieß

Herren-Paar – TuS Hellersdorf

  • Filip Dietze
  • Maximilian Rau

Herren-Paar – SC Riesa

  • Hannes Woitass
  • Lyven Strempel

Nicht mit nach Polen reisen konnte hingegen das Mixed-Paar Daniel Blintsov (SC Riesa) und Diana Lust (SV Mergelstetten). Nach der Verletzung von Diana Lust hat sich das Trainerteam um Nina Blintsov bewusst gegen einen Start beim letzten World Cup der Saison entschieden. Stattdessen nutzen die beiden Athleten die verbleibende Zeit für eine intensive und gezielte Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften in Pesaro. Die Gesundheit der Athletin sowie der nachhaltige Leistungsaufbau stehen dabei klar im Vordergrund. Trotz des Verzichts auf den Weltcup gehört das Mixed-Paar weiterhin zum deutschen WM-Aufgebot und richtet den Fokus vollständig auf den Saisonhöhepunkt im September.

Der offizielle Wettkampf beginnt am Freitag um 16:00 Uhr. Den Auftakt aus deutscher Sicht machen die Damenpaare mit ihren Balance-Übungen. Am Samstag folgt dann die zweite Qualifikationsübung, bevor am Sonntag die Finalentscheidungen ausgetragen werden. Für die besten Formationen jeder Kategorie geht es dann um die letzten Medaillen der World-Cup-Serie 2026.

Bundestrainer Igor Blintsov und das gesamte Trainerteam blicken optimistisch auf das bevorstehende Wochenende. Die vergangenen Monate waren geprägt von intensiven Lehrgängen, internationalen Einsätzen und einem anspruchsvollen Qualifikationsprozess für die Weltmeisterschaften. Entsprechend groß ist die Vorfreude, nun noch einmal gegen die internationale Konkurrenz anzutreten.

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MOSTVANTED verlängert Engagement – 1.000 Euro Preisgeld beim 3. Wartburg-Cup 2026

Der Wartburg-Cup setzt auch 2026 ein besonderes Ausrufezeichen für die deutsche Sportakrobatik. Nachdem bereits im vergangenen Jahr erstmals ein Preisgeld ausgelobt wurde, wird dieses erfolgreiche Konzept nun fortgeführt: Die Firma MOSTVANTED stellt erneut ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 1.000 Euro für den 3. Wartburg-Cup am 03. Oktober 2026 in Eisenach zur Verfügung.

Mit diesem Engagement setzt das Unternehmen ein deutliches Zeichen für die Förderung der Sportakrobatik und die Anerkennung herausragender sportlicher Leistungen. In einer Sportart, die von höchster Präzision, Vertrauen, Körperbeherrschung und jahrelanger Trainingsarbeit geprägt ist, stellt die Unterstützung durch Partner wie MOSTVANTED einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Leistungssports dar.

Anerkennung für außergewöhnliche Leistungen

Die deutsche Sportakrobatik hat sich in den vergangenen Jahren international hervorragend entwickelt. Zahlreiche Medaillengewinne bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie stetig steigende sportliche Leistungen belegen die positive Entwicklung der Sportart. Hinter diesen Erfolgen stehen Athletinnen und Athleten, die mit großem Ehrgeiz, Disziplin und Leidenschaft täglich für ihre Ziele arbeiten.

Das erneut ausgelobte Preisgeld soll diese Leistungen würdigen und den Sportlerinnen und Sportlern zusätzliche Wertschätzung entgegenbringen. Gleichzeitig unterstreicht die Initiative die wachsende Aufmerksamkeit, die die Sportakrobatik in Deutschland zunehmend erfährt.

Regional verwurzelt – dem Sport verbunden

Mit MOSTVANTED konnte der Wartburg-Cup erneut einen Partner gewinnen, der eng mit der Region verbunden ist. Das Unternehmen mit Sitz in Krauthausen bei Eisenach hat sich auf individuelle Fahrzeug- und Van-Ausbauten spezialisiert und steht für Qualität, Leidenschaft und maßgeschneiderte Lösungen – Werte, die auch im Leistungssport eine zentrale Rolle spielen.

Dass das Unternehmen sein Engagement bereits zum zweiten Mal fortsetzt, ist ein starkes Signal für die nachhaltige Unterstützung der Sportakrobatik und des Sports in der Region.

Wartburg-Cup als feste Größe im Wettkampfkalender

Der Wartburg-Cup hat sich in den vergangenen Jahren zu einer etablierten Veranstaltung im nationalen Wettkampfkalender entwickelt. Auch 2026 werden zahlreiche Spitzenformationen aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet, um sich in Eisenach miteinander zu messen und den Zuschauerinnen und Zuschauern Sportakrobatik auf höchstem Niveau zu präsentieren.

Die erneute Unterstützung durch MOSTVANTED verleiht der Veranstaltung zusätzliche Strahlkraft und macht deutlich, welches Potenzial in der Zusammenarbeit zwischen Sport und Wirtschaft liegt.

Der Deutsche Sportakrobatik Bund bedankt sich herzlich bei MOSTVANTED für das entgegengebrachte Vertrauen und die erneute Unterstützung. Gemeinsam freuen wir uns auf einen hochklassigen Wettkampf, beeindruckende sportliche Leistungen und einen weiteren erfolgreichen 3. Wartburg-Cup in Eisenach.

Veranstaltungsdaten

3. Wartburg-Cup 2026

https://www.wartburgcup.de

📅 Samstag, 3. Oktober 2026

📍 Eisenach

🏆 Preisgeld: 1.000 Euro

🤝 Sponsor des Preisgeldes: MOSTVANTED

🌐 www.mostvanted.com

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Nominierungen für Pesaro 2026 stehen fest – Deutschlands beste Formationen auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften

Der Deutsche Sportakrobatik Bund e.V. hat die Nominierungen für die internationalen Saisonhöhepunkte im September 2026 bekannt gegeben. Nach intensiven Sichtungen, zahlreichen Wettkämpfen und einer umfassenden Leistungsbewertung haben Bundestrainer Igor Blintsov sowie die Disziplintrainer Petra Vitera und Yves Vander Donckt gemeinsam mit der sportlichen Leitung um Hannes Schenk die Athletinnen und Athleten benannt, die Deutschland bei den World Championships, den World Youth Competitions und den Junior World Championships in Pesaro (Italien) vertreten werden.

Die Entscheidungen waren für das verantwortliche Trainerteam alles andere als einfach. Das hohe Leistungsniveau der deutschen Sportakrobatik führte in vielen Kategorien zu einem engen Rennen um die begehrten Startplätze. Zahlreiche Formationen präsentierten sich während des gesamten Qualifikationsprozesses auf einem starken Niveau und machten die Auswahl zu einer besonderen Herausforderung.

