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Starker Rückenwind für die deutsche Akrobatik

Wladislav Ljubimov ins Technische Komitee Akrobatik der European Gymnastics gewählt. DSAB stärkt damit seine Position in Europa.

In den vergangenen zwei Tagen trafen sich alle 50 Mitgliedsverbände des Europäischen Turnverbandes in der tschechischen Hauptstadt Prag, um am 31. Kongress der European Gymnastics (EG) teilzunehmen. Die Delegierten reisten bereits am Mittwoch und Donnerstag an und fanden eine Atmosphäre vor, die sowohl von Vorfreude als auch von intensiven Diskussionen geprägt war.

Am ersten Kongresstag hörte die Generalversammlung die Berichte des EG-Präsidenten sowie der Präsidentinnen und Präsidenten der Technischen Komitees. Zudem wurden wichtige Anträge beraten und verabschiedet. Besonders im Mittelpunkt stand die Entscheidung über die Rückkehr russischer und belarussischer Athleten zu internationalen Wettkämpfen ab dem 1. Januar 2026 – gemäß der Vorgaben der FIG vom 19. Juli 2023, nach denen neutrale Athletinnen und Athleten dieser Nationen seit dem 1. Januar 2024 wieder unter klar definierten Bedingungen starten dürfen. Der Europäische Turnverband wird sich in dieser Angelegenheit strikt an die FIG-Regelungen halten. Die Wiedereinsetzung von Funktionären aus Russland und Belarus in ihre Ämter wurde jedoch nicht genehmigt. Darüber hinaus wurde die Einrichtung einer Parkour-Arbeitsgruppe beschlossen.

Der zweite Kongresstag stand ganz im Zeichen der Wahlen. Bei der Präsidentschaftswahl trat Amtsinhaber Dr. Farid Gayibov (AZE) gegen seinen kroatischen Herausforderer Mario Vukoja an. Mit einem äußerst knappen Ergebnis von 27 zu 23 Stimmen wurde Gayibov für seine dritte und letzte Amtszeit bestätigt. Zu ihm ins Präsidium gesellen sich Ismail Göktekin (TUR), Tom Thingvold (NOR) und Sabrina Klaesberg (GER).

Im Exekutivkomitee werden künftig Marta Pagnini (ITA), Natalja Inno (EST), Ciaran Gallagher (IRL), Alvaro Sousa (POR), Marat Filippov (RUS), Ignacio Marron Moya (ESP) und Carine Charlier (FRA) die Entscheidungsprozesse maßgeblich mitgestalten.

Auch die Präsidentinnen und Präsidenten der Technischen Komitees wurden neu gewählt oder im Amt bestätigt. An der Spitze der TCs stehen künftig:
– Andrey Fedarau (BLR) – Kunstturnen Männer
– Mairead Kavanagh (IRL) – Kunstturnen Frauen
– Eliso Bedoshvili (CYP) – Rhythmische Sportgymnastik
– Babette Van Wetering (NED) – Trampolin
– Ricardo Lima (POR) – Breitensportgymnastik
– Melanie Sanders (GBR) – Akrobatik
– Alina Dragan (ROU) – Aerobic
– Bianca Franzoi (AUT) – TeamGym

Für die deutsche Sportakrobatik war die Wahl des neuen Technischen Komitees Akrobatik von besonderer Bedeutung. Wladislav Ljubimov, der sich seit vielen Jahren im DSAB engagiert und eine anerkannte internationale Expertise besitzt, erhält künftig einen Sitz im TC Acro. Das Gremium wird neben Vorsitzender Melanie Sanders durch Mitglieder aus Polen, Belgien, der Schweiz, Frankreich und Portugal ergänzt.

