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So knapp vorbei …

Heute sollte es einfach nicht sein. 

Nur 0,180 Punkte fehlten Kira, Fiona und Alisee am Ende zur Bronzemedaille. Mit 28,840 Punkten belegte unser Frankfurter Trio im Balance-Finale der besten acht Damengruppen Platz 5 – und damit ein Ergebnis, das auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz das widerspiegelt, was heute auf der Wettkampffläche passiert ist.

Denn eines kann man den drei Mädels definitiv nicht vorwerfen: Sie haben alles gegeben. Wirklich alles. 
Eine konzentrierte, kämpferische und technisch starke Übung – bis zum letzten Element. Alles, was sie beeinflussen konnten, haben sie selbst in der Hand gehabt und auf der grünen Mattenfläche gelassen. Dass es am Ende so knapp nicht für die Medaille gereicht hat, hatte aus unserer Sicht auch mit Faktoren zu tun, die nicht in der Hand der drei lagen. Gerade die Bewertung einzelner Konkurrentinnen war für uns heute nicht in allen Punkten nachvollziehbar. Mehrere Pyramiden wirkten aus unserer Sicht alles andere als stabil – bei einer strengeren Ahndung der sichtbaren Wackler hätte das Ergebnis durchaus anders aussehen können.

Aber: Wir wollen keine schlechten Verlierer sein. Und deshalb gehört zur Wahrheit auch, dass vor uns mit Israel, World Gymnastics 1 und 2 sowie China drei Nationen beziehungsweise Formationen lagen, die ihre eigene Leistung abgeliefert haben. Am Ende steht ein fünfter Platz im WM-Finale – und der ist aller Ehren wert.

Und trotzdem bleibt dieses kleine „Was wäre, wenn …?“

Denn hätte die eine oder andere Wertung nur ein kleines bisschen anders ausgesehen, würden wir heute vielleicht über eine Medaille sprechen.

Aber wir kommen wieder.
Und wir werden weiter daran arbeiten, den Abstand zur absoluten Weltspitze zu verkürzen.

Ganz vorne zeigte China heute übrigens eine Übung von einer anderen Welt. Mit 29,200 Punkten und beeindruckenden 330 V Schwierigkeiten setzten sie sich an die Spitze und holten Gold. Dahinter folgten Israel mit 29,040 und World Gymnastics 2 mit 29,020 Punkten.

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6 von 7: Woitaß & Strempel im Finale 8te

Was für ein starkes Finale! 

Im Finale der besten acht Herrenpaare in der Dynamik war die Konkurrenz heute einfach enorm stark. Trotz einer sauberen, technisch ausgesprochen starken Übung mussten sich Hannes Woitaß und Lyven Strempel am Ende mit dem 8. Platz begnügen. Doch dieser achte Platz erzählt bei genauerem Hinsehen eine ganz andere Geschichte: Hannes und Lyven gehören damit zu den acht besten Herrenpaaren der Welt. Und allein das ist eine Leistung, auf die die beiden mehr als stolz sein können.

Von Wettkampf zu Wettkampf machen sie weitere Schritte in die richtige Richtung, sammeln internationale Erfahrung und verkürzen den Abstand zur Weltspitze kontinuierlich. Die Entwicklung der beiden ist dabei deutlich zu erkennen – und genau diese Entwicklung macht Lust auf das, was noch kommt. Der nächste große Meilenstein ist bereits im Blick: die Europameisterschaften. Und wer weiß, was dann schon möglich sein wird …

An der Spitze setzte sich die USA mit 28,860 Punkten durch und holte damit ihre dritte Goldmedaille. Silber ging an Kasachstan (28,480), Bronze an DPR Korea (28,120).

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FINALTAG!

Heute geht es um alles! Die letzten Finals stehen an – und drei heiße Eisen haben wir noch im Feuer. Zwei Formationen, drei Chancen auf eine Top-Platzierung und vielleicht sogar auf Edelmetall.

