bfd69eaa-f615-48d3-8bc8-befa35b8de97

Dein Sport. Deine Entscheidung. NADA startet neue Kampagne für sauberen Sport 

Mit der Kampagne „Dein Sport. Deine Entscheidung.“ setzt die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) gemeinsam mit Andreas Krieger, Thomas Götze, Léa Krüger und Josha Salchow ein Zeichen für Gesundheit, Fairness und Eigenverantwortung im Sport. Ziel der Kampagne ist es, insbesondere junge Athletinnen und Athleten für die langfristigen Folgen von Doping zu sensibilisieren und den Wert eines sauberen Sports zu stärken.

Hintergrund sind aktuelle Entwicklungen im internationalen Sport, in denen leistungssteigernde Substanzen zunehmend diskutiert und verharmlost werden. Formate wie die geplanten „Enhanced Games“, bei denen der Einsatz solcher Substanzen erlaubt sein soll, werfen wichtige Fragen im Hinblick auf Gesundheit, Fairness und die Werte des Sports auf. Die Kampagne greift diese Diskussionen auf und ordnet sie ein. Sie stellt die Perspektiven von Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt und macht deutlich, dass sportliche Leistung immer auch mit Verantwortung und bewussten Entscheidungen verbunden ist. 

Im Zentrum der Kampagne steht ein innovatives Gesprächsformat, in dem ehemalige Dopingbetroffene aus der DDR mit aktiven und ehemaligen Athletinnen und Athleten in den Dialog treten. Zu den Protagnisten und Protagonistinnen zählen Andreas Krieger und Thomas Götze, die eindrücklich über die langfristigen gesundheitlichen und persönlichen Folgen des staatlich organisierten Dopings in der DDR berichten. Ergänzt werden diese Perspektiven durch die ehemalige Säbelfechterin Lea Krüger und den Schwimmer Josha Salchow, die ihre Sicht auf den heutigen Leistungssport und die damit verbundenen Entscheidungsräume einbringen.

„Sicheres Doping gibt es nicht. Wir bekamen unterstützende Mittel vom Trainer und wurden damals medizinisch betreut. Und trotzdem bin ich krank geworden. Doping hat mein Leben nachhaltig verändert. Medikamente sollten dazu dienen Krankheiten zu heilen – nicht dazu missbraucht werden, um den Körper über seine Grenzen hinaus zu manipulieren. Für kein Geld der Welt bekomme ich meine Gesundheit zurück“ sagt Andreas Krieger, ehemalige Kugelstoßerin und Europameisterin von 1986. Er ist einer der wenigen ehemaligen Spitzensportler der DDR, der öffentlich über die Dopingpraxis in der DDR spricht.  

Ein zentraler Aspekt der Kampagne ist die Einordnung aktueller Debatten rund um leistungssteigernde Substanzen. Während viele Athletinnen und Athleten im DDR-System keine Wahl hatten, stehen Sportlerinnen und Sportler heute vor individuellen Entscheidungen, verbunden mit Verantwortung für die eigene Gesundheit. 

„Wer sich einmal in der Öffentlichkeit für Doping positioniert hat, hat im sauberen Sport nichts mehr zu suchen. Verbände und der internationale Sport tragen die Verantwortung, Athletinnen und Athleten sowie den sauberen Sport zu schützen. Dazu gehört auch, finanzielle Anreize zur Normalisierung von Doping nicht zuzulassen und zu verhindern, dass Athletinnen und Athleten zu Objekten und damit zu Laborratten gemacht werden“, ergänzt Léa Krüger, ehemalige Säbelfechterin, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der NADA und Vizepräsidentin von Athleten Deutschland e.V. 

Die deutsch-deutsche Geschichte zeigt eindrücklich, wie gravierend die gesundheitlichen Folgen von Doping sein können. Vor diesem Hintergrund steht die geplante Durchführung der sogenannten Enhanced Games im klaren Widerspruch zu den zentralen Werten des Sports wie Gesundheit, Fairness und Integrität.

„Wir befinden uns an einem Punkt, der für die Zukunft des Sports, wie wir ihn kennen, entscheidend ist. Im Kontext mit unserer Geschichte und Vorstellung von Sport und auch der Verantwortung, die wir Athletinnen und Athleten als Vorbilder einnehmen möchten, ist diese Bewegung eine Schande für den Sport. Die Verbände, der internationale Sport sowie Wirtschaft und Gesellschaft sind in der Pflicht Athletinnen und Athleten zu schützen, indem sie ein Umfeld schaffen, in welchem diese Art von Bewegungen keine Chance haben“, meint der mehrfache Deutsche Meister und Rekordhalter über 50 m und 100 m Freistil, Josha Salchow. 

„Wir hatten damals keine Wahl und wurden ohne unser Wissen gedopt. Die Folgen sind bis heute spürbar. Umso wichtiger ist es, dass Athletinnen und Athleten heute die Möglichkeiten, die sie haben, bewusst nutzen und sich für einen sauberen Sport entscheiden“, sagt Thomas Götze, ehemaliger DDR-Hammerwerfer, der sich für die Aufarbeitung des DDR-Sportsystems einsetzt, er ergänzt: „Doping wird vom Körper nicht vergessen“. 