„Die Nominierung für eine Weltmeisterschaft ist das Ergebnis harter Arbeit, großer Disziplin und kontinuierlicher Leistungsentwicklung. Gleichzeitig wissen wir, dass hinter jeder Entscheidung auch Enttäuschungen stehen. Viele Formationen haben sich hervorragend präsentiert und den Verantwortlichen die Wahl nicht leicht gemacht“, betont das Trainerteam.

Für einige Athletinnen und Athleten reichte es in diesem Jahr trotz engagierter Leistungen nicht für eine Berücksichtigung. Die Verantwortlichen möchten jedoch ausdrücklich dazu ermutigen, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Mit den Europameisterschaften 2027 in Pesaro steht bereits das nächste große internationale Ziel am Horizont. Das Trainerteam hofft darauf, dass sich die Formationen, die diesmal noch nicht vollständig überzeugen konnten, erneut der Herausforderung stellen und ihre Entwicklung mit Blick auf die kommenden Qualifikationen fortsetzen.

Gleichzeitig richtet sich der Blick nun auf die nominierten Sportlerinnen und Sportler, die Deutschland im September in Italien vertreten werden. Sie haben sich durch konstante Leistungen, sportliche Qualität und starke Auftritte in den entscheidenden Wettkämpfen empfohlen und werden die deutschen Farben auf der internationalen Bühne repräsentieren.

Nominierung für die World Championships 2026

21.–28. September 2026 | Pesaro, Italien

Damen Gruppe

Eintracht Frankfurt

  • Alisee Strohhecker
  • Kira Helwig
  • Fiona Reul

Damen Gruppe

SC Hoyerswerda

  • Caroline Wieland
  • Lotte Tröster
  • Tia Gazsi

Damen Paar

VfL Weiße Elf Nordhorn / SC Hoyerswerda

  • Lena Börner
  • Sophia Hermes

Damen Paar

TSR Olympia Wilhelmshaven

  • Charlotte Kallai
  • Mira Spieß

Herren Paar

TuS Hellersdorf

  • Filip Dietze
  • Maximilian Rau

Herren Paar

SC Riesa

  • Hannes Woitass
  • Lyven Strempel

Mixed Paar

SC Riesa / SV Mergelstetten

  • Daniel Blintsov
  • Diana Lust

Nominierung für die World Youth Competitions 2026 (Altersklasse 12–18)

14.–21. September 2026 | Pesaro, Italien

Damen Paar

Eintracht Frankfurt

  • Lisa Schinko
  • Anna Dorigatti

Damen Paar

SKG Erbstetten

  • Sara Hitzel
  • Romy Höfgen

Damen Gruppe

MTV Erfurt

  • Magdalene Thiele
  • Henriette Thiele
  • Viktoria Scharonin

Damen Gruppe

SC Rechberghausen

  • Marleen Ruoss
  • Lena Hafner
  • Hannah Walter

Mixed Paar

TSV Grafenau

  • Sofia Kirizoglou
  • Nils Hoffmann

Herren Paar

SAV Schwarzenberg

  • Tony Herrmann
  • Jonny Herrmann

Nominierung für die Junior World Championships 2026 (Altersklasse 13–19)

14.–21. September 2026 | Pesaro, Italien

Damen Paar

SC Hoyerswerda

  • Nona Kara
  • Johanna Schöne

Damen Paar

Eintracht Frankfurt

  • Alena Kemling
  • Viktoria Kurtovic

Damen Gruppe

Eintracht Frankfurt / SV Mergelstetten

  • Leni Tschutschupalow
  • Kay Klotz
  • Finia Falch

Damen Gruppe

KKSV Mainz-Finthen / SG Arheilgen

  • Neele Janson
  • Alisa Marahtanova
  • Malika Strack

Mixed Paar

SC Hoyerswerda

  • Milena Lalkov
  • Lewis Gröllich

Der Deutsche Sportakrobatik Bund gratuliert allen nominierten Athletinnen und Athleten sowie ihren Heimtrainerinnen und Heimtrainern herzlich zu diesem Erfolg. Für die bevorstehenden Weltmeisterschaften in Pesaro wünschen wir eine optimale Vorbereitung, verletzungsfreie Wochen und maximale Erfolge auf internationaler Bühne gegen die Besten der Welt.

Gemeinsam drücken wir unserem Team Deutschland die Daumen! 🇩🇪🤸‍♀️🏆

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Wachablösung an der Spitze – Frankfurt schreibt ein neues Kapitel der deutschen Sportakrobatik

Die Deutschen Meisterschaften 2026 in Göppingen werden als eine der bedeutendsten Meisterschaften der vergangenen Jahrzehnte in Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen der herausragenden Organisation, der beeindruckenden Atmosphäre und des hohen sportlichen Niveaus. Sondern auch, weil sich dort etwas ereignete, das viele lange für kaum vorstellbar gehalten hatten:

Die Vormachtstellung des SC Hoyerswerda ist beendet.

Nach Jahren nahezu unangefochtener Dominanz steht erstmals ein neuer Verein an der Spitze der deutschen Sportakrobatik. Die Eintracht Frankfurt gewann den Medaillenspiegel der Deutschen Meisterschaften 2026 und setzte sich mit 19 Medaillen sowie 49 Punkten vor den langjährigen Branchenprimus aus Hoyerswerda durch, der auf 14 Medaillen und 41 Punkte kam. Dahinter folgte bereits mit deutlichem Abstand Grafenau.

Es ist eine Wachablösung, die sich seit einiger Zeit angekündigt hatte.

Bereits bei den Deutschen Meisterschaften des vergangenen Jahres war zu erkennen gewesen, dass die Frankfurter aufgeschlossen hatten. Während Hoyerswerda über viele Jahre hinweg mit großem Abstand die Maßstäbe setzte, verkürzte die Eintracht den Rückstand Schritt für Schritt. Nun wurde aus der Annäherung ein Führungswechsel.

Und dieser Moment hat Symbolkraft.

Wenn eine Generation übernimmt

Sportlich betrachtet steht dieser Wechsel für weit mehr als nur Zahlen im Medaillenspiegel.

Er erzählt die Geschichte zweier herausragender Programme, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch dasselbe Ziel verfolgen: Spitzenleistungen in der deutschen Sportakrobatik.

Auf der einen Seite steht der SC Hoyerswerda. Über Jahre hinweg geprägt von der Handschrift von Sergej Jeriomkin, dessen Arbeit Generationen deutscher Spitzenathletinnen und -athleten hervorbrachte. Unter seiner Führung entwickelte sich Hoyerswerda zum Maßstab der deutschen Sportakrobatik. Nationale Titel, internationale Erfolge und zahlreiche Nationalkaderathleten machten den Verein zur sportlichen Referenz des Landes.