Die Ausgangslage ist vielversprechend: Unsere Damengruppe mit Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker hat sich mit einer starken Qualifikation eine hervorragende Ausgangsposition erkämpft. Jetzt heißt es, im Finale noch einmal Nervenstärke zu zeigen und die Leistung auf den Punkt zu bringen.

Auch unser Herrenpaar Hannes Woitaß und Lyven Strempel steht im Finale und ist bereit, noch einmal alles auf die Fläche zu bringen.

Jetzt heißt es Daumen drücken!

Noch einmal volle Konzentration.
Noch einmal alles geben.
Noch einmal die Fläche rocken.

Drei Chancen. Ein Finaltag. Ein großes Ziel.

Gut wie nie ! GERMANY

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Der Mann hinter dem Team: Hannes Schenk – wenn Erfolg mehr ist als eine Medaille

Im Rampenlicht stehen die Athletinnen und Athleten. Sie betreten die Wettkampffläche, kämpfen um Hundertstel, fliegen durch die Luft und tragen am Ende die Medaillen um den Hals. Doch hinter jedem dieser Momente stehen Menschen, die man auf den ersten Blick oft gar nicht wahrnimmt.

Einer von Ihnen ist Hannes Schenk.

Als Sportdirektor des Deutschen Sportakrobatik Bundes ist er bei dieser Weltmeisterschaft in Pesaro weit mehr als nur Organisator, Ansprechpartner und Entscheider. Er ist einer der Menschen, die dieses Team zusammenhalten. Einer, der da ist, wenn es läuft – und erst recht dann, wenn es einmal nicht läuft. Während die Athletinnen und Athleten auf der Matte alles geben, laufen bei Hannes Schenk im Hintergrund unzählige Fäden zusammen. Gespräche, Abstimmungen, Entscheidungen, Zeitpläne, Probleme, Lösungen. Oft passiert all das weit entfernt von der großen Bühne und ohne Applaus.

Und trotzdem ist es ein Teil dessen, was diese Mannschaft ausmacht.

Immer da, wenn es darauf ankommt.

Eine Weltmeisterschaft besteht nicht nur aus den wenigen Minuten, in denen eine Übung läuft. Sie besteht aus Tagen und Wochen voller Vorbereitung. Aus Anspannung. Aus Rückschlägen. Aus kleinen Sorgen, die niemand im Publikum sieht. Aus Athletinnen und Athleten, die manchmal jemanden brauchen, der zuhört. Aus Trainern, die Entscheidungen treffen müssen. Aus Momenten, in denen jemand einfach wissen muss: Da ist jemand.

Hannes Schenk ist dieser Jemand.

Er hält den Rücken frei, schafft Strukturen und findet Lösungen. Und manchmal braucht es vermutlich gar keine großen Worte. Ein Blick, ein kurzer Satz, ein Schulterklopfen – und weiter geht’s.

Hinter jedem Finalplatz steht ein ganzes Team

Sieben deutsche Finalplätze bei dieser Weltmeisterschaft sind nicht das Ergebnis eines einzelnen Menschen. Sie sind das Ergebnis von Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainern, Vereinen, Familien und vielen weiteren Menschen, die täglich für die Sportakrobatik arbeiten. Aber Menschen wie Hannes Schenk sorgen dafür, dass aus vielen einzelnen Puzzleteilen ein Team wird. Dass aus Training Wettkampf wird. Dass aus einer Idee eine Struktur entsteht. Und dass Athletinnen und Athleten die Möglichkeit bekommen, auf der größten Bühne der Welt zu zeigen, was in ihnen steckt. Vielleicht ist genau das die besondere Rolle eines Sportdirektors: Er muss nicht selbst im Mittelpunkt stehen. Er muss dafür sorgen, dass andere ihren Moment bekommen.

Und manchmal darf man einfach Danke sagen

In Pesaro erleben wir gerade große Emotionen. Freudentränen. Enttäuschungen. Comebacks. Finaleinzüge. Kleine Fehler und große Leistungen. Und mittendrin ist ein Mann, der all diese Momente miterlebt – häufig ohne selbst Teil des Applauses zu sein.