Sportdirektor Hannes Schenk betonte die Bedeutung dieses Ergebnisses für die deutsche Sportakrobatik:
„Die Wahl von Wladislav Ljubimov ist ein starkes Signal für die deutsche Sportakrobatik. Seine fachliche Tiefe, sein internationaler Blick und sein großes Engagement werden die Entwicklung unserer Disziplin in Europa nachhaltig bereichern. Für uns als DSAB ist das ein bedeutender Schritt und ein klarer Gewinn.“

Nach der Wahl wurden die scheidenden Funktionäre der European Gymnastics feierlich geehrt. Der Abend klang mit dem traditionellen Bankett aus, bei dem sich die neu formierten Technischen Komitees erstmals im persönlichen Austausch trafen. Ein gemeinsamer Stadtausflug am Sonntag rundete das Kongressprogramm ab, bevor die Delegationen die Heimreise antraten.

Für den Deutschen Sportakrobatik Bund markiert dieser Kongress einen wichtigen und erfreulichen Meilenstein: Mit der Wahl von Wladislav Ljubimov ist die deutsche Stimme in der europäischen Sportakrobatik künftig so präsent und einflussreich wie schon lange nicht mehr !

Der DSAB gratuliert herzlich !

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Bundeskader 2026

DSAB beruft 116 Sportakrobatinnen und Sportakrobaten

Als „Vorweihnachtsgeschenk“ für 116 Sportakrobatinnen und Sportakrobaten wurde am heutigen 01. Dezember der Bundeskader 2026 veröffentlicht. Bundestrainer Igor Blintsov, Sportdirektor Hannes Schenk, Disziplintrainer Petra Vitera und Yves Vander Donckt sowie der Vizepräsident für Leistungssport, Bernd Hegele, arbeiteten in den letzten Wochen sehr intensiv an der Kaderberufung. Die Auswahl der Athletinnen und Athleten wurde auf Basis ihrer Leistungen in vergangenen Wettkämpfen, während Sichtungen bei Lehrgängen sowie einer Bewertung ihres Potenzials vorgenommen.

Insgesamt 116 Athleten wurden in die verschiedenen Bundeskader berufen, die sich seit der Reform des Spitzensports in Deutschland in den Worldgameskader (WK – analog zum Olympiakader OK), den Perspektivkader (PK) sowie den Nachwuchskader 1 (NK1) unterteilen. Darüber hinaus wurden die jüngeren Talente zur Unterstützung ihrer sportlichen Entwicklung in Abstimmung mit den Landesverbänden in den Nachwuchskader 2 (NK2) berufen.

Der Deutsche Sportakrobatik Bund gratuliert allen Sportlerinnen und Sportlern sowie Trainerinnen und Trainern herzlich und wünscht ein erfolgreiches Sport- und WM-Jahr 2026.

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DSAB eröffnet offiziell sein neues Leistungszentrum in Rechberghausen

Der Deutsche Sportakrobatikbund hat gestern, am 28. November 2025, in einem feierlichen Festakt sein modernes Leistungszentrum in Rechberghausen offiziell eingeweiht. Dieses Zentrum markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Professionalisierung der Sportart in Deutschland und dient neben den Leistungszentren in Dresden und Frankfurt als zentraler Stützpunkt für die nationale Elite und Nachwuchsförderung.

Die Eröffnung fand im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus Sport, Politik und Bildung statt, darunter DSAB-Präsident Oliver Stegemann, Bürgermeisterin Claudia Dörner, Bundestrainer Igor Blintsov sowie Vertreter des DSAB, der eng kooperierenden Schulen und des Württembergischen Sportakrobatikverbandes (BWSAV).

Das neue Leistungszentrum ist Teil einer bundesweiten Strategie des DSAB, die Strukturen für den Spitzensport zu optimieren. Ziel ist es, Athletinnen und Athleten optimale Trainingsbedingungen zu bieten, ihre duale Karriere – die Verbindung von Schule/Ausbildung und Leistungssport – bestmöglich zu unterstützen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands weiter zu steigern.

„Mit der Eröffnung dieses Zentrums schaffen wir einen Ort, an dem junge Menschen nicht nur ihre akrobatischen Fähigkeiten perfektionieren, sondern auch wichtige Werte wie Disziplin, Teamgeist und Resilienz lernen“, erklärte Heiko Weissinger, Präsident des BWSAV , in seiner Rede. „Dies ist kein Prestigeobjekt, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Sportlerinnen und Sportler und des gesamten Sports in Deutschland“.

