Wir laden Euch herzlich zur Deutschen Meisterschaft 2026 nach Göppingen ein. Vom 5. bis 7. Juni findet die Veranstaltung in der EWS Arena statt – ein Großereignis, bei dem die besten Sportakrobaten Deutschlands um die Medaillen kämpfen.
Gemeinsam mit dem lokalen Ausrichter SC Rechberghausen möchten wir der Sportakrobatik die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient. Der Finaltag am Sonntag wird dabei ein besonderes Highlight: Neben den Finalistinnen und Finalisten erwarten Euch bekannte Gesichter aus dem Sport sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. So schaffen wir optimale Bedingungen, um die Sportakrobatik in die Welt hinauszutragen. Unser Ziel ist eine volle Halle, bei bester Stimmung und Ihr alle seid dabei!
Über diesen Link (Gutscheincode) erhalten Mitgliedsvereine des Deutschen Sportakrobatik Bundes exklusiven Zugang zu den Qualifikationstagen am 5. und 6. Juni 2026, da diese nicht öffentlich zugänglich sind.
Wir freuen uns auf ein großartiges Event mit vielen Zuschauern und Fans aus ganz Deutschland, die gemeinsam mit uns die Vision teilen, diese schöne Sportart bekannter zu machen.
Beim World Cup im belgischen Puurs präsentierte sich der Deutsche Sportakrobatik Bund einmal mehr als geschlossene und leistungsstarke Nation auf internationalem Parkett. Der traditionsreiche Wettkampf zählt – ähnlich wie Maia in Portugal – zu den bedeutendsten Stationen im internationalen Kalender und gilt als wichtiger Gradmesser auf höchstem Niveau.
Mit mehreren Finaleinzügen und überzeugenden Übungen unterstrichen die deutschen Formationen ihre positive Entwicklung im laufenden Wettkampfjahr.
Besonders erfreulich verlief der Wettkampf für das Damenpaar Lena Börner und Sophia Hermes. Mit zwei sauberen Übungen in der Qualifikation sicherten sie sich als Sechstplatzierte den Einzug ins Finale. Dort bestätigten sie ihre Leistung eindrucksvoll und belegten mit 26,900 Punkten erneut Rang sechs. Der Sieg ging an die starke Konkurrenz aus Israel.
In der Kategorie der Damengruppen zeigte sich insgesamt ein positives Bild, auch wenn nicht alle Formationen ihr volles Potenzial im entscheidenden Moment abrufen konnten. Alisée Strohhecker, Fiona Reul und Kira Hellwig überzeugten insbesondere mit einer ausdrucksstarken Balanceübung. In der Dynamik musste das Trio jedoch einen Abgang hinnehmen, wodurch der Finaleinzug knapp verpasst wurde. Dennoch war es eine vielversprechende Leistung beim erst zweiten World Cup dieser Formation.
Auch Lotta Witt, Lena Buhler und Anna Buhler präsentierten eine gut strukturierte Dynamikübung. Ein Abgang im letzten Balanceelement verhinderte ein noch besseres Ergebnis, dennoch überzeugte die Gruppe mit einer insgesamt anspruchsvollen und gelungenen Elementauswahl.
Caroline Wieland, Tia Gazsi und Lotte Tröster empfahlen sich mit einer sehr guten Qualifikation für das Finale und zogen als sechstbeste Formation ein. Im Finale mussten sie in der Dynamikübung einen Abgang hinnehmen, wodurch es beim sechsten Platz blieb. Der Finaleinzug sowie die insgesamt stabile Wettkampfleistung sind dennoch klar positiv zu bewerten.
Bei den Herrenpaaren überzeugten beide Herrenpaare. Lyven Strempel und Hannes Woitass zeigten drei konstant starke Übungen. In ihrem vierten gemeinsamen World Cup zeigten sie ihre bislang beste Gesamtleistung und erreichten einen hervorragenden sechsten Platz.
Maximilian Rau und Filip Dietze wussten erneut zu überzeugen. Beim zweiten gemeinsamen World Cup präsentierten sie sich in starker Form und belegten im Finale einen sehr guten fünften Rang.
Neben den sportlichen Leistungen war der DSAB auch im Kampfgericht vertreten: Daniel Blintsov absolvierte seinen ersten Einsatz auf internationaler Bühne und war ebenso wie Doreen Heckmann-Nötzl als Judge im Einsatz.