Deutschland sagt DANKE ! Für Deinen Einsatz. Für Deine Leidenschaft. Für die unzähligen Stunden, die niemand sieht. Für die Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Für die Ruhe, wenn andere nervös werden. Für die Energie, die Du in dieses Team steckst.

Und vor allem dafür, dass Du immer wieder daran erinnerst, dass hinter jedem Ergebnis Menschen stehen.

Danke, Hannes.

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4 von 7: Starke Dynamik der deutschen Damengruppe

Herz auf der Matte, Platz acht in der Welt! Die von Europa- und Weltmeistertrainer Sergej Jeriomkin betreute deutsche Damengruppe Lotte Tröster, Tia Gaszi und Caroline Wieland hat im Dynamik-Finale der besten Formationen der Welt eine starke Leistung gezeigt.

Die drei Sächsinnen präsentierten sich auch im Finale stark und zeigten, dass sie völlig zu Recht zu den besten Damengruppen dieser Weltmeisterschaft gehören. Lediglich beim vorletzten Element, einem doppelgebückten Salto, rutschte Caroline leicht durch. Ein kleiner Moment, der am Ende eine weitaus bessere Platzierung verhinderte.

Mit 27,320 Punkten steht für Deutschland schließlich Platz acht zu Buche. Natürlich ist der kleine Fehler im ersten Moment ärgerlich. Doch eines können sich die drei Sächsinnen ganz sicher vorwerfen: gar nichts. Sie haben heute ihr Herz auf der Matte gelassen und Deutschland mit dieser Finalübung stolz gemacht.

Der Weltmeistertitel geht an Aserbaidschan mit 28,580 Punkten. Silber gewinnt Israel (28,220), Bronze geht an die Ukraine (27,890).

Finale Nummer vier ist Geschichte. Deutschland gehört zu den besten acht Damengruppen der Welt – und hat einmal mehr gezeigt, dass mit den deutschen Formationen zu rechnen ist.

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3 von 7: Blintsov/Lust mit starkem fünften Platz im Balance-Finale

30,380 Punkte – die 30er-Marke ist geknackt! Was das ukrainische Mixed-Paar im Balance-Finale auf die Wettkampffläche zauberte, war Sportakrobatik auf allerhöchstem Niveau. Mit einer Wertung von 30,380 Punkten setzte sich die Ukraine an die Spitze eines unfassbar starken Teilnehmerfeldes. Da kann man schon einmal sagen: Das ist von einem anderen Stern.

Doch auch Daniel Blintsov und Diana Lust müssen sich in diesem Finale absolut nicht verstecken. Mit 28,640 Punkten erkämpften sich die beiden einen starken 5. Platz – und das nach einem Jahr Verletzungspause! Allein die Rückkehr auf die internationale WM-Bühne war für die beiden ein besonderer Moment. Jetzt haben Blintsov/Lust bis zur Europameisterschaft Zeit, weiter an ihrer gemeinsamen Entwicklung zu arbeiten. Und dann wartet die nächste große Herausforderung: Neben der Balance wollen sie auch in der Dynamik und im Mehrkampf an gleicher Stelle wieder an den Start gehen. Für das Comeback nach dieser langen Pause gibt es deshalb ein dickes Chapeau! Der Weg zurück auf die ganz große Bühne ist geschafft – und die Reise ist noch lange nicht zu Ende.

Den Weltmeistertitel holte sich erwartungsgemäß die Ukraine mit 30,380 Punkten vor DPR Korea (29,110) und World Gymnastics 2.2 aus Russland (28,880).

Drei Finals sind vorbei. Deutschland bleibt mittendrin – und für Blintsov/Lust geht der Blick bereits nach vorn.