Die Inhalte der Kampagne werden über mehrere Kanäle der NADA ausgespielt. In einem fünfteiligen YouTube-Format diskutieren die Protagonistinnen und Protagonisten ausführlich über Leistungsdruck, Erfolg, den Mythos des „sicheren Dopings“, gesundheitliche Folgen sowie über Vorbilder und Verantwortung im Sport. Moderiert werden die Gesprächsrunden von der Journalistin und Moderatorin Julia Kleine

Ergänzend werden kurze Videoformate für Social Media veröffentlicht, die zentrale Aussagen der Kampagne kompakt und zugänglich vermitteln.

Mit „Dein Sport. Deine Entscheidung.“ schafft die NADA Raum für offene Gespräche, persönliche Einblicke und gesellschaftliche Einordnung – und lädt dazu ein, sich bewusst mit den Werten des Sports auseinanderzusetzen: https://www.alles-geben-nichts-nehmen.de/die-initiative/unsere-kampagnen/dein-sport-deine-entscheidung 

Im Pressekit finden Sie alle Informationen und Bildmaterialien zur Kampagne „Dein Sport. Deine Entscheidung“: NADA-Pressekit – Dein Sport. Deine Entscheidung. 

IMG_9574

Bundeskaderlehrgang setzt wichtige Impulse für zukünftige Aufgaben

Im Hinblick auf die Weltmeisterschaften im September im italienischen Pesaro hat der Deutsche Sportakrobatik Bund (DSAB) im Rahmen eines gut besetzten Bundeskaderlehrgangs die Weichen für die kommenden internationalen Aufgaben gestellt. Gleichzeitig richtete sich der Blick bereits perspektivisch auf das Jahr 2028, wenn die Weltmeisterschaften zugleich als Qualifikation für die World Games dienen werden.

Unter der Leitung von Bundestrainer Igor Blintsov arbeiteten die Athletinnen und Athleten gemeinsam mit den beiden Disziplintrainern Petra Vitera und Yves Vander Donckt intensiv an Technik, Ausdruck und Stabilität ihrer Übungen. Die beiden Nachwuchstrainer betreuen insbesondere Formationen im Altersbereich bis 12-18 Jahren. Dennoch wurde während des gesamten Lehrgangs bewusst disziplinübergreifend gearbeitet, sodass alle Kaderathleten vom umfassenden Erfahrungsschatz des gesamten Trainerteams profitieren konnten.

Besondere Akzente setzte zudem der Dresdner Choreograf Michael Tucker. Tucker absolvierte unter anderem ein Ballettstudium in Austin/Texas sowie an der School of American Ballet am Lincoln Center in New York City. Nach Stationen als Erster Solist beim Semperoper Ballett und als Tänzer der Dresden Frankfurt Dance Company ist er heute unter anderem als Choreograf für die Palucca Hochschule für Tanz Dresden und die Semperoper tätig. Sein Masterstudium der Tanzpädagogik an der Palucca Hochschule schloss er 2022 erfolgreich ab.

Unter seiner Anleitung begann das Training am Samstag und Sonntag jeweils mit einer halbstündigen Erwärmung, bei der choreografische Elemente im Mittelpunkt standen. Ergänzt wurde das Programm am Samstag durch ein 30-minütiges Lauftraining im Umfeld der Trainingshalle. Das Tempo gab hierbei Pascal Dressler vor.

Neben den intensiven sportlichen Einheiten bot der Lehrgang auch reichlich Raum für fachlichen Austausch. Sowohl zwischen den DSAB-Trainern als auch mit den Vereinstrainern fanden zahlreiche Gespräche über Trainingsmethodik, Leistungsentwicklung und zukünftige Perspektiven statt. Inhaltlich lag der Schwerpunkt insbesondere auf der Verbesserung bestehender Elemente, der Erarbeitung neuer Schwierigkeiten sowie der Präzision und Sauberkeit choreografischer Anteile innerhalb der Wettkampfübungen.

„Der Lehrgang hat gezeigt, dass wir sowohl im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Pesaro als auch perspektivisch für die kommenden Jahre auf einem sehr guten Weg sind. Besonders wichtig war uns dabei die enge Zusammenarbeit aller Trainer und Athletinnen und Athleten über die einzelnen Disziplinen hinweg. Genau dieser gemeinsame Austausch bringt unsere Sportlerinnen und Sportler auf internationalem Niveau weiter. Wir sehen bei vielen Formationen große Fortschritte – technisch, athletisch und auch im Ausdruck. Gleichzeitig arbeiten wir bereits mit Blick auf 2028 daran, die Grundlagen für eine erfolgreiche Qualifikation zu den World Games zu schaffen. Die Motivation und Professionalität innerhalb des gesamten Kaders stimmen uns dafür sehr optimistisch“, so Bundestrainer Igor Blintsov.

Screenshot

Orientierungsmeeting stimmt auf Deutsche Meisterschaften 2026 in Göppingen ein

Mit einem gemeinsamen Orientation Meeting hat der Deutsche Sportakrobatik Bund (DSAB) am gestrigen Abend die heiße Vorbereitungsphase für die Deutschen Meisterschaften 2026 eingeläutet. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Landesverbänden sowie dem Organisationsteam nutzten die Online-Veranstaltung, um sich über den aktuellen Stand der Planungen und die besonderen Rahmenbedingungen der Titelkämpfe in Göppingen zu informieren.