Die strategische Lage Rechberghausens im süddeutschen Raum und die hervorragende Anbindung an lokale Bildungseinrichtungen waren ausschlaggebend für die Standortwahl. Diese Partnerschaften sind essenziell, um den Sportlerinnen und Sportlern eine umfassende schulische und sportliche Entwicklung zu ermöglichen. Ergänzend dazu betonte Heiko Weissinger den besonderen lokalen Zusammenhalt: „Hier hilft man sich, hier unterstützt man sich. Genau deshalb kann hier etwas entstehen, das größer ist als wir selbst.“

Unter der Leitung von DSAB-Disziplintrainer und neuem Cheftrainer des SC Rechberghausen Yves Vander Donckt bietet die Einrichtung ab sofort ein professionelles Umfeld für Bundeskaderathleten. Hier können sie intensiv auf nationale und internationale Wettkämpfe hinarbeiten. Der DSAB verfolgt dabei ambitionierte Ziele: „Wir träumen davon, dass in dieser Halle Welt- und Europameister geformt werden – Athleten, die Deutschland bei den World Games 2029 in Karlsruhe und perspektivisch auch bei den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane vertreten“, so Weissinger.

In seiner Rede ging von DSAB-Präsident Oliver Stegemann ein besonderer Dank an den SC Rechberghausen, der als verantwortlicher Betreiber des Leistungszentrums fungieren wird. Nach den geltenden Förderrichtlinien darf der DSAB selbst keine eigenen Leistungszentren betreiben. Umso größer ist die Bedeutung, dass ein engagierter Verein wie der SC Rechberghausen bereit ist, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen und damit die Entwicklung der Sportakrobatik aktiv zu unterstützen.

„Dieses Leistungszentrum zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Verbänden und Vereinen für den gesamten Sport sein kann. Ohne den Einsatz des Vereins wäre ein solches Angebot für Athletinnen und Athleten im Sinne des DSAB nicht möglich!“, so Oliver Stegemann weiter.

Der DSAB dankt allen Beteiligten, Partnern und ehrenamtlichen Helfern, deren unermüdlicher Einsatz dieses zukunftsweisende Projekt ermöglicht hat. Das Leistungszentrum Rechberghausen ist nun bereit, die nächste Generation deutscher Sportakrobaten auf ihrem Weg an die Weltspitze zu begleiten.

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Internationaler Acro Cup 2026 in Augsburg

Der Deutsche Sportakrobatikbund freut sich, auf einen besonderen sportlichen Höhepunkt im kommenden Jahr hinzuweisen: Vom 01. bis 03. Mai 2026 wird in Augsburg der Internationale Acro Cup ausgetragen. Nach der zuletzt räumlich und zeitlich stark eingeschränkten Austragung stehen den teilnehmenden Nationen und Vereinen diesmal deutlich verbesserte Bedingungen zur Verfügung. Eine moderne, großzügige Veranstaltungshalle bietet viel Platz für Athletinnen, Athleten, Trainerteams und Zuschauer.

Der Sportakrobatikverein Augsburg-Hochzoll 1957 e.V. lädt alle Sportakrobatinnen und Sportakrobaten herzlich ein, an dieser hochklassigen internationalen Veranstaltung teilzunehmen. Über drei Tage hinweg bietet sich die Gelegenheit, Sportakrobatik auf internationalem Niveau zu erleben.

Auch der DSAB freut sich darauf, möglichst viele deutsche Vereine ab dem 01. Mai 2026 in Augsburg und Königsbrunn begrüßen zu dürfen.

