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Deutschland setzt erstes Ausrufezeichen in Burgas

Der erste Wettkampftag beim FIG World Cup im bulgarischen Burgas hätte aus deutscher Sicht kaum vielversprechender beginnen können. Nach dem offiziellen Podiumstraining am Vortag standen am heutigen Freitag die ersten Übungen der deutschen Formationen auf dem Programm – und das deutsche Team präsentierte sich dabei in sehr guter Verfassung.

In einer Arena, die mit ihrer außergewöhnlichen Höhe von über 27 Metern sowie schwierigen Lichtverhältnissen selbst Weltklasse-Teams vor enorme Herausforderungen stellt, bewiesen die deutschen Athletinnen und Athleten Nervenstärke, Stabilität und internationale Konkurrenzfähigkeit.

Und das Wichtigste:
Alle vier deutschen Formationen liegen nach dem ersten Wettkampftag absolut in Schlagdistanz zur Spitze und dürfen berechtigte Hoffnungen auf den Finaleinzug hegen.

Besonders erfreulich war dabei die geschlossene Mannschaftsleistung. Das Herrenpaar Lyven Stempel und Hannes Woitass präsentierte sich erneut äußerst stabil und zeigte eine starke Dynamikübung. Auch die Damengruppe mit Fiona Reul, Kira Hellwig und Alisee Strohhecker sowie die beiden Damenpaare Mira Spieß / Charlotte Kallai und Sophia Hermes / Lena Boerner lieferten überzeugende Auftritte auf international hohem Niveau ab.

Dabei zeigte sich heute einmal mehr, wie anspruchsvoll die Bedingungen in Burgas tatsächlich sind. Zahlreiche Top-Nationen mussten überraschende Unsicherheiten, unlogische Abgänge oder sogar Stürze hinnehmen. Fehler können hier selbst den Besten passieren.

Umso wertvoller ist die Ausgangsposition des deutschen Teams nach diesem ersten Wettkampftag.

Doch innerhalb der deutschen Mannschaft bleibt man bewusst ruhig und fokussiert.

Noch ist nichts gewonnen. Um bei dieser enorm starken internationalen Konkurrenz tatsächlich den Sprung ins Finale der besten sechs beziehungsweise acht Formationen zu schaffen, wird auch am morgigen zweiten Wettkampftag eine weitere starke Leistung notwendig sein.

Und auch im deutschen Team ist noch Luft nach oben vorhanden.

So kosteten beispielsweise zwei Zeitfehler bei der Damengruppe jeweils 0,3 Punkte. Auch das Damenpaar Spieß/Kallai musste einen Zeitfehler sowie eine grobe Unregelmäßigkeit in der Choreografie hinnehmen. Fehler, die wertvolle Punkte kosteten – gleichzeitig aber auch zeigen, welches Potenzial in den Übungen weiterhin steckt.

Genau das macht Hoffnung für den morgigen Wettkampftag.

Die deutsche Mannschaft um Bundestrainer Igor Blintsov weiß die heutigen Leistungen richtig einzuordnen: konzentriert bleiben, bei sich bleiben und Schritt für Schritt arbeiten. Denn der heutige Tag hat eindrucksvoll gezeigt, dass in Burgas selbst kleinste Unsicherheiten große Auswirkungen haben können – unabhängig vom Namen oder der Nation.

Mit dieser Mischung aus Selbstvertrauen, Bodenständigkeit und mannschaftlicher Geschlossenheit blickt Team Deutschland nun auf den zweiten Wettkampftag.

Die Chancen auf das Finale sind da.
Jetzt gilt es, sie morgen erneut mit starken Übungen zu bestätigen.

Gut wie nie – GERMANY!

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