Die Deutschen Meisterschaften 2026 werden dabei ein besonderes Kapitel in der Geschichte der deutschen Sportakrobatik schreiben: Erstmals werden sämtliche Alters- und Leistungsklassen an einem gemeinsamen Wochenende ihre nationalen Titelkämpfe austragen. Damit entsteht ein großes, gemeinsames Meisterschaftsevent, das die gesamte Sportakrobatik-Familie zusammenführt und sowohl sportlich als auch organisatorisch neue Maßstäbe setzen soll.

Durch den Abend führten Sportdirektor Hannes Schenk sowie Dana Kohn (DSAB) und Heiko Weissinger (SC Rechberghausen). In ihren Präsentationen gaben sie Einblicke in den aktuellen Organisationsstand, den geplanten Ablauf der Meisterschaften sowie erste Informationen zu Zeitplänen, Wettkampfstätten und organisatorischen Prozessen. Gleichzeitig bot das Meeting den Vereinen die Möglichkeit, offene Fragen zu stellen und wichtige Hinweise für die weitere Vorbereitung mitzunehmen.

Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der erstmaligen gemeinsamen Austragung aller Meisterschaften. Neben einem kompakten und attraktiven Wettkampfwochenende soll dadurch vor allem das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der deutschen Sportakrobatik gestärkt werden. Athletinnen und Athleten aller Altersklassen erhalten die Möglichkeit, gemeinsam Teil eines großen nationalen Events zu sein und die Vielfalt der Sportart auf einer Bühne zu präsentieren.

Der DSAB bedankt sich bei allen Teilnehmenden des Orientation Meetings für den konstruktiven Austausch und die große Bereitschaft, dieses besondere Meisterschaftsprojekt gemeinsam zu gestalten. Die Vorfreude auf die Deutschen Meisterschaften 2026 in Göppingen ist bereits jetzt deutlich spürbar.

PHOTO-2026-05-07-11-25-44

Offizielle Eröffnung des DSAB Leistungszentrums Sportakrobatik in Frankfurt

Mit der offiziellen Eröffnung des neuen DSAB Leistungszentrums Sportakrobatik in Kooperation mit Eintracht Frankfurt setzt der Deutsche Sportakrobatik Bund ein bedeutendes Zeichen für die Weiterentwicklung der Sportakrobatik in Deutschland. Am 29. April 2026 wurde der Standort in Frankfurt am Main im feierlichen Rahmen offiziell eröffnet.

Zu den Gästen der Veranstaltung zählten unter anderem der Präsident von Eintracht Frankfurt, Mathias Beck, Eintracht-Vizepräsident Armin Kraaz, die Aufsichtsrätin von Eintracht Frankfurt sowie Leiterin der Turn- und Sportakrobatikabteilung, Rike Goldbeck-Keitel, sowie Jan-Hendrik Goldbeck, geschäftsführender Gesellschafter der Goldbeck GmbH. Für den Deutschen Sportakrobatik Bund nahmen DSAB-Präsident Oliver Stegemann, Sportdirektor Hannes Schenk und Bundestrainer Igor Blintsov an der Eröffnung teil.

Mit der Ernennung zum offiziellen DSAB Leistungszentrum übernimmt Eintracht Frankfurt künftig eine noch zentralere Rolle innerhalb der deutschen Leistungsstruktur der Sportakrobatik. Der Standort wird regelmäßig Austragungsort von Bundeskaderlehrgängen und zentralen Trainingsmaßnahmen des Verbandes sein und damit die Entwicklung der Sportakrobatik in Hessen sowie bundesweit nachhaltig stärken.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen insbesondere die hervorragenden Rahmenbedingungen am Standort Frankfurt. Die moderne Trainingshalle, die professionelle Infrastruktur sowie das außerordentliche Engagement der Verantwortlichen und der Familie Goldbeck bieten optimale Voraussetzungen für die weitere sportliche Entwicklung.

Im Rahmen der offiziellen Eröffnung überreichte DSAB-Präsident Oliver Stegemann die Plakette des DSAB Leistungszentrums an Mathias Beck und Rike Goldbeck-Keitel.

In seiner Ansprache würdigte Mathias Beck die dynamische Entwicklung der Sportakrobatikabteilung von Eintracht Frankfurt. Innerhalb kurzer Zeit habe sich die Abteilung sportlich und strukturell hervorragend entwickelt, zahlreiche neue Mitglieder gewonnen und bereits internationale Erfolge erzielt. Mit der Ernennung zum DSAB Leistungszentrum werde nun der nächste wichtige Schritt für die Sportakrobatik in Frankfurt vollzogen. Gleichzeitig betonte Beck die langfristigen Perspektiven der Sportart und verwies auf die mögliche zukünftige olympische Entwicklung der Sportakrobatik.