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Ergebnisse des DSAB-Tages 2025 – Wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Sportakrobatik

Am 11. Oktober 2025 fand der DSAB-Tag in Berlin statt, bei dem bedeutende Entscheidungen für die Zukunft der Sportakrobatik in Deutschland getroffen wurden. Die Vertreterinnen und Vertreter der Landesverbände sowie der Verbandstrainer versammelten sich, um über wichtige organisatorische und sportliche Entwicklungen zu beraten. Im Fokus standen insbesondere die Deutsche Meisterschaft 2026, die Nominierungskriterien für internationale Wettkämpfe sowie die Weiterentwicklung des Nachwuchsleistungssports.

1. Deutsche Meisterschaft 2026: Ein Schritt in Richtung gemeinsamer Wettbewerbe für alle Altersklassen

Die Deutsche Meisterschaft 2026 wird erstmals für alle Altersklassen gemeinsam ausgetragen. Vom 5. bis 7. Juni 2026 treffen sich die besten Sportakrobatinnen und Sportakrobaten in der EWS Arena in Göppingen. Mit dieser Entscheidung setzt der DSAB ein wichtiges Zeichen für eine stärkere Integration der verschiedenen Altersklassen und Disziplinen.

Die Teilnahmebeschränkungen für die Meisterschaft sind klar festgelegt:

  • Jeder Landesverband erhält zwei Startplätze pro Altersklasse und Disziplin.
  • Es gibt zudem Bonusplätze: Je Podestplatz bei der Deutschen Meisterschaft 2025 erhält der jeweilige Landesverband einen zusätzlichen Startplatz für 2026.
  • In Ausnahmefällen kann das DSAB-Trainer- und Leistungssportteam zusätzliche Wild-Card-Startplätze vergeben, insbesondere für Formationen, die aus gesundheitlichen Gründen oder anderen besonderen Umständen eine sportliche Unterstützung benötigen. Somit wird gewährleistet sein, dass keine leistungsstarke Formation durch das Raster fallen wird.

Ein weitere Neuerung ist die Regelung für Startgemeinschaften: Wenn eine Formation aus mehreren Landesverbänden besteht, wird der Startplatz dem Landesverband zugeordnet, in dem die Formation überwiegend trainiert.

2. Neue Nominierungskriterien für EM/WM: Transparenz und Leistung im Fokus

Für die anstehenden Europameisterschaften und Weltmeisterschaften wurden die Nominierungskriterien vorgestellt, die auf einem zweisäuligen Modell basieren:

  • Säule 1 umfasst die verpflichtende Teilnahme an mindestens zwei vom DSAB festgelegten Wettkämpfen, davon ein internationaler Wettbewerb.
  • Säule 2 sieht eine qualitative sportfachliche Bewertung durch das Trainer- und Leistungssportteam vor, wobei Faktoren wie Finalpotenzial, Entwicklungsperspektiven und internationale Vergleichbarkeit berücksichtigt werden.

Zusätzlich müssen die Vereine einen Anmeldebogen bis zum 30. November 2025 einreichen, wenn sie eine Formation für den Nominierungsprozess anmelden möchten.

3. Einführung des AcroManager-Nutzungsbeitrags

Ab 2026 wird ein jährlicher Nutzungsbeitrag von 25 Euro pro Nutzer für das System AcroManager eingeführt. Dieses System ermöglicht eine verbesserte Verwaltung und Nachverfolgung der Leistung von Athleten und soll die Organisation im Bereich der Sportakrobatik weiter optimieren.

4. Förderung des Nachwuchsleistungssports: Einführung der Altersklasse AK1

Um die Entwicklung von Nachwuchstalenten gezielt zu unterstützen, wird die Altersklasse AK1 eingeführt. Diese neue Altersklasse soll dazu beitragen, die sportliche Entwicklung von jungen Athletinnen und Athleten zu fördern und ihre Leistungsbewertung zu optimieren. Die Entwicklungsbewertung erfolgt mithilfe des ASPIRE-Systems und wird einmal jährlich auf Landesverbandsebene durchgeführt. Die Ergebnisse müssen alle vier Jahre an den DSAB gemeldet werden.

Zusätzlich zur AK1 sollen auch die Ergebnisse bei Deutschen Meisterschaften, die Ergebnisse bei internationalen Nachwuchswettkämpfen und die Entwicklung von Bundeskaderathleten stärker berücksichtigt werden.