Bundestrainer Igor Blintsov zog ein positives Fazit: „Puurs gehört zu den wichtigsten Wettkämpfen im internationalen Kalender. Die gezeigten Leistungen bestätigen unseren Weg. Gleichzeitig haben wir wertvolle Erkenntnisse gewonnen, an denen wir in den kommenden Wochen gezielt arbeiten werden.“
Nächste Station: World Cup in Burgas
Viel Zeit zur Regeneration bleibt nicht: Bereits Ende Mai steht mit dem nächsten World Cup im bulgarischen Burgas das nächste internationale Highlight an. Dort wird die deutsche Nationalmannschaft erneut mit starken Formationen vertreten sein und an die positiven Leistungen aus Puurs anknüpfen wollen.
Mit einem breit aufgestellten und ambitionierten Team geht der Deutscher Sportakrobatik Bund mit Bundestrainer Igor Blintsov und Sportdirektor Hannes Schenk beim renommierten World-Cup in Puurs/BEL an den Start. In Puurs trifft die deutsche Auswahl auf ein hochkarätiges internationales Teilnehmerfeld: Über 50 Formationen aus 16 Nationen sowie eine AIN-Delegation sorgen für erstklassige Konkurrenz bei einem der traditionsreichsten Wettkämpfe im internationalen Sportakrobatik-Kalender.
Bereits bei der Anreise am Mittwoch zeigte sich die starke deutsche Präsenz: Neben dem World-Cup-Team sind zahlreiche Vereine auch beim parallel ausgetragenen Flanders International Acro Cup vertreten, der als wichtiger Nominierungswettkampf für die kommenden Weltmeisterschaften in Pesaro/Italien gilt.
Gelungener Auftakt mit Potenzial
Der Einstieg in den Wettkampf verlief vielversprechend. Während das freie Training souverän absolviert wurde, brachte das anschließende Podiumstraining wertvolle Erkenntnisse: Neben gelungenen Durchgängen und ersten Highlights traten auch kleinere Unsicherheiten auf – Details, an denen das Team bis zum Wettkampfstart gezielt arbeitet.
Mit insgesamt sechs Formationen präsentiert sich Deutschland breit aufgestellt. Zwei Teams bestreiten bereits ihren zweiten World-Cup der Saison, während gleich drei Formationen in neuer Konstellation ihr internationales Debüt im Seniorenbereich feiern.
Im Damenpaar vertreten Lena Börner und Sophia Hermes die deutschen Farben. Die Startgemeinschaft aus Hoyerswerda und Nordhorn reist mit optimalen Bedingungen und kurzer Anreise an.
Im Herrenbereich gehen gleich zwei Paare an den Start: Lyven Strempel und Hannes Woitass aus Riesa absolvieren ihren ersten World-Cup der Saison, bringen jedoch bereits internationale Erfahrung mit. Maximilian Rau und Filip Dietze vom TuS Hellersdorf reisen direkt aus Valencia an und knüpfen an ihre bisherigen Saisonleistungen an.
Besonders stark ist Deutschland bei den Damengruppen vertreten: Alisée Strohhecker, Fiona Reul und Kira Hellwig (Eintracht Frankfurt) gehen bestens vorbereitet in ihren zweiten World-Cup. Caroline Wieland, Tia Gazsi und Lotte Tröster (SC Hoyerswerda) feiern ihren ersten internationalen Einsatz in dieser Formation, können jedoch auf wertvolle Erfahrung auf höchstem Niveau zurückgreifen. Komplettiert wird das Aufgebot durch Lotta Witt, Lena Buhler und Anna Buhler , die als Startgemeinschaft mit Athletinnen aus Dresden, Kubschütz und Dettingen antreten.
Auch die Rahmenbedingungen vor Ort stimmen: Die deutsche Delegation findet hervorragende Trainings- und Unterbringungsmöglichkeiten vor. Trotz der organisatorischen Herausforderung durch den Shuttle zwischen Unterkunft und Wettkampfstätte präsentiert sich das Team geschlossen, fokussiert und hochmotiviert für den heutigen Start am Nachmittag.