Auch Oliver Stegemann hob die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Sportakrobatik Bund und Eintracht Frankfurt hervor. Besonders bemerkenswert sei die große Anzahl aktueller Bundeskaderathletinnen und -athleten am Standort sowie die regelmäßige Durchführung zentraler Bundeskadermaßnahmen in Frankfurt. Mit einem Augenzwinkern erklärte Stegemann, dass er sich freue, heute die Plakette als DSAB Leistungszentrum überreichen zu dürfen – und hoffe, eines Tages auch eine Auszeichnung als offizieller Bundesstützpunkt übergeben zu können, sollte die Sportakrobatik künftig olympischer Bestandteil werden. Die erfolgreiche Kooperation mit Eintracht Frankfurt solle in den kommenden Jahren weiter intensiviert werden.

Die Eröffnung fand im kleinen Kreis statt und wurde von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm begleitet. Sowohl die Nachwuchsgruppe der Sportakrobatikabteilung von Eintracht Frankfurt als auch ein Meisterklassetrio aus dem Bundeskader präsentierten eindrucksvoll ihr Können. Dabei wurde die gesamte sportliche Entwicklung am Standort sichtbar – von der engagierten Nachwuchsarbeit bis hin zum Spitzensport auf internationalem Niveau.

Große Anerkennung galt darüber hinaus dem Trainerteam vor Ort sowie der engen Zusammenarbeit zwischen Verein und Verband. Bundestrainer Igor Blintsov wird regelmäßig durch den DSAB nach Frankfurt entsendet, um die sportliche Entwicklung der Kaderathletinnen und Kaderathleten in Frankfurt und der gesamten Region aktiv zu begleiten.

Mit dem neuen DSAB Leistungszentrum in Frankfurt entsteht ein bedeutender Baustein für die zukünftige Entwicklung der deutschen Sportakrobatik – und ein Standort mit großer Strahlkraft für die gesamte Region sowie den nationalen Leistungssport.

Screenshot

DM-Ticketverkauf

Wir laden Euch herzlich zur Deutschen Meisterschaft 2026 nach Göppingen ein. Vom 5. bis 7. Juni findet die Veranstaltung in der EWS Arena statt – ein Großereignis, bei dem die besten Sportakrobaten Deutschlands um die Medaillen kämpfen.

Gemeinsam mit dem lokalen Ausrichter SC Rechberghausen möchten wir der Sportakrobatik die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient. Der Finaltag am Sonntag wird dabei ein besonderes Highlight: Neben den Finalistinnen und Finalisten erwarten Euch bekannte Gesichter aus dem Sport sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. So schaffen wir optimale Bedingungen, um die Sportakrobatik in die Welt hinauszutragen. Unser Ziel ist eine volle Halle, bei bester Stimmung und Ihr alle seid dabei!

Tickets sind ab heute erhältlich:

>>> Hier gehts zum Ticketverkauf

Über diesen Link (Gutscheincode) erhalten Mitgliedsvereine des Deutschen Sportakrobatik Bundes exklusiven Zugang zu den Qualifikationstagen am 5. und 6. Juni 2026, da diese nicht öffentlich zugänglich sind.

Wir freuen uns auf ein großartiges Event mit vielen Zuschauern und Fans aus ganz Deutschland, die gemeinsam mit uns die Vision teilen, diese schöne Sportart bekannter zu machen.

Wir freuen uns auf Euch!

DM Organisationsteam

Deutscher Sportakrobatik Bund e.V.

E-Mail: dm@sportakrobatikbund.de

Deutscher Sportakrobatik Bund e.V. · Geschäftsstelle · Mörchinger Str. 53 D  ·  14169 Berlin

PHOTO-2026-04-13-13-38-51

Starker Auftritt beim World Cup in Puurs

Beim World Cup im belgischen Puurs präsentierte sich der Deutsche Sportakrobatik Bund einmal mehr als geschlossene und leistungsstarke Nation auf internationalem Parkett. Der traditionsreiche Wettkampf zählt – ähnlich wie Maia in Portugal – zu den bedeutendsten Stationen im internationalen Kalender und gilt als wichtiger Gradmesser auf höchstem Niveau.

Mit mehreren Finaleinzügen und überzeugenden Übungen unterstrichen die deutschen Formationen ihre positive Entwicklung im laufenden Wettkampfjahr.

Besonders erfreulich verlief der Wettkampf für das Damenpaar Lena Börner und Sophia Hermes. Mit zwei sauberen Übungen in der Qualifikation sicherten sie sich als Sechstplatzierte den Einzug ins Finale. Dort bestätigten sie ihre Leistung eindrucksvoll und belegten mit 26,900 Punkten erneut Rang sechs. Der Sieg ging an die starke Konkurrenz aus Israel.

In der Kategorie der Damengruppen zeigte sich insgesamt ein positives Bild, auch wenn nicht alle Formationen ihr volles Potenzial im entscheidenden Moment abrufen konnten. Alisée Strohhecker, Fiona Reul und Kira Hellwig überzeugten insbesondere mit einer ausdrucksstarken Balanceübung. In der Dynamik musste das Trio jedoch einen Abgang hinnehmen, wodurch der Finaleinzug knapp verpasst wurde. Dennoch war es eine vielversprechende Leistung beim erst zweiten World Cup dieser Formation.

Auch Lotta Witt, Lena Buhler und Anna Buhler präsentierten eine gut strukturierte Dynamikübung. Ein Abgang im letzten Balanceelement verhinderte ein noch besseres Ergebnis, dennoch überzeugte die Gruppe mit einer insgesamt anspruchsvollen und gelungenen Elementauswahl.