Auf der anderen Seite steht die Eintracht Frankfurt.

Mit den Trainern Celine Ortiz-Bauder und Johannes Belovencev hat sich dort in den vergangenen Jahren eine neue Kraft entwickelt. Mit modernen Trainingsstrukturen, hoher fachlicher Qualität und einer beeindruckenden Nachwuchsarbeit entstand Schritt für Schritt ein Programm, das inzwischen in nahezu allen Alters- und Leistungsklassen um Medaillen kämpft.

Was sich in Göppingen zeigte, war deshalb auch ein faszinierender Kontrast:

Erfahrung trifft auf Aufbruch. Tradition trifft auf neue Dynamik.

Und genau dieser Wettbewerb hat die deutsche Sportakrobatik stärker gemacht.

Der Erfolg kommt nicht zufällig

Die Frankfurter Dominanz in Göppingen war kein Überraschungserfolg. Sie ist das Ergebnis jahrelanger konsequenter Aufbauarbeit.

Während viele Vereine einzelne Spitzenformationen entwickeln, ist es der Eintracht gelungen, über nahezu alle Altersklassen hinweg leistungsstarke Formationen aufzubauen. Von den Nachwuchskategorien bis in den Spitzenbereich sammelten die Frankfurter Medaillen und wichtige Punkte.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:

  • 19 Medaillen
  • 49 Punkte
  • Platz 1 im Medaillenspiegel

Doch hinter diesen Zahlen stehen unzählige Trainingsstunden, ehrenamtliches Engagement, familiärer Zusammenhalt und eine langfristige sportliche Vision.

Gerade deshalb besitzt dieser Erfolg eine besondere Bedeutung.

Respekt vor einer Ära

Trotz aller Freude über den neuen Spitzenreiter darf dabei eines nicht vergessen werden:

Die Geschichte dieser Meisterschaften ist nicht die Geschichte eines Verlierers.

Der SC Hoyerswerda bleibt eine der erfolgreichsten und prägendsten Institutionen der deutschen Sportakrobatik. Was Sergej Jeriomkin und sein Team über viele Jahre aufgebaut haben, hat die Entwicklung unserer Sportart maßgeblich beeinflusst und zahlreiche Vereine inspiriert.

Große Dynastien verlieren ihre Bedeutung nicht, wenn sie einmal nicht ganz oben stehen.

Sie hinterlassen Spuren.

Und genau deshalb verdient Hoyerswerda an diesem historischen Wochenende nicht weniger Respekt als der neue Tabellenführer.

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Ein Gewinn für die gesamte Sportakrobatik

Vielleicht liegt die größte Bedeutung dieser Wachablösung sogar woanders.

Denn eine Sportart entwickelt sich dann besonders erfolgreich, wenn mehrere leistungsstarke Zentren um die Spitze kämpfen. Wenn Titel nicht vorhersehbar sind. Wenn unterschiedliche Konzepte erfolgreich sein können. Wenn Konkurrenz zu Innovation führt.

Göppingen hat genau das sichtbar gemacht.

Neben Frankfurt und Hoyerswerda präsentierten sich auch Grafenau, Mergelstetten, Dresden, Riesa und zahlreiche weitere Vereine auf höchstem Niveau. Die Leistungsdichte wächst. Die Qualität steigt. Der Wettbewerb wird intensiver.

Für die deutsche Sportakrobatik ist das eine hervorragende Nachricht.

Der Beginn eines neuen Kapitels

Die Deutschen Meisterschaften 2026 werden deshalb nicht nur wegen ihrer perfekten Organisation und ihrer großartigen Atmosphäre in Erinnerung bleiben.

Sie markieren einen Wendepunkt.

Nach Jahren der Dominanz eines Vereins steht erstmals ein neuer Name an der Spitze des deutschen Medaillenspiegels.

Die Eintracht Frankfurt hat Geschichte geschrieben.

Doch vielleicht ist die wichtigste Erkenntnis dieses Wochenendes eine andere:

Nicht Frankfurt hat Hoyerswerda verdrängt.

Sondern die deutsche Sportakrobatik hat insgesamt ein neues Leistungsniveau erreicht.

Und genau darin liegt die eigentliche Botschaft von Göppingen 2026. Eine Botschaft voller Dynamik, voller Perspektiven – und voller Vorfreude auf die kommenden Jahre.

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Mehr als Bewegung: Wie Melanie Wagenblast mit „Friedensplatz & Schutzparken“ neue Maßstäbe im Kinder- und Jugendsport setzt

Wenn Kinder Sport treiben, lernen sie weit mehr als Bewegungsabläufe, Technik oder Wettkampfverhalten. Sie lernen Vertrauen, Verantwortung, Respekt und den Umgang mit ihren eigenen Gefühlen. Genau hier setzt die Arbeit von Melanie Wagenblast an – und eröffnet der Sportakrobatik neue Perspektiven für die Zukunft.

Im bundesweiten Entwicklungsprojekt „Flippi & Flaps“ stehen häufig Bewegung, Nachwuchsgewinnung und die Begeisterung für die Sportakrobatik im Mittelpunkt. Weniger sichtbar, aber von enormer Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung des Projekts, ist die pädagogische Arbeit von Melanie Wagenblast. Mit außergewöhnlichem Engagement, fachlicher Kompetenz und einem feinen Gespür für die Bedürfnisse von Kindern hat sie Konzepte entwickelt, die weit über klassische Sportangebote hinausgehen.

Mit den Modulen „Friedensplatz“ und „Schutzparken“ ist es gelungen, einen innovativen Ansatz zu schaffen, der moderne Erkenntnisse aus Pädagogik, Prävention und Safe Sport mit den besonderen Möglichkeiten der Sportakrobatik verbindet. Entstanden ist ein Konzept, das Kinder nicht nur schützt, sondern sie stärkt, begleitet und in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt.

Von der Idee zur gelebten Praxis

Aus ihren Erfahrungen im Schulalltag und im Vereinssport entwickelte Melanie Wagenblast gemeinsam mit dem Flippi-&-Flaps-Team praxisnahe Methoden, die Kinder darin unterstützen,

  • eigene Gefühle wahrzunehmen und zu benennen,
  • Konflikte respektvoll und friedlich zu lösen,
  • persönliche Grenzen zu erkennen und zu achten,
  • sich selbst zu regulieren,
  • Hilfe einzufordern,
  • Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Im Mittelpunkt steht dabei ein wichtiger Gedanke: Kinderschutz beginnt nicht erst dann, wenn Probleme entstehen. Kinder sollen frühzeitig lernen, sich selbst wahrzunehmen, ihre Bedürfnisse auszudrücken und sicher in sozialen Situationen zu handeln.