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2 von 7: Börner/Hermes kämpfen sich durch ihr erstes WM-Finale

Finale Nummer zwei mit deutscher Beteiligung ist Geschichte: Lena Börner und Sophia Hermes haben ihr Dynamik-Finale bei den Weltmeisterschaften in Pesaro bestritten. Das deutsche Damenpaar aus Nordhorn/Hoyerswerda zeigten dabei durchaus Nerven – schließlich war es ihr erster Auftritt in einem WM-Finale. Die Nervosität war den beiden anzumerken. Bis zur Doppelschraube von oben hielten Börner/Hermes ihre Übung zusammen, dann schlich sich ein grober Fehler beim Fangen ein und kostete wertvolle Punkte. Am Ende reichte es dennoch für einen guten 7ten Platz knapp vor Belarus, die bei einem Hand-zu-Hand-Element ebenfalls einen Sturz hinnehmen mussten.

Auch wenn heute nicht alles perfekt lief, können Lena Börner und Sophia Hermes stolz auf das Erreichte sein. Der Einzug in ein WM-Finale ist bereits ein großer Erfolg – und die Erfahrung von heute wird ihnen auf ihrem weiteren Weg noch wertvolle Erfahrungen bringen.

Den Weltmeistertitel sicherte sich Israel, vor Großbritannien und den USA.

Zwei Finals, zwei deutsche Formationen im Einsatz – und die nächsten Entscheidungen stehen bereits bevor.

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1 von 7: Woitaß/Strempel starten mit Platz neun ins Finalprogramm

Der erste Finalauftritt für das deutsche Team ist geschafft! Hannes Woitaß und Lyven Strempel erreichen im Mehrkampf-Finale der Herrenpaare den 9. Platz.

Beide kommen gut durch ihre Übung und finden von Übung zu Übung immer besser in diese Weltmeisterschaft hinein. Damit ist klar: Im Dynamik-Finale heute Nachmittag ist für die beiden noch alles drin.

Gold geht an die USA mit 29,621 Punkten vor Kasachstan und Belarus.

Für einen besonderen Moment sorgten dabei die Brüder Vsevolod und Yaroslav Ossolodkov. Beide sind die Gesichter der Sportakrobatik, fahren Sieg um Sieg ein und gehören seit Jahren zur absoluten Weltspitze. Doch nach ihrer Übung zeigten auch die erfolgsverwöhnten Brüder ungewohnt offen ihre Emotionen – beide konnten die Tränen nicht zurückhalten. Ein eindrucksvoller Moment, der zeigt, welcher Druck auch auf den Besten der Welt lastet. Bereits beim ersten Element war die Anspannung sichtbar: Der gesamte Körper von Vsevolod vibrierte förmlich vor Spannung.

Finale eins von sieben ist Geschichte. Sechs weitere deutsche Finalchancen warten noch.

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Siebenmal Finale! Deutschland setzt bei der WM in Pesaro ein weiteres Ausrufezeichen

Qualifikation beendet: Deutsches Team zieht in sieben Finals ein – Blintsov/Lust feiern emotionales Comeback, Herrenpaar und Damengruppen überzeugen

Die Qualifikation bei den 30. Weltmeisterschaften der Sportakrobatik ist Geschichte – und das deutsche Team hat sich eindrucksvoll in Szene gesetzt. Sieben Finalplätze stehen am Ende der Qualifikation zu Buche. Siebenmal haben sich deutsche Formationen gegen die Weltelite durchgesetzt und sich damit die Chance auf Edelmetall bei den Weltmeisterschaften in Pesaro erarbeitet.

Und über allem steht eine Geschichte, die emotional kaum größer sein könnte: Daniel Blintsov und Diana Lust sind zurück auf der großen internationalen Bühne.

Wie ein Phönix aus der Asche

Ein Jahr lang mussten die beiden auf diesen Moment warten. Eine lange Verletzungspause hatte das Mixed-Paar ausgebremst. Nun, bei den Weltmeisterschaften in Pesaro, war es endlich so weit. Als erste Formation des Tages betraten Daniel Blintsov und Diana Lust am Freitagmorgen die Wettkampffläche. Die Anspannung war spürbar – ebenso wie die Vorfreude. Und dann lieferten die beiden. Der Finaleinzug ist dabei nicht nur sportlich bemerkenswert, sondern auch emotional ein ganz besonderer Moment. Wie ein Phönix aus der Asche kehrten Blintsov/Lust nach einem Jahr Pause auf die große Bühne zurück – und meldeten sich direkt im Kreis der Finalisten zurück. Dabei ist das vielleicht Ermutigendste: Da ist noch Luft nach oben. Noch nicht alles lief so, wie es die beiden im Training bereits zeigen können. Für das Finale bedeutet das: Die Karten sind neu gemischt, und somit wird alles drin sein.