Caroline Wieland, Tia Gazsi und Lotte Tröster empfahlen sich mit einer sehr guten Qualifikation für das Finale und zogen als sechstbeste Formation ein. Im Finale mussten sie in der Dynamikübung einen Abgang hinnehmen, wodurch es beim sechsten Platz blieb. Der Finaleinzug sowie die insgesamt stabile Wettkampfleistung sind dennoch klar positiv zu bewerten.

Bei den Herrenpaaren überzeugten beide Herrenpaare. Lyven Strempel und Hannes Woitass zeigten drei konstant starke Übungen. In ihrem vierten gemeinsamen World Cup zeigten sie ihre bislang beste Gesamtleistung und erreichten einen hervorragenden sechsten Platz.

Maximilian Rau und Filip Dietze wussten erneut zu überzeugen. Beim zweiten gemeinsamen World Cup präsentierten sie sich in starker Form und belegten im Finale einen sehr guten fünften Rang.

Neben den sportlichen Leistungen war der DSAB auch im Kampfgericht vertreten: Daniel Blintsov absolvierte seinen ersten Einsatz auf internationaler Bühne und war ebenso wie Doreen Heckmann-Nötzl als Judge im Einsatz.

Bundestrainer Igor Blintsov zog ein positives Fazit:
„Puurs gehört zu den wichtigsten Wettkämpfen im internationalen Kalender. Die gezeigten Leistungen bestätigen unseren Weg. Gleichzeitig haben wir wertvolle Erkenntnisse gewonnen, an denen wir in den kommenden Wochen gezielt arbeiten werden.“

Nächste Station: World Cup in Burgas

Viel Zeit zur Regeneration bleibt nicht: Bereits Ende Mai steht mit dem nächsten World Cup im bulgarischen Burgas das nächste internationale Highlight an. Dort wird die deutsche Nationalmannschaft erneut mit starken Formationen vertreten sein und an die positiven Leistungen aus Puurs anknüpfen wollen.

0b82e50a-16f3-41f3-a68b-565b3f5bcfb9

Deutschland vor dem Start in Puurs

Mit einem breit aufgestellten und ambitionierten Team geht der Deutscher Sportakrobatik Bund mit Bundestrainer Igor Blintsov und Sportdirektor Hannes Schenk beim renommierten World-Cup in Puurs/BEL an den Start. In Puurs trifft die deutsche Auswahl auf ein hochkarätiges internationales Teilnehmerfeld: Über 50 Formationen aus 16 Nationen sowie eine AIN-Delegation sorgen für erstklassige Konkurrenz bei einem der traditionsreichsten Wettkämpfe im internationalen Sportakrobatik-Kalender.

Bereits bei der Anreise am Mittwoch zeigte sich die starke deutsche Präsenz: Neben dem World-Cup-Team sind zahlreiche Vereine auch beim parallel ausgetragenen Flanders International Acro Cup vertreten, der als wichtiger Nominierungswettkampf für die kommenden Weltmeisterschaften in Pesaro/Italien gilt.

Gelungener Auftakt mit Potenzial

Der Einstieg in den Wettkampf verlief vielversprechend. Während das freie Training souverän absolviert wurde, brachte das anschließende Podiumstraining wertvolle Erkenntnisse: Neben gelungenen Durchgängen und ersten Highlights traten auch kleinere Unsicherheiten auf – Details, an denen das Team bis zum Wettkampfstart gezielt arbeitet.

Mit insgesamt sechs Formationen präsentiert sich Deutschland breit aufgestellt. Zwei Teams bestreiten bereits ihren zweiten World-Cup der Saison, während gleich drei Formationen in neuer Konstellation ihr internationales Debüt im Seniorenbereich feiern.

Im Damenpaar vertreten Lena Börner und Sophia Hermes die deutschen Farben. Die Startgemeinschaft aus Hoyerswerda und Nordhorn reist mit optimalen Bedingungen und kurzer Anreise an.

Im Herrenbereich gehen gleich zwei Paare an den Start: Lyven Strempel und Hannes Woitass aus Riesa absolvieren ihren ersten World-Cup der Saison, bringen jedoch bereits internationale Erfahrung mit. Maximilian Rau und Filip Dietze vom TuS Hellersdorf reisen direkt aus Valencia an und knüpfen an ihre bisherigen Saisonleistungen an.

Besonders stark ist Deutschland bei den Damengruppen vertreten:
Alisée Strohhecker, Fiona Reul und Kira Hellwig (Eintracht Frankfurt) gehen bestens vorbereitet in ihren zweiten World-Cup. Caroline Wieland, Tia Gazsi und Lotte Tröster (SC Hoyerswerda) feiern ihren ersten internationalen Einsatz in dieser Formation, können jedoch auf wertvolle Erfahrung auf höchstem Niveau zurückgreifen. Komplettiert wird das Aufgebot durch Lotta Witt, Lena Buhler und Anna Buhler , die als Startgemeinschaft mit Athletinnen aus Dresden, Kubschütz und Dettingen antreten.

Auch die Rahmenbedingungen vor Ort stimmen: Die deutsche Delegation findet hervorragende Trainings- und Unterbringungsmöglichkeiten vor. Trotz der organisatorischen Herausforderung durch den Shuttle zwischen Unterkunft und Wettkampfstätte präsentiert sich das Team geschlossen, fokussiert und hochmotiviert für den heutigen Start am Nachmittag.