Die entwickelten Materialien, Übungen und Reflexionsmethoden geben Trainerinnen und Trainern, Lehrkräften sowie Betreuerinnen und Betreuern konkrete Werkzeuge an die Hand, um eine Kultur des Vertrauens, der Offenheit und der gegenseitigen Wertschätzung aktiv zu gestalten.

Begeisterte Resonanz bei den Deutschen Meisterschaften 2026

Bei den Deutschen Meisterschaften der Sportakrobatik 2026 in Göppingen wurden die Inhalte von „Friedensplatz“ und „Schutzparken“ erstmals einem größeren Fachpublikum vorgestellt.

Die Resonanz war beeindruckend. Fachkräfte aus den Bereichen Pädagogik, Vereinsentwicklung und Safe Sport beschrieben die Konzepte als

  • „außergewöhnlich praxisnah“,
  • „innovativ und einzigartig“,
  • „einen längst überfälligen Beitrag für den Kinder- und Jugendsport“,
  • „ein Konzept, das Kinder nicht nur schützt, sondern nachhaltig stärkt“.

Besonders hervorgehoben wurde die gelungene Verbindung von Prävention, Persönlichkeitsentwicklung und sportlicher Praxis. Viele Beobachter waren sich einig, dass hier ein Ansatz entstanden ist, der in dieser Form im organisierten Sport bislang nur selten zu finden ist.

Schutz beginnt lange vor dem Ernstfall

Während Schutzkonzepte häufig auf Krisenintervention und Reaktion ausgerichtet sind, verfolgt Melanie Wagenblast einen konsequent präventiven Ansatz.

Kinder lernen,

  • ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen,
  • die Grenzen anderer zu respektieren,
  • Gefühle auszudrücken,
  • Konflikte konstruktiv zu lösen,
  • und sich bei Unsicherheiten Unterstützung zu holen.

So entstehen sichere Bewegungs- und Entwicklungsräume, in denen Kinder Vertrauen aufbauen, Selbstwirksamkeit erfahren und ihre Persönlichkeit entfalten können.

Die im Trainerassistent*innen-Handbuch verankerten Inhalte zu respektvoller Kommunikation, Nähe und Distanz, Grenzsetzung und Konfliktlösung zeigen eindrucksvoll, wie Safe Sport im Alltag gelebt werden kann.

Besonders anschaulich wird dieser Ansatz im Modul „Grenzen setzen mit Respekt“. Kinder werden nicht durch Verbote eingeschränkt, sondern durch klare Orientierung, verständliche Regeln und wertschätzende Kommunikation begleitet. Die Grundsätze „Regeln klar benennen“, „Begründen und Verstehen“ sowie „Konsequent bleiben“ schaffen Sicherheit, Vertrauen und Verlässlichkeit.

Ein bedeutender Gewinn für den Deutschen Sportakrobatik Bund

Die Arbeit von Melanie Wagenblast besitzt für den Deutschen Sportakrobatik Bund weit mehr als nur pädagogische Bedeutung. Sie eröffnet dem Verband wichtige Zukunftsperspektiven.

Die entwickelten Konzepte unterstützen den DSAB dabei,

  • Sportakrobatik als moderne Bildungs- und Entwicklungssportart zu positionieren,
  • Safe Sport aktiv und sichtbar umzusetzen,
  • Schulen und Ganztagseinrichtungen als starke Partner zu gewinnen,
  • Vereine bei gesellschaftlichen Herausforderungen zu unterstützen,
  • und die Zukunftsfähigkeit des Verbandes nachhaltig zu stärken.

Gerade die Verbindung aus Bewegung, Persönlichkeitsentwicklung, Prävention und Wertevermittlung entspricht den Anforderungen unserer Zeit und eröffnet neue Möglichkeiten für Kooperationen mit Schulen, Kommunen, Bildungseinrichtungen und Förderinstitutionen.

Dank für außergewöhnliches Engagement

Mit ihrer Kreativität, ihrem pädagogischen Fachwissen und ihrem unermüdlichen Einsatz hat Melanie Wagenblast einen entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung von Flippi & Flaps geleistet.

„Friedensplatz“ und „Schutzparken“ stehen heute beispielhaft für eine moderne Form der Kinder- und Jugendarbeit im Sport. Sie geben Kindern Sicherheit, stärken ihre Persönlichkeit und unterstützen Trainerinnen und Trainer in ihrer täglichen Arbeit.

Die zahlreichen positiven Rückmeldungen aus Schulen, Vereinen und zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften in Göppingen bestätigen eindrucksvoll den Wert dieser Arbeit.

Melanie Wagenblast hat damit einen wichtigen Impuls gesetzt – für Flippi & Flaps, für den Deutschen Sportakrobatik Bund und für einen Kinder- und Jugendsport, der Leistung, Schutz, Bildung und Persönlichkeitsentwicklung gleichermaßen in den Mittelpunkt stellt.

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Göppingen setzt neue Maßstäbe für die Zukunft der Sportakrobatik

Die Deutschen Meisterschaften 2026 in Göppingen waren weit mehr als ein nationaler Sportakrobatikwettkampf! Sie waren ein eindrucksvoller Beweis dafür, welches Potenzial die Sportakrobatik in Deutschland besitzt, wenn sportliche Qualität, professionelle Organisation und eine klare Vision zusammenkommen.

Mit über 440 Athletinnen und Athleten aus rund 60 Vereinen, einer hervorragend vorbereiteten EWS-Arena, begeisterten Zuschauern und einer Atmosphäre, die gleichermaßen Sportler, Trainer, Funktionäre und Gäste überzeugte, wurde in Göppingen ein neuer Maßstab gesetzt. Die erstmals altersübergreifend ausgetragenen Deutschen Meisterschaften entwickelten sich zu einem Fest der gesamten Sportakrobatik-Familie.

Bundestrainer Igor Blintsov sprach von einem „grandiosen Fest für die Sportakrobatik“, das in dieser Form nur schwer zu übertreffen sei. Besonders beeindruckend war dabei nicht nur das sportliche Niveau, sondern die professionelle Gesamtpräsentation unserer Sportart. Von der Wettkampforganisation über die Trainings- und Aufwärmbedingungen bis hin zur Betreuung der Teilnehmer entstand ein Umfeld, in dem sich Leistungssport und Gemeinschaft ideal ergänzten.

Ein Konzept mit Zukunft

Die Veranstaltung in Göppingen knüpfte an die erfolgreichen Deutschen Meisterschaften in Schwerin und Wilhelmshaven zwischen 2013 und 2019 an. Schon damals wurde deutlich, welches Entwicklungspotenzial in professionell organisierten Großveranstaltungen steckt. Göppingen hat diesen Gedanken nun auf ein neues Niveau gehoben und gezeigt, wie moderne Sportakrobatik-Veranstaltungen aussehen können.