5. Beitragserhöhung für Vereine ab 2026

Ab dem Jahr 2026 wird der Jahresbeitrag für Vereine von 250 Euro auf 350 Euro erhöht. Diese Beitragserhöhung soll dazu beitragen, die zunehmenden Anforderungen an die Organisation und die Förderung des Leistungssports zu decken.

6. DSAB-Leistungszentren: Ein neuer Schritt in der Talentförderung

Die DSAB-Leistungszentren werden künftig eine zentrale Rolle in der Talentförderung und der Betreuung der Nationalmannschaft übernehmen. Geplant sind die Eröffnung von Leistungszentren in Dresden, Frankfurt und Rechberghausen, die mit modernster Infrastruktur und hauptamtlichen Trainern ausgestattet werden. Die Leistungszentren sollen insbesondere die Talentförderung und die Unterstützung dualer Karrieren vorantreiben. Die Finanzierung erfolgt durch die Vereine, unterstützt durch den DSAB.

Ab 2026 werden zudem 10 Lehrgänge im Leistungssportbereich und 10 Lehrgänge im Nachwuchsbereich durchgeführt, um die Ausbildung und Entwicklung von Sportakrobaten weiter zu fördern.

7. Das DSAB-Trainerteam: Gezielte Unterstützung für Vereine

Das DSAB-Trainerteam wird künftig eine noch aktivere Rolle in der Unterstützung der Vereine übernehmen. Jährlich wird es in den World Games- und Perspektivkadern dreimal sowie im Nachwuchskader 1 einmal aktiv werden, um die Arbeit mit Kaderathleten zu fördern. Besonders betont wurde die Notwendigkeit einer stärkeren regionalen Zusammenarbeit und einer besseren Bündelung von Vereinen, um die Effektivität der Trainingsarbeit zu steigern.

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Deutsche Meisterschaften Aspire & Junioren 2

SC Hoyerswerda und Eintracht Frankfurt dominieren

Am vergangenen Wochenende versammelten sich die besten Formationen der Altersklassen Aspire und Junioren 2 zur Deutschen Meisterschaft der Sportakrobatik in Birkenau (Mannheim/Viernheim). Schon im Vorfeld war die Spannung groß: Viele „Neulinge“ in der Aspire-Klasse und zahlreiche bekannte Gesichter in der Junioren-2-Kategorie ließen spannende Wettkämpfe erwarten – und die Erwartungen wurden erfüllt.

In der Aspire-Klasse gingen beeindruckende 39 Damenpaare und 29 Damengruppen an den Start. Diese Zahlen belegen nicht nur die stetig wachsende Beliebtheit der Sportakrobatik, sondern auch die gute Nachwuchsarbeit in den Vereinen und beim Deutschen Sportakrobatik-Bund (DSAB).

Auf der Matte zeigten sich beeindruckende Leistungen und ein hohes technisches Niveau, auch wenn insbesondere bei den Junioren teils große Unterschiede in der Schwierigkeit der Übungen (Value) und deren Ausführung sichtbar wurden.

SC Hoyerswerda und Eintracht Frankfurt setzen Maßstäbe

Sportlich gesehen waren vor allem der SC Hoyerswerda und die Eintracht Frankfurt das Maß aller Dinge. Beide Vereine sammelten zahlreiche Medaillen und zeigten eindrucksvoll, warum sie zu den führenden Akrobatikzentren Deutschlands gehören. Dahinter machte insbesondere der TSV Grafenau auf sich aufmerksam, der als aufstrebender Verein mit starken Leistungen glänzte und den etablierten Clubs dicht auf den Fersen war.

Eröffnung durch Ministerin Diana Stolz

Die feierliche Eröffnung übernahm Diana Stolz (CDU), Ministerin der Staatskanzlei Hessen und zuständig für das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege.
In ihrer Ansprache lobte sie die hervorragende Organisation und den Einsatz aller Beteiligten insbesondere der Eltern:

„Eine Veranstaltung wie diese zeigt, wie viel Leidenschaft und Engagement im Vereinssport steckt. Die Sportakrobatik ist eine faszinierende Disziplin, die Kraft, Eleganz und Teamgeist vereint“, so Ministerin Stolz.