Wichtige Standortbestimmung auf internationalem Niveau

Der World-Cup in Puurs ist für das deutsche Team mehr als nur ein Wettkampf – er ist eine richtungsweisende Standortbestimmung im internationalen Vergleich. Mit einer gelungenen Mischung aus Erfahrung und neuen Impulsen blickt die Mannschaft gespannt auf die kommenden Wettkampftage – und hat das Potenzial, für starke Akzente zu sorgen.

Startzeiten : 🇩🇪🇧🇪

Lena Börner und Sophia Hermes – 14:33 Uhr

Alisée Strohhecker, Fiona Reul und Kira Hellwig – 14:36 Uhr

Lotta Witt, Lena Buhler und Anna Buhler – 15:42 Uhr

Caroline Wieland, Tia Gazsi und Lotte Tröster – 15:48 Uhr

Lyven Strempel und Hannes Woitass – 16:10 Uhr

Maximilian Rau und Filip Dietze – 16:14 Uhr

DSAB-aktuell

Keine Bewerbung für die WM 2028

Augsburgs Engagement bleibt ein starkes Signal!

Der Deutsche Sportakrobatik Bund hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Möglichkeit einer Bewerbung um die Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2028 im Bereich Sportakrobatik beschäftigt. Als potenzieller Austragungsort stand Augsburg im Fokus, eine Stadt, die gemeinsam mit engagierten Partnern vor Ort großes Interesse und Einsatzbereitschaft gezeigt hat.

Insbesondere Alexander Baur, Vorstand des SAV Augsburg, hat mit besonderem Engagement die Initiative vorangetrieben. In zahlreichen Gesprächen auf kommunaler und regionaler Ebene ist es ihm gelungen, wichtige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Sport und Kultur für die Idee einer Weltmeisterschaft in Augsburg zu sensibilisieren und zu gewinnen. Dieses Engagement verdient große Anerkennung und ausdrücklichen Dank.

Gemeinsam mit dem DSAB wurden auf dieser Basis erste Konzepte entwickelt und Möglichkeiten ausgelotet, wie eine Bewerbung erfolgreich gestaltet werden könnte. Dabei wurde deutlich, welches Potenzial der Standort Augsburg für ein internationales Großereignis mitbringt.

Nach sorgfältiger Prüfung aller Rahmenbedingungen hat das Präsidium des DSAB jedoch entschieden, von einer Bewerbung für die Weltmeisterschaften 2028 abzusehen. Ausschlaggebend hierfür sind insbesondere die derzeit nicht darstellbaren finanziellen Anforderungen. Die Vorgaben von World Gymnastics für die Ausrichtung eines solchen Events sind erheblich und gehen mit Kosten in einer Größenordnung einher, die im aktuellen Konzept nicht gedeckt werden können. Für eine tragfähige Bewerbung fehlen derzeit mehrere hunderttausend Euro.

Darüber hinaus sind auch die notwendigen personellen Strukturen aktuell nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Die Organisation einer Weltmeisterschaft über einen Zeitraum von rund zwei Wochen erfordert ein professionelles Organisationsteam mit mehreren hauptamtlichen Kräften, die sich ausschließlich dieser Aufgabe widmen. Diese Kapazitäten sind gegenwärtig weder auf Seiten des Verbandes noch vor Ort in ausreichendem Umfang gegeben.

Diese Entscheidung ist dem Präsidium nicht leicht gefallen, insbesondere vor dem Hintergrund des außerordentlichen Engagements in Augsburg. Umso wichtiger ist es dem DSAB, sich ausdrücklich bei Alexander Baur sowie allen Beteiligten vor Ort zu bedanken. Ihr Einsatz hat gezeigt, welches Potenzial in der deutschen Sportakrobatik und ihren Standorten steckt.

Gleichzeitig hat der Prozess wertvolle Erkenntnisse geliefert, die für zukünftige Überlegungen und mögliche Bewerbungen von großer Bedeutung sein werden. Der DSAB wird auch weiterhin daran arbeiten, die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um internationale Großveranstaltungen in Deutschland realisieren zu können.

Der Blick richtet sich daher nach vorne, mit dem klaren Ziel, die Sportakrobatik in Deutschland weiterzuentwickeln und perspektivisch auch wieder als Ausrichter auf der internationalen Bühne in Erscheinung zu treten.

IMG_5269

DM 2026: Volunteers gesucht

Sei dabei bei der Deutschen Meisterschaft 2026 in Göppingen!

Sei als Volunteer live dabei und unterstütze das Sportakrobatik-Event des Jahres in der EWS Arena in Göppingen. Werde Teil einer inspirierenden Gemeinschaft und helfe mit, alle Gäste, Athlethen*innen, Trainer*innen, Kampfrichter*innen oder Medienvertreter*innen mit unserer Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft zu überraschen!

Der ortsansässige SC Rechberghausen sucht für den 4. bis 7. Juni 2026 engagierte Volunteers, die die Wettkämpfe tatkräftig unterstützen. Eine einmalige Gelegenheit, hautnah Teil dieses inspirierenden Events und Teams zu sein und die besten Sportakrobaten des Landeslive zu erleben.