Besonders bemerkenswert war die Wirkung nach außen. Die voll besetzten Tribünen, die hochwertige Inszenierung, die mediale Präsenz und die emotionale Atmosphäre sorgten dafür, dass Sportlerinnen und Sportler aller Altersklassen ihre Leistungen vor einer Bühne präsentieren konnten, die ihrer Qualität gerecht wurde.

Viele Beobachter sprachen deshalb von einer „neuen Zeitrechnung“ für die deutsche Sportakrobatik. Die Veranstaltung machte sichtbar, was unsere Sportart auszeichnet: Höchstleistungen, Vertrauen, Teamgeist, Verantwortung und generationsübergreifende Gemeinschaft.

Jetzt ist der Verband gefordert

Der Erfolg von Göppingen darf kein einmaliges Ereignis bleiben. Vielmehr sollte er Ausgangspunkt für eine langfristige Strategie zur Weiterentwicklung nationaler Meisterschaften werden.

Die zentrale Frage lautet nun: Wie gelingt es, dieses erfolgreiche Konzept dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln?

Eine Möglichkeit könnte die Schaffung einer eigenständigen Organisationsstruktur für nationale Großveranstaltungen sein. Ein Blick nach England zeigt, wie erfolgreich ein solcher Weg sein kann. Dort wurde bereits 2014 eine professionelle Gesellschaft gegründet, die sich gezielt um die Vermarktung, Organisation und Weiterentwicklung der Sportakrobatik kümmert. Dadurch konnten Veranstaltungen kontinuierlich professionalisiert und die Sichtbarkeit der Sportart nachhaltig gesteigert werden.

Auch für Deutschland könnte ein vergleichbares Modell eine interessante Perspektive darstellen. Eine zentrale Organisationseinheit würde Know-how bündeln, Standards sichern, Veranstalter unterstützen und langfristige Partnerschaften mit Sponsoren, Medien und Kommunen ermöglichen.

Die Chance nutzen

Göppingen hat eindrucksvoll bewiesen, dass die deutsche Sportakrobatik über engagierte Vereine, kompetente Organisatoren, leistungsstarke Athletinnen und Athleten sowie ein begeisterungsfähiges Publikum verfügt. Die Voraussetzungen für weiteres Wachstum sind vorhanden.

Nun gilt es, die Erfahrungen dieser Meisterschaften zu nutzen und daraus eine nachhaltige Zukunftsstrategie zu entwickeln. Wenn es gelingt, die in Göppingen geschaffenen Standards zu bewahren und weiter auszubauen, kann diese Veranstaltung tatsächlich der Beginn einer neuen Entwicklungsstufe für die deutsche Sportakrobatik sein.

Die Deutschen Meisterschaften in Göppingen waren nicht nur ein sportlicher Erfolg. Sie waren ein Signal für die Zukunft – und ein Auftrag, diesen Weg konsequent weiterzugehen.

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DM in Göppingen: Sportakrobatik-Familie trifft sich zum nationalen Höhepunkt

Wenn sich am kommenden Wochenende die deutsche Sportakrobatik-Familie in Göppingen versammelt, geht es um weit mehr als die Vergabe nationaler Titel. Die Deutschen Meisterschaften 2026 werden zu einem Fest des Sports, der Begegnung und der Begeisterung für die Sportakrobatik.

In der EWS Arena treffen die besten Athletinnen und Athleten Deutschlands aufeinander. Erstmals werden alle Alters- und Leistungsklassen an einem gemeinsamen Meisterschaftswochenende ausgetragen. Von den Nachwuchstalenten der Aspire-Klassen bis hin zu den Spitzenathletinnen und Spitzenathleten der Meisterklasse erwartet die Zuschauer ein Wochenende voller Höchstleistungen, Emotionen und beeindruckender Choreografien.

Die Bühne dafür ist beeindruckend: 440 Sportlerinnen und Sportler aus 60 Vereinen kämpfen um die begehrten Medaillen und Deutschen Meistertitel. Unterstützt werden sie von 119 Trainerinnen und Trainern sowie 67 Kampfrichterinnen und Kampfrichtern. Rund 2.000 Zuschauerplätze bieten den perfekten Rahmen für ein sportliches Großereignis, das die gesamte Vielfalt der Sportakrobatik sichtbar macht.

Ein besonderes Highlight wartet am Samstag um 12 Uhr auf alle Fans: Beim Meet & Greet mit Mitgliedern der deutschen Nationalmannschaft erhalten Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, ihre Vorbilder persönlich kennenzulernen, Fragen zu stellen und Erinnerungsfotos zu machen.

DM in Zahlen

  • 60 Vereine
  • 440 Sportlerinnen und Sportler
  • 119 Trainerinnen und Trainer
  • 67 Kampfrichterinnen und Kampfrichter
  • 2.000 Zuschauerplätze
  • 1.800 Meter Teppich
  • 154 m² Backdrop-Fläche
  • 3.792 m² Hallenfläche
  • 5.600 Maultaschen für Teilnehmer, Helfer und Gäste

Mehr als Wettkampf

Die Deutschen Meisterschaften bieten auch abseits der Wettkampffläche zahlreiche Attraktionen. Mit „Flippi & Flaps“ wartet an allen Veranstaltungstagen ein Mitmachprogramm für Kinder, Schulen und Vereine in der EWS-Arena Göppingen. Hier können Interessierte die Sportart selbst ausprobieren und erste akrobatische Erfahrungen sammeln.

Gleichzeitig richtet sich die Veranstaltung auch an Trainerinnen und Trainer. Gemeinsam mit dem Deutschen Sportakrobatik Bund (DSAB) und Perspektivwechsel werden am Freitag moderne Möglichkeiten der Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung vorgestellt. Beim Skillcourt können Interessierte um 10, 12, 14 und 16 Uhr ein innovatives Diagnostik- und Trainingssystem testen und neue praxisnahe Trainingsimpulse für den Vereinsalltag gewinnen.

Die Jagd nach Gold beginnt

Die eigens für die Meisterschaften gestalteten Medaillen warten bereits auf ihre neuen Besitzer. In Gold, Silber und Bronze symbolisieren sie die Leistungen, den Einsatz und die Leidenschaft der Athletinnen und Athleten, die monatelang auf diesen Saisonhöhepunkt hingearbeitet haben.

Wenn am Freitag die ersten Übungen präsentiert werden, beginnt die Jagd nach den nationalen Titeln. Drei Tage lang wird Göppingen zum Mittelpunkt der deutschen Sportakrobatik – und zum Treffpunkt einer Gemeinschaft, die ihre Sportart mit Leidenschaft lebt.