Herrenpaar doppelt im Finale

Auch bei den Herrenpaaren darf das deutsche Team gleich doppelt jubeln. Hannes Woitass und Lyven Strempel schafften nicht nur den Sprung in das Dynamik-Finale, sondern qualifizierten sich ebenso für das Mehrkampffinale. Damit haben die beiden ihre Weltmeisterschaft noch lange nicht beendet. Nach einer soliden Qualifikation geht es nun in den Finals um alles. Zwei Chancen, noch einmal alles auf die Wettkampffläche zu bringen und sich gegen die internationale Konkurrenz zu behaupten.

Fast brüderlich geteilt: Hoyerswerda und Frankfurt

Auch bei den leistungsstarken Damengruppen gab es eine bemerkenswerte Form des „Teilens“. Hoyerswerda sicherte sich den Einzug in das Dynamik-Finale, während Frankfurt das Ticket für das Balance-Finale und zusätzlich für das Mehrkampffinale löste.

Ein Ergebnis, das die enorme Leistungsdichte innerhalb des deutschen Teams unterstreicht. Gerade die Qualifikation der Damengruppen hatte gezeigt, wie eng es in Pesaro zugeht. Hundertstel entscheiden über Finalplätze, kleine Fehler können ganze Wettkampftage verändern. Umso größer ist die Freude über die drei Finaltickets.

Bitteres Duell um das Finalticket

Für die deutschen Damenpaare wurde die Dynamikqualifikation noch einmal zu einem echten Krimi. Mira Spieß und Charlotte Kallai meldeten sich nach ihrem schwierigen Auftakt eindrucksvoll zurück. Die beiden Jadestädterinnen zeigten eine nahezu fehlerfreie Dynamikübung und verbesserten ihre Ausgangsposition deutlich.  Doch auch Lena Börner und Sophia Hermes kämpften um genau dieses eine deutsche Finalticket. Das Damenpaar behauptete sich ebenfalls in dem hochklassigen Teilnehmerfeld und setzte sich am Ende denkbar knapp mit 0,08 Punkten gegen die Wilhelmshavenerinnen durch. Denn die bei dieser Weltmeisterschaft geltende Nationenregel lässt pro Nation nur eine Formation in das jeweilige Finale einziehen.

Damit durften Börner/Hermes über den Einzug in das Dynamik-Finale jubeln, während für Spieß/Kallai trotz ihrer starken Aufholjagd der Finaltraum platzte. Für das Mehrkampffinale reichte es für die beiden Formationen nach dem schwierigen ersten Wettkampftag nicht mehr.

Jetzt zählt jeder Moment

Sieben Finalplätze – und damit sieben Möglichkeiten, die Geschichte dieser Weltmeisterschaften weiter zu schreiben. Für Daniel Blintsov und Diana Lust ist die Rückkehr nach einem Jahr Verletzungspause bereits jetzt ein besonderer Meilenstein. Für Woitass/Strempel warten gleich zwei Finals. Hoyerswerda und Frankfurt haben sich ebenfalls ihre Chancen auf weitere große Momente erarbeitet.

Die Qualifikation hat gezeigt, wie eng die Weltspitze zusammengerückt ist. Jetzt aber beginnt ein neuer Wettkampf. Die Karten werden neu gemischt. Die Qualifikation ist Vergangenheit. Was jetzt zählt, sind die entscheidenden Minuten auf dem Wettkampfboden.

Sieben deutsche Finalplätze. Sieben Chancen. Und ein deutsches Team, das in Pesaro noch längst nicht fertig ist.