Dein Einsatz lohnt sich!

Als Volunteer erwartet Dich nicht nur eine unvergessliche Erfahrung, sondern auch:

·                    Ausstattung mit unserem Volunteer-Shirt

·                    Verpflegung während des Events

·                    Ein offizielles Zertifikat über eine ehrenamtliche Tätigkeit

·                    Zusätzlich kann auf Anfrage ein Schreiben für einen Freistellungsantrag beim Arbeitgeber ausgestellt werden.

Mit den geplanten Einsatzbereichen stehen unseren Volunteers jede Menge spannende Möglichkeiten offen. Von A wie Aufbau bis V wie VIP-Betreuung – bei uns ist für jeden etwas dabei! Konkret kannst Du uns in folgenden Bereichen unterstützen:

·                    Zupacken beim Auf- und Abbau – hier können wir jede helfende Hand gebrauchen

·                    Ordnertätigkeiten: Einweisung von Teilnehmern und Gästen (Sportlereingang, Sportlertribüne, Gästeblock, Aufwärmhalle etc.)

·                    Hallensprecher für Freitag, 05.07.2026

·                    Einlasskontrollen

·                    Unterstützung des Catering-Teams

·                    Betreuung des Live-Streams

·                    Springer: Unterstütze uns dort, wo gerade Not am Mann ist

·                    VIP-Betreuung: Kümmere Dich um das Wohl unserer Ehrengäste in den VIP-Logen

·                    Medienbetreuung

Melde dich jetzt als Volunteer an und werde Teil dieses einzigartigen Events.

Hier geht’s zur Anmeldung >>>

Wir freuen uns auf Dich!

DM Organisationsteam

Dana Kohn

Deutscher Sportakrobatik Bund e.V.

E-Mail: dm@sportakrobatikbund.de

IMG_5065 2

Was bleibt vom ersten FIG World Cup in Maia?

Eine Woche voller Emotionen, Begegnungen und sportlicher Ausrufezeichen liegt hinter der internationalen Sportakrobatik-Gemeinschaft. Der erste FIG World Cup der Saison im portugiesischen Maia hat einmal mehr gezeigt, wie faszinierend, intensiv und verbindend unsere Sportart sein kann. Und aus deutscher Sicht gibt es allen Grund, mit Stolz auf diese Tage zurückzublicken.

Drei Finalteilnahmen – ein starkes Signal aus Deutschland

Das Wichtigste zuerst: Die deutsche Equipe hat sich hervorragend präsentiert. Drei Starts, drei Finalteilnahmen – ein Ergebnis, das sich auf diesem Niveau mehr als sehen lassen kann. Mit den Plätzen 6, 7 und 8 im Finale kehren die deutschen Formationen gemeinsam mit ihren Coaches Johannes Belovencev, Tom Mädler und Silke Spieß mit erhobenem Kopf und breiter Brust nach Deutschland zurück.

Doch die Platzierungen erzählen nur einen Teil der Geschichte.

Egal ob auf der Matte oder neben ihr – alle Beteiligten haben die deutsche Sportakrobatik in Maia hervorragend vertreten. Man spürt: Deutschland wird wahrgenommen. Wir sind Teil dieser internationalen Spitze, wir gehören dazu.

Ein kleines, aber aussagekräftiges Detail zeigt das besonders deutlich: Internationale Top-Athleten, Weltmeister, Europameister oder World-Games-Sieger folgen unseren Sportlerinnen und Sportlern plötzlich auf Social Media, schicken Freundschaftsanfragen oder suchen den Austausch. Es sind vielleicht nur kleine Gesten – doch sie zeigen, dass man sich kennt, respektiert und wahrnimmt.

Mit den Großen aufwärmen – und gegen sie antreten

In Maia traf sich die absolute Weltspitze. Nationen wie RusslandBelarus, die USAItalienUkraine und Gastgeber Portugal brachten enorme Qualität auf die Matte. Wenn man sich gemeinsam mit World-Games-Gewinnern, Welt- und Europameistern auf dem Warm-up-Floor vorbereitet – und wenige Minuten später direkt gegen sie antritt – dann ist das mehr als nur ein Wettkampf.

Natürlich ist zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch etwas Sand im Getriebe der Programme. Wie sollte es auch anders sein? Doch die deutschen Formationen setzten bereits klare Ausrufezeichen.

  • Das Herrenpaar lag nach der Balanceübung sensationell auf Platz drei.
  • Die Damengruppe zeigte eine starke Qualifikation und platzierte sich direkt hinter den späteren Goldmedaillengewinnern.
  • Das Damenpaar bewies Charakter: Nachdem die Dynamikübung am Vortag des Finals nicht optimal lief, steigerten sie sich eindrucksvoll und beendeten das Finale mit einer starken 27er-Wertung auf Rang sechs.

Diese Leistungen zeigen deutlich: Deutschland kann mit den Besten mithalten.

Analyse, Geduld und der nächste Schritt

Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Gemeinsam mit Bundestrainer Igor Blintsov werden die Teams ihre Übungen und den gesamten World Cup intensiv analysieren.