Sportlich dürfen sich die Zuschauer auf Höchstleistungen freuen. Die gesamten Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft werden in Göppingen an den Start gehen und sich dem heimischen Publikum präsentieren. Die Qualifikationswettkämpfe finden am Freitag und Samstag statt, ehe am Sonntag die Finalentscheidungen und die Vergabe der nationalen Titel im Mehrkampf anstehen.

Neben sportlichen Höchstleistungen setzt die Meisterschaft auch gesellschaftliche Akzente. Gemeinsam mit der DKMS wird während des gesamten Wochenendes zur Stammzellspender-Registrierung aufgerufen. Damit verbindet die Veranstaltung Spitzensport mit sozialem Engagement und sendet ein starkes Signal für Zusammenhalt und Verantwortung.

Wenn am Wochenende die ersten Formationen die Wettkampffläche betreten, wird Göppingen nicht nur Austragungsort einer Deutschen Meisterschaft sein. Die Stadt wird zum Treffpunkt der gesamten deutschen Sportakrobatik-Familie – mit spektakulären Übungen, emotionalen Momenten und der Vergabe der begehrtesten nationalen Titel.

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Was bleibt? – Eindrücke vom FIG World Cup Burgas 2026

Wenn die letzten Matten abgebaut und aufgerollt, die Medaillen vergeben und die Heimreisen angetreten sind, bleibt oft mehr als nur das nackte Ergebnis. Der FIG Acrobatic Gymnastics World Cup 2026 in Burgas war genau so eine Veranstaltung. Ein Wettkampf voller Emotionen, Begegnungen und Geschichten, die weit über die Wertungslisten hinausgehen.

Die „Eddy-the-Eagle-Momente“ des World Cups

Viele erinnern sich noch an den legendären Skispringer Eddy the Eagle aus Großbritannien, der mit seiner Begeisterung die Herzen der Zuschauer eroberte. Ähnlich wirkte beim World Cup das Herrenpaar aus Indien. Gemeinsam mit der gesamten indischen Delegation sorgten die beiden für zahlreiche Sympathiemomente.

Schon beim Podiumstraining waren sie überall anzutreffen – staunend vor den Auftritten der Weltbesten, Videos drehend und jeden gelungenen Vortrag begeistert feiernd. Auch das deutsche Podiumstraining wurde aufmerksam direkt vor dem Wettkampfpodium verfolgt.

Und auch sportlich zeigte die Entwicklungskurve weiter nach oben. In allen drei Übungen wurden die Inder vom Publikum regelrecht gefeiert. Besonders ihre kombinierte Übung mit einem Wert von über 90 Punkten machte deutlich, dass hier eine Mannschaft wächst, auf deren nächste Auftritte man sich bereits jetzt freuen darf.

Eine Geburtstagsüberraschung für Trainerin Silke Spieß

Ein besonders emotionaler Moment ereignete sich während des Podiumstrainings. Trainerin Silke Spieß aus Wilhelmshaven sollte eigentlich unauffällig ihren Geburtstag verbringen. Doch Bundestrainer Igor Blintso hatte andere Pläne.

Im Hintergrund organisierte er gemeinsam mit den Verantwortlichen der Halle eine Überraschung. Plötzlich erklang ein gemeinsames „Happy Birthday“, begleitet von einem Blumenstrauß und einem eigens gestalteten Erinnerungsshirt. Ein Moment, der zeigte, wie familiär und herzlich die internationale Acro-Gemeinschaft sein kann.

Ein Moderator, der dem World Cup eine Seele gab

Zu Beginn der Veranstaltung fragten sich viele Zuschauer, was sie von dem temperamentvollen Hallensprecher erwarten sollten. Doch je länger das Wochenende dauerte, desto klarer wurde: Dieser Moderator war ein echter Gewinn für den World Cup.

Mit Leidenschaft, Präsenz und großer Wertschätzung für nahezu jede Formation verlieh er dem Wettbewerb eine besondere Atmosphäre. Er feierte die Athletinnen und Athleten, ohne dabei die sportliche Ernsthaftigkeit zu verlieren.

Unvergessen bleibt dabei ein kleiner Augenblick während der Balanceübung von Mira Spieß und Charlotte Kallai. Als Mira mit nach vorne ausgestreckten Armen in Richtung Kampfgericht auftrat, erhob sich der Moderator von seinem Platz hinter den Kampfrichtern und spiegelte die Bewegung direkt zurück. Ein kurzer Moment – aber einer, den Mira vermutlich nicht so schnell vergessen wird.

Konsequenz im Kampfgericht

Bereits vor dem Wettkampf war die Bewertung von Athletinnen und Athleten der eigenen Nationen ein großes Thema bei den Kampfrichter-Meetings. Die Verantwortlichen kündigten konsequente Maßnahmen bei auffälligen Wertungen an.

Und sie handelten. Nach mehreren Verwarnungen am ersten Wettkampftag wurden drei Kampfrichter aus dem Wettbewerb ausgeschlossen bzw. wurden am Finaltag als Linienrichter eingesetzt.

Ein deutliches Zeichen für Fairness und Transparenz im internationalen Spitzensport.

Der wohl bitterste Moment des World Cups

Sport schreibt seine eigenen Geschichten – manchmal leider auch die tragischen.

Einer der emotionalsten Momente des gesamten Finaltages ereignete sich im Finale der Damengruppen. Nach dem Vortrag der russischen Formation erschien auf der Anzeigetafel plötzlich eine Meldung über fehlende 30 Value-Punkte. Sofort reagierte die russische Delegation und legte Einspruch ein.

Die anschließende Prüfung brachte die Ursache ans Licht: Auf dem eingereichten Tariff Sheet war ein Element fehlerhaft eingetragen worden. Geturnt wurde ein anderes Element als das, welches offiziell angemeldet war. Dadurch konnten die entsprechenden Value-Punkte nicht anerkannt werden. Zudem führte die fehlerhafte Deklaration dazu, dass das vorgeschriebene Verhältnis zwischen Balance- und Dynamikelementen nicht mehr erfüllt wurde.

Die Konsequenz war dramatisch. Die fehlenden 30 Value-Punkte entsprechen umgerechnet 0,3 Punkten in der Endwertung. Genau diese 0,3 Punkte fehlten am Ende zum Sieg. Statt Gold blieb der Formation „lediglich“ die Silbermedaille.

Während auf dem Podium die Siegerehrung vorbereitet wurde, spielten sich nur wenige Meter entfernt ganz andere Szenen ab. Enttäuschung, Fassungslosigkeit und Tränen prägten die Gesichter der Beteiligten. Besonders bei der Trainerin, die den Fehler im Tariff Sheet verantwortete, war die Last des Moments deutlich sichtbar. Ebenso bei den drei Athletinnen, die auf der Wettkampffläche eigentlich alles richtig gemacht hatten.