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Starker WM-Auftakt in Pesaro: Hoyerswerda zieht ins Dynamik-Finale ein

Deutsche Damengruppen überzeugen zum Auftakt der 30. Weltmeisterschaften – Hoyerswerda sichert sich Finalticket.

Die 30. Weltmeisterschaften der Sportakrobatik sind eröffnet – und der erste Qualifikationstag im italienischen Pesaro hatte es aus deutscher Sicht gleich in sich. Im außergewöhnlich starken internationalen Teilnehmerfelder kämpften die deutschen Formationen um die ersten Finalplätze. Besonders die beiden deutschen Damengruppen sorgten dabei für einen starken Auftritt.

Tia Gazsi, Lotte Troester und Caroline Wieland aus Hoyerswerda zeigten eine überzeugende Dynamik-Übung und erzielten 27,630 Punkte. Damit belegte das Trio Rang sieben und sicherte sich das Ticket für das Dynamik-Finale der besten acht Formationen. Nur knapp dahinter landeten Kira Hellwig, Fiona Reul und Alisee Strohhecker aus Frankfurt. Mit 27,550 Punkten erreichte die zweite deutsche Damengruppe ebenfalls einen Platz unter den besten 10 des Qualifikationsfeldes. Beide deutschen Damengruppen haben damit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie sich in diesem hochklassigen Teilnehmerfeld behaupten können.

Herrenpaar startet solide

Der WM-Tag hatte am Morgen mit den Mixed- und Herrenpaaren begonnen. Als erster deutscher Starter ging das Herrenpaar Lyven Pascal Strempel und Hannes Woitass auf die Wettkampffläche. Das Duo zeigte eine solide Leistung und erreichte 26,700 Punkte. Für den Einzug in das Finale der besten acht reichte es am Ende jedoch nicht.

Für das deutsche Mixed-Paar Daniel Blintsov und Diana Lust beginnt die WM hingegen erst am morgigen Freitag. Nach mehr als einem Jahr verletzungsbedingter Wettkampfpause kehren die beiden auf die internationale Wettkampfbühne zurück. Dabei kommt ihnen gleich eine besondere Rolle zu: Blintsov/Lust werden als erste Formation des Tages den Wettkampf der Mixed-Paare eröffnen. Auf dem Programm steht die Balance-Übung.

Schwarzer Tag für die Damenpaare

Einen rabenschwarzen Tag erwischten dagegen die beiden deutschen Damenpaare. Lena Boerner und Sophia Hermes sowie Charlotte Kallai und Mira Spiess mussten jeweils ungewollte Abgänge in Kauf nehmen. Der Auftakt bei diesen 30. Weltmeisterschaften ist für beide damit nicht wie erhofft verlaufen. Boerner/Hermes kamen auf 24,700 Punkte, Kallai/Spiess auf 24,310 Punkte.

Doch die Sportakrobatik zeigt immer wieder, wie eng Erfolg und Misserfolg beieinanderliegen. Monate und Jahre der Vorbereitung reduzieren sich im Wettkampf auf gerade einmal zwei bis zweieinhalb Minuten auf dem Wettkampfboden. Ein kleiner Fehler, ein ungewollter Abgang – und die Ausgangslage verändert sich innerhalb weniger Sekunden grundlegend.

Morgen heißt es: neuer Tag, neue Chance

Nun gilt es, den Mund abzuwischen und den Blick nach vorne zu richten. Bereits morgen steht die Dynamik-Übung auf dem Programm.

Und während die beiden Paare auf Wiedergutmachung hoffen, richtet sich der Blick zugleich auf Daniel Blintsov und Diana Lust, die nach ihrer langen Verletzungspause endlich wieder bei einer Weltmeisterschaft auf der Matte stehen werden.

Der erste WM-Tag ist Geschichte. Für das deutsche Team gab es Freude, Enttäuschung und vor allem eines: die Erkenntnis, dass in Pesaro um jeden Punkt, jeden Zehntel und jeden Finalplatz gekämpft werden muss. Morgen geht es weiter.