Die nächsten Stationen stehen bereits vor der Tür:

  • Puurs für das Herrenpaar und die Damengruppe
  • Burgas für das Damenpaar

Dort soll der nächste Entwicklungsschritt folgen.

Natürlich sind Nationen wie die USA, Russland, Belarus oder Portugal aktuell noch einige Schritte voraus. Doch Maia hat auch gezeigt: Diese Länder kochen ebenfalls nur mit Wasser. Wenn der Druck durch aufstrebende Nationen wie Deutschland wächst, werden auch sie verwundbar.

Und genau dieser Prozess hat längst begonnen.

Eine Veranstaltung der Extraklasse

Was die Portugiesen in Maia auf die Beine gestellt haben, sucht vermutlich weltweit seinesgleichen.

Die Organisation war beeindruckend, die Atmosphäre einzigartig. Lediglich bei Transport und Verpflegung gibt es noch kleine Verbesserungsmöglichkeiten – doch alles andere war schlichtweg herausragend. Die Stimmung in der Arena? Ein wahrer Hexenkessel. Und das Besondere: Das Publikum feuerte nicht nur die eigenen portugiesischen Formationen an. Jede Übung, jede Formation, jedes Land wurde mit Begeisterung unterstützt. Diese Begeisterung sorgt für Gänsehaut und ist vielleicht die beste Werbung, die unsere Sportart haben kann.

Ein Blick Richtung olympische Zukunft

Nicht zufällig war auch eine kleine Delegation aus Australien vor Ort. Australien wird die übernächsten Olympischen Spiele ausrichten und hat die Möglichkeit, neue Sportarten zu präsentieren und zu integrieren. Dass Vertreter aus Down Under den World Cup in Maia genau beobachten, zeigt: Sportakrobatik ist auf dem Radar. Vielleicht ist der Traum von Olympia doch gar nicht mehr so weit entfernt.

Sport baut Brücken

Ein weiterer bemerkenswerter Moment dieses World Cups: Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus waren wieder am Start.

Darüber kann und darf jeder seine eigene Meinung haben. Doch eines bleibt festzuhalten: Sportlerinnen und Sportler tragen keine Verantwortung für politische Entscheidungen oder Kriege. In Maia konnte man sehen, dass der Sport zumindest kleine Brücken bauen kann. Nach den Übungen gab es kurze Blicke, ein Nicken, gegenseitigen Respekt. Vielleicht sind es nur kleine Zahnräder. Aber auch kleine Zahnräder können etwas in Bewegung setzen.

Kleine Dinge, große Wirkung

Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen. Der Transport zwischen Hotel und Wettkampfhalle erwies sich teilweise als schwierig. Eine einfache Lösung brachte überraschend viel Entlastung für das deutsche Team: UBER.

Unkompliziert, schnell und kostengünstig – und plötzlich war der Weg zur Halle kein Stressfaktor mehr. Auch das sorgte für mehr Ruhe und Konzentration im Team.

Der Blick nach vorn

Die Saison nimmt jetzt Fahrt auf.

Mit den kommenden World Cups in PuursBurgas und Rzeszów stehen bereits die nächsten internationalen Herausforderungen an. Dort werden nicht nur die Teams aus Maia antreten, sondern auch weitere starke deutsche Formationen, die ebenfalls zeigen wollen, was sie können.

Deutschland wird stark sein – im Team.

Und genau dieses Team muss sich möglichst früh finden. Warum bis zu den Deutschen Meisterschaften warten? Warum nicht schon in den kommenden Wochen Klarheit schaffen, welche Formationen zur Weltmeisterschaft fahren und wer aktuell auf den Positionen drei und vier steht? Eine frühe Entscheidung könnte Druck aus der Vorbereitung nehmen und positive Effekte für alle Beteiligten schaffen. Andere Nationen machen genau das bereits vor – und gehören nicht zufällig zu den erfolgreichsten der Welt.

Perfekte Präsentation unseres Sports

Die Portugiesen wissen, wie man Sportakrobatik präsentiert.

Der World Cup in Maia war eine High-End-Veranstaltung:

  • mit Nils Daniel saß ein mitreißender Hallensprecher am Mikrofon
  • modernste Technik mit dem Auswertungssystem Acro Companion
  • große LED-Leinwände
  • transparente Kampfrichterwertungen mit namentlicher Zuordnung auf der LED-Leinwand
  • Live-Anzeige der geturnten Schwierigkeiten während der Übung – ähnlich wie im Eiskunstlauf

All das macht unseren Sport verständlicher, spannender und attraktiver für Zuschauer.

Ein Modell mit Zukunft

Und noch etwas bleibt: Diese Veranstaltung finanziert dem portugiesischen Ausrichterverein einen großen Teil seiner Saison – und darüber hinaus bleibt sogar ein Überschuss. Auch das zeigt, welches Potenzial in unserer Sportart steckt, wenn sie professionell präsentiert und vermarktet wird.

Und was bleibt am Ende?

Gänsehaut.
Stolz.
Neue Kontakte.
Wertvolle Erfahrungen.

Und vor allem die Gewissheit, dass die deutsche Sportakrobatik auf dem richtigen Weg ist.

Maia war erst der Anfang der Saison.
Doch eines hat dieses Wochenende bereits klar gemacht:

Deutschland ist da. Und die Welt nimmt es wahr.