Wichtige Standortbestimmung auf internationalem Niveau
Der World-Cup in Puurs ist für das deutsche Team mehr als nur ein Wettkampf – er ist eine richtungsweisende Standortbestimmung im internationalen Vergleich. Mit einer gelungenen Mischung aus Erfahrung und neuen Impulsen blickt die Mannschaft gespannt auf die kommenden Wettkampftage – und hat das Potenzial, für starke Akzente zu sorgen.
Startzeiten : 🇩🇪🇧🇪
Lena Börner und Sophia Hermes – 14:33 Uhr
Alisée Strohhecker, Fiona Reul und Kira Hellwig – 14:36 Uhr
Lotta Witt, Lena Buhler und Anna Buhler – 15:42 Uhr
Caroline Wieland, Tia Gazsi und Lotte Tröster – 15:48 Uhr
Der Deutsche Sportakrobatik Bund hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Möglichkeit einer Bewerbung um die Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2028 im Bereich Sportakrobatik beschäftigt. Als potenzieller Austragungsort stand Augsburg im Fokus, eine Stadt, die gemeinsam mit engagierten Partnern vor Ort großes Interesse und Einsatzbereitschaft gezeigt hat.
Insbesondere Alexander Baur, Vorstand des SAV Augsburg, hat mit besonderem Engagement die Initiative vorangetrieben. In zahlreichen Gesprächen auf kommunaler und regionaler Ebene ist es ihm gelungen, wichtige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Sport und Kultur für die Idee einer Weltmeisterschaft in Augsburg zu sensibilisieren und zu gewinnen. Dieses Engagement verdient große Anerkennung und ausdrücklichen Dank.
Gemeinsam mit dem DSAB wurden auf dieser Basis erste Konzepte entwickelt und Möglichkeiten ausgelotet, wie eine Bewerbung erfolgreich gestaltet werden könnte. Dabei wurde deutlich, welches Potenzial der Standort Augsburg für ein internationales Großereignis mitbringt.
Nach sorgfältiger Prüfung aller Rahmenbedingungen hat das Präsidium des DSAB jedoch entschieden, von einer Bewerbung für die Weltmeisterschaften 2028 abzusehen. Ausschlaggebend hierfür sind insbesondere die derzeit nicht darstellbaren finanziellen Anforderungen. Die Vorgaben von World Gymnastics für die Ausrichtung eines solchen Events sind erheblich und gehen mit Kosten in einer Größenordnung einher, die im aktuellen Konzept nicht gedeckt werden können. Für eine tragfähige Bewerbung fehlen derzeit mehrere hunderttausend Euro.
Darüber hinaus sind auch die notwendigen personellen Strukturen aktuell nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Die Organisation einer Weltmeisterschaft über einen Zeitraum von rund zwei Wochen erfordert ein professionelles Organisationsteam mit mehreren hauptamtlichen Kräften, die sich ausschließlich dieser Aufgabe widmen. Diese Kapazitäten sind gegenwärtig weder auf Seiten des Verbandes noch vor Ort in ausreichendem Umfang gegeben.
Diese Entscheidung ist dem Präsidium nicht leicht gefallen, insbesondere vor dem Hintergrund des außerordentlichen Engagements in Augsburg. Umso wichtiger ist es dem DSAB, sich ausdrücklich bei Alexander Baur sowie allen Beteiligten vor Ort zu bedanken. Ihr Einsatz hat gezeigt, welches Potenzial in der deutschen Sportakrobatik und ihren Standorten steckt.
Gleichzeitig hat der Prozess wertvolle Erkenntnisse geliefert, die für zukünftige Überlegungen und mögliche Bewerbungen von großer Bedeutung sein werden. Der DSAB wird auch weiterhin daran arbeiten, die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, um internationale Großveranstaltungen in Deutschland realisieren zu können.
Der Blick richtet sich daher nach vorne, mit dem klaren Ziel, die Sportakrobatik in Deutschland weiterzuentwickeln und perspektivisch auch wieder als Ausrichter auf der internationalen Bühne in Erscheinung zu treten.
Sei dabei bei der Deutschen Meisterschaft 2026 in Göppingen!
Sei als Volunteer live dabei und unterstütze das Sportakrobatik-Event des Jahres in der EWS Arena in Göppingen. Werde Teil einer inspirierenden Gemeinschaft und helfe mit, alle Gäste, Athlethen*innen, Trainer*innen, Kampfrichter*innen oder Medienvertreter*innen mit unserer Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft zu überraschen!