Es war eine jener seltenen Situationen, die zeigen, wie schmal der Grat zwischen Triumph und Enttäuschung im Spitzensport sein kann. Nicht ein misslungenes Element, nicht ein Sturz oder ein technischer Fehler auf der Matte entschieden über Gold und Silber – sondern ein kleiner Eintrag auf einem Formular.

Worte, die tragen

Auch abseits der Wettkampffläche wurden wichtige Grundlagen für die Leistungen geschaffen. Die täglichen Teammeetings der deutschen Delegation endeten regelmäßig mit den Abschlussworten von Obermann Lyven Strempel.

Dabei fand er stets die passenden Worte, um Motivation, Ruhe und Zuversicht für den nächsten Wettkampftag zu vermitteln. Oft sind es genau diese Momente hinter den Kulissen, die später den Unterschied machen.

Die Halle von Burgas – spektakulär und tückisch zugleich

Die imposante Wettkampfhalle mit ihrer Höhe von mehr als 27 Metern beeindruckte alle Beteiligten. Gleichzeitig stellte sie viele Nationen vor ungewohnte Herausforderungen.

Selbst einige der stärksten Teams der Welt hatten bei ihren Auffangteilen Schwierigkeiten. Fehler aus den Trainingseinheiten wiederholten sich teilweise auch im Wettkampf. Zahlreiche risikoreiche Übungen erreichten nicht unbeschadet ihr Ziel.

Davon profitierten Mannschaften, die auf etwas weniger spektakuläre, dafür aber sichere Programme gesetzt hatten. Burgas zeigte eindrucksvoll, dass nicht immer das höchste Risiko die erfolgreichste Strategie sein muss.

Sport als Brücke zwischen Nationen

Sportlich bot der World Cup Leistungen auf höchstem Niveau. Atemberaubende Elemente, kreative Choreografien und Darbietungen, die teilweise wie von einem anderen Stern wirkten, begeisterten Zuschauer und Experten gleichermaßen.

Auch die Teilnahme russischer und belarussischer Athletinnen und Athleten verlieh dem Wettbewerb eine besondere Note. Unabhängig von politischen Spannungen war in der Halle vor allem eines spürbar: gegenseitiger Respekt.

Vielleicht liegt genau darin eine der größten Stärken des Sports. Menschen zusammenzubringen, Brücken zu bauen und Begegnungen zu ermöglichen, die außerhalb der Sporthallen oft kaum denkbar erscheinen.

Die deutsche Delegation – familiär und geschlossen

Innerhalb der deutschen Mannschaft herrschte über die gesamten Wettkampftage hinweg eine bemerkenswert familiäre Atmosphäre. Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und Vertrauen waren überall spürbar.

Gerade im internationalen Vergleich wird deutlich, wie wichtig diese Faktoren sind. Wer mit breiter Brust auf die Wettkampffläche geht, vermittelt nicht nur den Kampfrichtern, sondern auch der Konkurrenz Selbstvertrauen.

Auffällig war dabei erneut das Auftreten einiger israelischer und amerikanischer Athletinnen und Athleten. Sie betreten die Matte mit einer Selbstverständlichkeit und Ausstrahlung, die den Eindruck vermittelt, als seien sie bereits vor dem ersten Element von ihrer Überlegenheit überzeugt. Eine Präsenz, die zweifellos Wirkung entfaltet.

Gastfreundschaft in Burgas

Nicht nur sportlich, sondern auch als Gastgeber überzeugten Bulgarien und die Stadt Burgas auf ganzer Linie. Freundliche Menschen, kurze Wege und überraschend günstige Preise hinterließen bei vielen Gästen einen bleibenden Eindruck.

Allein die Taxikosten sorgten regelmäßig für erstaunte Gesichter. Für die rund sechs Kilometer lange Fahrt vom Teamhotel zum Strand wurden meist lediglich fünf bis sechs Euro fällig.

Bankett, Party und internationale Freundschaften

Der sportliche Teil des World Cups endete traditionell mit dem Bankett und der anschließenden Feier.

Die Feierlichkeiten in der Halle dauerten bis ein Uhr nachts. Anschließend verlagerten sich viele Gespräche und Begegnungen auf Zimmerpartys in verschiedenen Hotels. Erfreulicherweise blieb dabei alles in geordneten Bahnen. Im Mittelpunkt standen internationale Freundschaften, gemeinsames Feiern und der Austausch zwischen Athletinnen und Athleten aus aller Welt.

Bronze für Thorne Spieß und Leevi Hamacher

Aus deutscher Sicht sorgte insbesondere das Herrenpaar Thorne Spieß und Leevi Hamacher aus Wilhelmshaven für erfreuliche Schlagzeilen. In der Youth-Kategorie beim Internationalen Burgas Acro-Cup bestätigten die beiden ihren kontinuierlichen Aufwärtstrend.

Drei Übungen ohne größere Fehler bedeuteten am Ende Rang drei und damit die Bronzemedaille hinter zwei starken bulgarischen Paaren, die bereits für die Weltmeisterschaften in Pesaro nominiert sind.

Noch wichtiger als die Medaille war jedoch die Botschaft, die von diesem Ergebnis ausging: Die Entwicklung stimmt. Von internationalem Wettkampf zu internationalem Wettkampf präsentieren sich die beiden Jadestädter stärker, stabiler und selbstbewusster. Gleichzeitig machten sie bei zahlreichen internationalen Kampfrichtern nachhaltig Werbung in eigener Sache.

Was bleibt?

Es bleiben Erinnerungen an große sportliche Leistungen. An emotionale Momente. An neue Freundschaften. An eine deutsche Mannschaft, die als Einheit auftrat. An einen Moderator, der die Halle elektrisierte….Und es bleibt die Erkenntnis, dass Acrobatic Gymnastics weit mehr ist als Punkte, Wertungen und Medaillen.

DANKE Burgas 2026 !

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Knapp an Edelmetall vorbei – Deutsches Team setzt in Burgas ein starkes Ausrufezeichen für die WM !

Der abschließende Finaltag beim FIG Acrobatic Gymnastics World Cup in Burgas hätte aus deutscher Sicht kaum spannender verlaufen können. Zwischen Hoffen, Bangen und Jubeln lagen oftmals nur wenige Sekunden. Erneut zeigte sich eindrucksvoll, wie eng Erfolg und Enttäuschung auf höchstem internationalen Niveau beieinanderliegen. Während einige favorisierte Nationen ihre Medaillenträume durch Stürze früh begraben mussten, präsentierten sich die deutschen Formationen einmal mehr als ernstzunehmende Herausforderer der Weltspitze.