Als Zeichen der Anerkennung überreichte sie den Gastgebern zudem eine finanzielle Unterstützung des Landes Hessen.

Technische Panne mit großem Sportsgeist gemeistert

Trotz kleiner technischer Probleme zu Beginn – die vom Vizepräsidenten für Leistungssport, Bernd Hegele, rasch behoben wurden – verlief die Meisterschaft reibungslos.
Ein besonderer Moment ereignete sich zum Schluss: Bei der Damengruppe des SC Hoyerswerda in der Aspire-Kategorie fiel bereits nach wenigen Sekunden die Musik aus. Das Trio zeigte Nervenstärke, turnte die Übung tapfer bis zum Ende durch – und siegte trotz einiger Fehler vor Frankfurt, Dresden und Potsdam.
Eine nachträgliche Bewertung des Vorfalls sowie eine intensive Nachbetrachtung und Analyse der CJP/DJ/Kari-Wertungen wird unter Leitung von Frank Böhm zeitnah erfolgen.

Ein Riesenlob an den Ausrichter – Dank an alle Helferinnen und Helfer

Die SVG Nieder-Liebersbach meisterte die organisatorische Mammutaufgabe mit Bravour. Dank der unermüdlichen Helferinnen und Helfer, einer liebevollen Ausgestaltung bis ins kleinste Detail und monatelanger Vorbereitung erlebten die Teilnehmenden ein rundum gelungenes Wochenende.

Begeisterte Zuschauer, zufriedene Trainer und glückliche Sportlerinnen und Sportler sind der beste Beweis für den Erfolg dieser Veranstaltung.
„Wir sind stolz, dass wir die Deutsche Meisterschaft in den Altersklassen Aspire und Junioren 2 bei uns in Birkenau ausrichten und über 40 Vereine begrüßen durften“, sagte Tobias Meyer, Abteilungsleiter Sportakrobatik der SVG Nieder-Liebersbach.
„Die Rückmeldungen, die uns bislang erreicht haben, sind durchweg positiv. Eine Veranstaltung wie diese ist die beste Werbung, die unsere Sportart bekommen kann.“

Fotos der Siegerehrung:

https://drive.google.com/drive/folders/1hUK9cv9eQP6LreV-sBlIG1vBcTzHvLBA

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Klaus-Spengler-Pokal verschoben

Der SAV Mainz-Laubenheim muss den ursprünglich für Freitag, den 13. Dezember 2025, geplanten Klaus-Spengler-Pokal aufgrund einer organisatorischen Fehlplanung seitens der Stadt Mainz um einen Tag verschieben.

Die beliebte Veranstaltung findet nun am Samstag, den 14. Dezember 2025, in der gewohnten Halle in Mainz-Laubenheim statt.

Der Verein bedauert die kurzfristige Terminänderung und bittet alle teilnehmenden Vereine, Sportlerinnen und Sportler sowie Besucherinnen und Besucher um Verständnis. Durch die Verschiebung soll ein reibungsloser Ablauf des Wettkampfes sichergestellt werden.

Die aktualisierte Ausschreibung mit allen relevanten Informationen steht ab sofort zur Verfügung.

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Workplan Deutsche Meisterschaft Junioren 2 / Aspire

Am kommenden Wochenende finden in Birkenau die Deutschen Meisterschaften der Junioren 2 / Aspire statt. Der Wettkampf wird am Samstag, um 9.30 Uhr mit dem Einmarsch und der Nationalhymne eröffnet.
Die Aspire – Wettkampfklasse wurde in diesem Jahr „neu“ eingeführt. Sie löst die alte „Schülerklasse“ ab. Die wohl größte Änderung ist, dass nunmehr eine Kombiübung geturnt wird. Diese enthält Pflichtelemente aus den AgeGroup-Programm und je 1 wahlobligatorisches Elemente Balance bwz. Dynamik aus dem ToD (internationaler Elementekatalog).