Der ortsansässige SC Rechberghausen sucht für den 4. bis 7. Juni 2026 engagierte Volunteers, die die Wettkämpfe tatkräftig unterstützen. Eine einmalige Gelegenheit, hautnah Teil dieses inspirierenden Events und Teams zu sein und die besten Sportakrobaten des Landeslive zu erleben.
Dein Einsatz lohnt sich!
Als Volunteer erwartet Dich nicht nur eine unvergessliche Erfahrung, sondern auch:
· Ausstattung mit unserem Volunteer-Shirt
· Verpflegung während des Events
· Ein offizielles Zertifikat über eine ehrenamtliche Tätigkeit
· Zusätzlich kann auf Anfrage ein Schreiben für einen Freistellungsantrag beim Arbeitgeber ausgestellt werden.
Mit den geplanten Einsatzbereichen stehen unseren Volunteers jede Menge spannende Möglichkeiten offen. Von A wie Aufbau bis V wie VIP-Betreuung – bei uns ist für jeden etwas dabei! Konkret kannst Du uns in folgenden Bereichen unterstützen:
· Zupacken beim Auf- und Abbau – hier können wir jede helfende Hand gebrauchen
· Ordnertätigkeiten: Einweisung von Teilnehmern und Gästen (Sportlereingang, Sportlertribüne, Gästeblock, Aufwärmhalle etc.)
· Hallensprecher für Freitag, 05.07.2026
· Einlasskontrollen
· Unterstützung des Catering-Teams
· Betreuung des Live-Streams
· Springer: Unterstütze uns dort, wo gerade Not am Mann ist
· VIP-Betreuung: Kümmere Dich um das Wohl unserer Ehrengäste in den VIP-Logen
· Medienbetreuung
Melde dich jetzt als Volunteer an und werde Teil dieses einzigartigen Events.
Warum Ausgleichstraining in der Sportakrobatik unverzichtbar ist
Der Deutsche Sportakrobatik Bund bietet im Mai eine Online-Trainerweiterbildung zum Thema Ausgleichstraining an. Dr. Jürgen Fritsche erläutert die essenzielle Bedeutung in der Sportakrobatik, um Trainern zu helfen Belastungsprobleme frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Termin: 12. Mai 2026, 19:00 Uhr
Weitere Informationen sowie die Anmeldung sind über den Lehrgangskalenderauf der Website verfügbar.
Die deutsche Sportakrobatik blickt mit großer Vorfreude auf einen der wichtigsten Höhepunkte des Wettkampfjahres: Vom 5. bis 7. Juni 2026 finden in der EWS Arena Göppingen die Deutschen Meisterschaften der Sportakrobatik statt.
Erstmals werden die Deutschen Meisterschaften für alle Altersklassen im Rahmen einer gemeinsamen Großveranstaltung ausgetragen. Damit entsteht ein besonderes nationales Sportakrobatik-Festival, bei dem Aspire, Jugend, Junioren und die Meisterklasse gemeinsam auf einer Bühne stehen. Für Zuschauerinnen und Zuschauer bietet sich so die einzigartige Gelegenheit, die gesamte Vielfalt der Sportakrobatik an einem Wochenende zu erleben – von den ersten Meisterschaftsauftritten junger Talente bis hin zu den beeindruckenden Übungen der besten Formationen Deutschlands.
Auch Athletinnen und Athleten der deutschen Nationalmannschaft werden in Göppingen an den Start gehen. Darunter befinden sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer der letzten Europameisterschaften sowie Formationen aus der aktuellen World-Cup-Saison, die ihr Können vor heimischem Publikum präsentieren werden.
Die Qualifikationstage finden am 5. und 6. Juni 2026 statt. Hier kämpfen die Formationen um den Einzug in die entscheidenden Finalrunden. Der große Finaltag mit den Medaillenentscheidungen wird am 7. Juni 2026 ausgetragen und verspricht hochklassigen Sport sowie spannende Titelkämpfe.