Hermes und Boerner bestätigen ihren internationalen Aufwärtstrend

Den Auftakt aus deutscher Sicht machten die Damenpaare. Sophia Hermes und Lena Boerner aus Nordhorn gingen nach einer starken Qualifikation mit berechtigten Hoffnungen in das Finale der besten Formationen der Welt. Auch dort bewahrten die beiden Athletinnen von Trainerin Rebecca Haase die Ruhe und zeigten erneut eine überzeugende Leistung. In einem hochklassigen Finale belegten die beiden Deutschen einen hervorragenden fünften Platz hinter Israel, Großbritannien sowie den beiden russischen Formationen. Die Spitzenformationen aus Belarus und Großbritannien 2 mussten dabei schmerzhaft erfahren, wie schmal der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg ist. Beide mussten nach Stürzen frühzeitig ihre Hoffnungen auf Edelmetall begraben. Einmal mehr zeigte sich wie bereits in der Qualifikation, dass auf diesem Niveau oft nur ein einziger Moment entscheidet.

Platz sechs für Frankfurter Damengruppe

Bei den Damengruppen mussten Fiona Reul, Kira Hellwig und Alisee Strohhecker als erste Formation des Finalfeldes auf die Wettkampffläche. Die Frankfurterinnen präsentierten sich engagiert und kämpferisch, konnten jedoch nicht ganz an ihre stärksten Auftritte anknüpfen. Zwar gelang es dem Trio, die Übung insgesamt sicher durchzubringen, dennoch schlichen sich einige kleinere Unsauberkeiten ein. Gegen die starke internationale Konkurrenz war damit an diesem Tag so nicht mehr als Rang sechs möglich. Der Sieg ging an Belarus vor Russland 1 und Großbritannien 1.

Auch wenn das Ergebnis auf den ersten Blick nicht den erhofften Sprung nach vorne brachte, bleibt festzuhalten: Die erneute Finalteilnahme auf World-Cup-Niveau bestätigt die internationale Konkurrenzfähigkeit der Frankfurter Formation und liefert wertvolle Erfahrungen auf dem Weg Richtung Weltmeisterschaften.

Strempel und Woitass sorgen für Gänsehaut-Moment

Den stärksten Eindruck im deutschen Team hinterließen über die gesamte Dauer des World Cups die beiden Riesaer Lyven Strempel und Hannes Woitass. Bereits in der Qualifikation hatten die Schützlinge von Trainerin Nina Blintsov gezeigt, dass sie bereit sind, die etablierten Nationen herauszufordern.

Im Finale legten die beiden noch einmal nach.

Mit einer starken Wertung von 27,070 Punkten präsentierten sie ihre bislang vielleicht beste internationale Übung und erhöhten den Druck auf die nachfolgenden Paare erheblich. Minutenlang schien sogar eine Medaille in greifbarer Nähe. Gefühlt hatte das deutsche Herrenpaar bereits eine Hand am „Pott“.

Doch am Ende fehlten lediglich 0,130 Punkte zur Bronzemedaille.

Während die USA ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und Gold gewannen, sicherte sich Russland 2 die Silbermedaille. Bronze ging mit 27,200 Punkten an Russland 3 – denkbar knapp vor dem deutschen Duo.

Die Enttäuschung über die verpasste Medaille wich jedoch schnell dem Stolz auf die gezeigte Leistung. Wer die Entwicklung der beiden Athleten in den vergangenen Jahren verfolgt hat, erkennt die enorme Steigerung. Nicht nur technisch präsentieren sich Strempel und Woitass von Wettkampf zu Wettkampf stärker. Auch in der Artistik gehören sie mittlerweile zur erweiterten Weltspitze.

Die Medaille blieb diesmal noch aus. Doch vieles spricht dafür, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die beiden erstmals auf einem internationalen Podium stehen. Wenn nicht an diesem Wochenende, dann bei einem der nächsten großen Wettkämpfe. Und dies gilt nicht nur für Strempel/Woitass, sondern auch auf alle Deutschen Formationen aus der Nationalmannschaft.

Bundestrainer blickt optimistisch Richtung Weltmeisterschaft

Beim abschließenden Teammeeting im Mannschaftshotel zog Bundestrainer Igor Blintsov ein äußerst positives Fazit.

„Natürlich hätten wir eine Medaille mit Kusshand genommen. So knapp daran vorbeizugehen tut im ersten Moment weh. Aber wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen und welche Entwicklung unsere Athletinnen und Athleten genommen haben. Unser großes Ziel bleibt die Weltmeisterschaft in Pesaro im September 2026. Burgas hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Zeit für eine Medaille wird kommen – vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber wenn wir weiter so arbeiten, dann wird sie kommen.“

Tatsächlich unterstrich der World Cup eindrucksvoll, dass Deutschland den Abstand zur internationalen Spitze weiter verkleinert hat. Besonders positiv wurde von zahlreichen Nationen aufgenommen, dass die deutschen Formationen ihre Übungen erneut im Schwierigkeitswert steigern konnten und damit zusätzlichen Druck auf die traditionellen Topnationen ausüben.

Auch hinter den Kulissen ein deutscher Beitrag

Erneut war auch die internationale Kampfrichterin Sabine Zado für den Deutschen Sportakrobatik Bund im Einsatz. Am Finaltag wurde sie in sämtlichen Disziplinen eingesetzt und bestätigte damit einmal mehr ihren hohen Stellenwert innerhalb der internationalen Kampfrichtergemeinschaft.

Hinter den Kulissen verlief der Finaltag dabei keineswegs geräuschlos. Nach mehreren ausgesprochenen Verwarnungen am ersten Wettkampftag wurden insgesamt drei Kampfrichter vom Finaltag ausgeschlossen bzw. als Linienrichter eingesetzt. Umso bemerkenswerter war die konstant souveräne Leistung von Sabine Zado, die ihren zweiten kompletten Wettkampftag auf höchstem internationalen Niveau absolvierte.

Kaum Zeit zum Durchatmen

Viel Zeit zum Verarbeiten der Erlebnisse bleibt den deutschen Formationen allerdings nicht. Bereits in vier Tagen wartet mit den Deutschen Meisterschaften in Göppingen die nächste wichtige Aufgabe.

Nun heißt es regenerieren, Kräfte bündeln und die in Burgas gezeigten Leistungen auch vor heimischem Publikum zu bestätigen. Das Ziel ist klar: Die positive Entwicklung fortsetzen und die nationale Formkurve weiter in Richtung Weltmeisterschaften 2026 ansteigen lassen.

Der World Cup von Burgas hat eines eindrucksvoll gezeigt: Deutschland ist auf dem Weg. Noch fehlt vielleicht das letzte Quäntchen zum internationalen Edelmetall. Doch die Richtung stimmt. Und manchmal sind 0,130 Punkte weniger ein Rückschlag als vielmehr ein Versprechen für die Zukunft.