39 Damenpaare und 29 Damengruppen sowie Mix- und Herrenpaare sind für diesen Aspire-Wettkampf angemeldet.

Der Ausrichter – die SVG Nieder-Liebersbach – wird uns um 18.00 Uhr einen Showact aufführen und anschließend gibt es auch schon die ersten Siegerehrungen der Qualifikation – hier für die Junioren 2 – Klasse, welche am Samstag sowohl ihre Dynamik, als auch Balance-Übung zeigen wird.

Am Sonntag startet der Wettkampf um 10.00 Uhr. Gegen 12.40 Uhr ist ein Auftritt einer RSG-Gruppe geplant und ab 13.00 Uhr werden wir wissen, wer die Sieger und Platzierten des Finales sein werden.

Als Fotografin wird Tanja Liedert vor Ort sein. Infos zur Vorbestellung für professionelle Fotos entnehmt ihr bitte dem folgenden Workplan.

Diese und weitere Infos könnt ihr auch dem aktuellen Workplan entnehmen.

Wir wünschen allen Teilnehmenden eine gute Anreise und maximale Erfolge.

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Aufbruch in eine neue Ära: Die Sportakrobatik in Deutschland stellt die Weichen für die Zukunft

Die deutsche Sportakrobatik steht aktuell an einem Wendepunkt. In den vergangenen Monaten kam es zu personellen Veränderungen in der Spitze, insbesondere im Seniorenbereich. Viele etablierte Athletinnen und Athleten haben ihre Karrieren beendet oder neue Wege eingeschlagen – ein natürlicher Prozess in jeder Sportart, der zugleich Raum für Neustart und Weiterentwicklung schafft.

Dieser Umbruch ist auch eine Chance: Junge Talente rücken nach, neue Trainingsgruppen entstehen, und an den neuen DSAB Leistungsstützpunkten in Dresden, Frankfurt und Rechberghausen wird mit Hochdruck daran gearbeitet, das nächste Kapitel der deutschen Sportakrobatik zu schreiben.

Das Trainerteam um Bundestrainer Igor Blintsov sowie die DSAB-Disziplintrainern Petra Vitera und Yves Vander Donckt leisten hier wertvolle Aufbauarbeit. Die Grundlagen für eine leistungsstarke Zukunft sind gelegt – jetzt gilt es, diese Potenziale gezielt weiterzuentwickeln.

Um den Übergang vom Nachwuchs in den Hochleistungssport langfristig zu sichern, arbeitet der DSAB an einer klaren und nachhaltigen Leistungsstruktur. Dabei stehen folgende Ziele im Mittelpunkt:

  • Die gezielte Förderung junger Talente mit Blick auf die WM 2026, die WM 2028 und den World-Games 2029
  • Eine enge Verzahnung zwischen Vereinen, Stützpunkten und Verbänden
  • Die Entwicklung eines langfristigen Masterplans für den Spitzensport
  • Transparente Kommunikation und Einbindung aller Akteur*innen im Sportakrobatik-Umfeld

Gemeinsam in die Zukunft

Sportdirektor Hannes Schenk: „Diese Phase des Umbruchs ist auch eine Phase der Mitgestaltung. Wir wollen alle Engagierten im Sportakrobatikbereich – Trainer*innen, Vereine, Athlet*innen, Kampfrichter*innen und Vorstände motivieren – diesen Weg gemeinsam mit uns zu gehen. Denn nur gemeinsam können wir die Strukturen schaffen, die nötig sind, um auch international weiter Akzente zu setzen.

Die kommenden Monate werden entscheidend sein – und sie bieten die Gelegenheit, die deutsche Sportakrobatik noch besser aufzustellen, zu modernisieren und zukunftsfähiger zu machen.

„Wir blicken mit Zuversicht nach vorn – für eine starke, lebendige und erfolgreiche Sportakrobatik in Deutschland!“, so Hannes Schenk.