Ausrichter der Deutschen Meisterschaften ist der Deutscher Sportakrobatik Bund (DSAB) in Zusammenarbeit mit dem SC Rechberghausen, der als Veranstalter und erfolgreicher Verein die Organisation dieses nationalen Höhepunkts übernimmt. Mit der EWS Arena Göppingen steht eine moderne Wettkampfstätte zur Verfügung, die beste Voraussetzungen für eine mitreißende Atmosphäre und eine erstklassige Präsentation der Sportakrobatik bietet.
Weitere Informationen zum Ablaufplan, zum Ticketverkauf, zu den teilnehmenden Formationen sowie zum Rahmenprogramm werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.
Der Deutsche Sportakrobatik Bund und der SC Rechberghausen freuen sich bereits jetzt auf ein großes Sportakrobatik-Wochenende in Göppingen und laden alle Fans, Familien und Sportbegeisterten herzlich ein, die Deutschen Meisterschaften live mitzuerleben.
Eine Woche voller Emotionen, Begegnungen und sportlicher Ausrufezeichen liegt hinter der internationalen Sportakrobatik-Gemeinschaft. Der erste FIG World Cup der Saison im portugiesischen Maia hat einmal mehr gezeigt, wie faszinierend, intensiv und verbindend unsere Sportart sein kann. Und aus deutscher Sicht gibt es allen Grund, mit Stolz auf diese Tage zurückzublicken.
Drei Finalteilnahmen – ein starkes Signal aus Deutschland
Das Wichtigste zuerst: Die deutsche Equipe hat sich hervorragend präsentiert. Drei Starts, drei Finalteilnahmen – ein Ergebnis, das sich auf diesem Niveau mehr als sehen lassen kann. Mit den Plätzen 6, 7 und 8 im Finale kehren die deutschen Formationen gemeinsam mit ihren Coaches Johannes Belovencev, Tom Mädler und Silke Spieß mit erhobenem Kopf und breiter Brust nach Deutschland zurück.
Doch die Platzierungen erzählen nur einen Teil der Geschichte.
Egal ob auf der Matte oder neben ihr – alle Beteiligten haben die deutsche Sportakrobatik in Maia hervorragend vertreten. Man spürt: Deutschland wird wahrgenommen. Wir sind Teil dieser internationalen Spitze, wir gehören dazu.
Ein kleines, aber aussagekräftiges Detail zeigt das besonders deutlich: Internationale Top-Athleten, Weltmeister, Europameister oder World-Games-Sieger folgen unseren Sportlerinnen und Sportlern plötzlich auf Social Media, schicken Freundschaftsanfragen oder suchen den Austausch. Es sind vielleicht nur kleine Gesten – doch sie zeigen, dass man sich kennt, respektiert und wahrnimmt.
Mit den Großen aufwärmen – und gegen sie antreten
In Maia traf sich die absolute Weltspitze. Nationen wie Russland, Belarus, die USA, Italien, Ukraine und Gastgeber Portugal brachten enorme Qualität auf die Matte. Wenn man sich gemeinsam mit World-Games-Gewinnern, Welt- und Europameistern auf dem Warm-up-Floor vorbereitet – und wenige Minuten später direkt gegen sie antritt – dann ist das mehr als nur ein Wettkampf.
Natürlich ist zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch etwas Sand im Getriebe der Programme. Wie sollte es auch anders sein? Doch die deutschen Formationen setzten bereits klare Ausrufezeichen.
Das Herrenpaar lag nach der Balanceübung sensationell auf Platz drei.
Die Damengruppe zeigte eine starke Qualifikation und platzierte sich direkt hinter den späteren Goldmedaillengewinnern.
Das Damenpaar bewies Charakter: Nachdem die Dynamikübung am Vortag des Finals nicht optimal lief, steigerten sie sich eindrucksvoll und beendeten das Finale mit einer starken 27er-Wertung auf Rang sechs.
Diese Leistungen zeigen deutlich: Deutschland kann mit den Besten mithalten.
Analyse, Geduld und der nächste Schritt
Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Gemeinsam mit Bundestrainer Igor Blintsov werden die Teams ihre Übungen und den gesamten World Cup intensiv analysieren.
Die nächsten Stationen stehen bereits vor der Tür:
Puurs für das Herrenpaar und die Damengruppe
Burgas für das Damenpaar
Dort soll der nächste Entwicklungsschritt folgen.
Natürlich sind Nationen wie die USA, Russland, Belarus oder Portugal aktuell noch einige Schritte voraus. Doch Maia hat auch gezeigt: Diese Länder kochen ebenfalls nur mit Wasser. Wenn der Druck durch aufstrebende Nationen wie Deutschland wächst, werden auch sie verwundbar.
Und genau dieser Prozess hat längst begonnen.
Eine Veranstaltung der Extraklasse
Was die Portugiesen in Maia auf die Beine gestellt haben, sucht vermutlich weltweit seinesgleichen.
Die Organisation war beeindruckend, die Atmosphäre einzigartig. Lediglich bei Transport und Verpflegung gibt es noch kleine Verbesserungsmöglichkeiten – doch alles andere war schlichtweg herausragend. Die Stimmung in der Arena? Ein wahrer Hexenkessel. Und das Besondere: Das Publikum feuerte nicht nur die eigenen portugiesischen Formationen an. Jede Übung, jede Formation, jedes Land wurde mit Begeisterung unterstützt. Diese Begeisterung sorgt für Gänsehaut und ist vielleicht die beste Werbung, die unsere Sportart haben kann.
Ein Blick Richtung olympische Zukunft
Nicht zufällig war auch eine kleine Delegation aus Australien vor Ort. Australien wird die übernächsten Olympischen Spiele ausrichten und hat die Möglichkeit, neue Sportarten zu präsentieren und zu integrieren. Dass Vertreter aus Down Under den World Cup in Maia genau beobachten, zeigt: Sportakrobatik ist auf dem Radar. Vielleicht ist der Traum von Olympia doch gar nicht mehr so weit entfernt.
Sport baut Brücken
Ein weiterer bemerkenswerter Moment dieses World Cups: Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus waren wieder am Start.
Darüber kann und darf jeder seine eigene Meinung haben. Doch eines bleibt festzuhalten: Sportlerinnen und Sportler tragen keine Verantwortung für politische Entscheidungen oder Kriege. In Maia konnte man sehen, dass der Sport zumindest kleine Brücken bauen kann. Nach den Übungen gab es kurze Blicke, ein Nicken, gegenseitigen Respekt. Vielleicht sind es nur kleine Zahnräder. Aber auch kleine Zahnräder können etwas in Bewegung setzen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die einen Unterschied machen. Der Transport zwischen Hotel und Wettkampfhalle erwies sich teilweise als schwierig. Eine einfache Lösung brachte überraschend viel Entlastung für das deutsche Team: UBER.
Unkompliziert, schnell und kostengünstig – und plötzlich war der Weg zur Halle kein Stressfaktor mehr. Auch das sorgte für mehr Ruhe und Konzentration im Team.
Der Blick nach vorn
Die Saison nimmt jetzt Fahrt auf.
Mit den kommenden World Cups in Puurs, Burgas und Rzeszów stehen bereits die nächsten internationalen Herausforderungen an. Dort werden nicht nur die Teams aus Maia antreten, sondern auch weitere starke deutsche Formationen, die ebenfalls zeigen wollen, was sie können.
Deutschland wird stark sein – im Team.
Und genau dieses Team muss sich möglichst früh finden. Warum bis zu den Deutschen Meisterschaften warten? Warum nicht schon in den kommenden Wochen Klarheit schaffen, welche Formationen zur Weltmeisterschaft fahren und wer aktuell auf den Positionen drei und vier steht? Eine frühe Entscheidung könnte Druck aus der Vorbereitung nehmen und positive Effekte für alle Beteiligten schaffen. Andere Nationen machen genau das bereits vor – und gehören nicht zufällig zu den erfolgreichsten der Welt.
Perfekte Präsentation unseres Sports
Die Portugiesen wissen, wie man Sportakrobatik präsentiert.
Der World Cup in Maia war eine High-End-Veranstaltung:
mit Nils Daniel saß ein mitreißender Hallensprecher am Mikrofon
modernste Technik mit dem Auswertungssystem Acro Companion
große LED-Leinwände
transparente Kampfrichterwertungen mit namentlicher Zuordnung auf der LED-Leinwand
Live-Anzeige der geturnten Schwierigkeiten während der Übung – ähnlich wie im Eiskunstlauf
All das macht unseren Sport verständlicher, spannender und attraktiver für Zuschauer.
Ein Modell mit Zukunft
Und noch etwas bleibt: Diese Veranstaltung finanziert dem portugiesischen Ausrichterverein einen großen Teil seiner Saison – und darüber hinaus bleibt sogar ein Überschuss. Auch das zeigt, welches Potenzial in unserer Sportart steckt, wenn sie professionell präsentiert und vermarktet wird.
Und was bleibt am Ende?
Gänsehaut. Stolz. Neue Kontakte. Wertvolle Erfahrungen.
Und vor allem die Gewissheit, dass die deutsche Sportakrobatik auf dem richtigen Weg ist.
Maia war erst der Anfang der Saison. Doch eines hat dieses Wochenende bereits klar gemacht:
Bundesweiter Start für das Nachwuchsprogramm „Flippi & Flaps“ – Sportakrobatikbund setzt auf frühe Förderung und starke Vereinsstrukturen.
Mit einem bundesweiten Kick-off ist offiziell der Startschuss für das neue Nachwuchsprogramm „Flippi & Flaps“ gefallen. Ziel des Programms ist es, die Nachwuchsarbeit in der Sportakrobatik strukturiert zu stärken, Vereine zu unterstützen und junge Talente frühzeitig für die Sportart zu begeistern.
Im Rahmen der digitalen Auftaktveranstaltung wurden Vertreterinnen und Vertreter aus den Landesverbänden über Inhalte, Struktur und Umsetzung des Programms informiert. „Flippi & Flaps“ soll künftig als bundesweit einheitliches Konzept in Vereinen und Verbänden etabliert werden und damit eine moderne Grundlage für eine nachhaltige Nachwuchsförderung schaffen.
Kern des Programms ist ein motivierendes Ausbildungssystem mit einer klaren Entwicklungsstruktur. Über ein Abzeichensystem in Bronze, Silber und Gold können Kinder spielerisch grundlegende akrobatische Fähigkeiten erlernen und Schritt für Schritt ihre Fortschritte dokumentieren. Ergänzt wird das Konzept durch umfangreiche Trainingsmaterialien, pädagogische Begleitunterlagen sowie ein eigens entwickeltes Titellied, das die Identifikation mit dem Programm stärken soll.
Der Kick-off markiert den Beginn des bundesweiten Rollouts. In den kommenden Wochen sollen insbesondere Vereine als Multiplikatoren aktiviert werden, um das Programm in die Praxis zu bringen und erste Erfahrungen zu sammeln. Diese Best-Practice-Beispiele sollen anschließend in die Weiterentwicklung des Konzepts einfließen und anderen Vereinen als Orientierung dienen.
„Flippi & Flaps ist mehr als ein Trainingsprogramm – es ist ein Einstieg in die Welt der Sportakrobatik, der Kinder begeistert, Vereine unterstützt und langfristig die Basis unseres Sports stärkt“, heißt es aus dem Organisationsteam des Projekts.
Vereine und Landesverbände, die Interesse an einer Teilnahme oder an weiterführenden Informationen haben, können die vollständigen Materialien unkompliziert per E-Mail anfordern.
Der Sportakrobatik Bund lädt alle Vereine ein, Teil der Initiative zu werden und gemeinsam die nächste Generation von Sportakrobatinnen und Sportakrobaten zu fördern.
Der deutsche Sportakrobatik Bund bietet im Frühjahr eine dreiteilige Online-Trainerweiterbildung an. Die Reihe richtet sich an Trainerinnen und Trainer, die ihr Verständnis für die Sportakrobatik vertiefen und neue Impulse für ihre Trainingsarbeit erhalten möchten.
Die Weiterbildung wird von Prof. Dr. Thomas Heinen geleitet und findet online in drei aufeinander aufbauenden Modulen statt. Die Termine sind:
23. April 2026 – Teil 1 (19:00–21:00 Uhr)
21. Mai 2026 – Teil 2 (19:00–21:00 Uhr)
18. Juni 2026 – Teil 3 (19:00–21:00 Uhr)
Die Module bauen inhaltlich aufeinander auf und vermitteln praxisnahes Wissen für die tägliche Trainingsarbeit – von grundlegenden Prinzipien bis hin zu vertiefenden Einblicken in Technik, Methodik und Trainingsgestaltung in der Sportakrobatik.
Weitere Informationen sowie die Anmeldung sind über den Lehrgangskalender auf der Website verfügbar.