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Zweites Podiumstraining: Die deutsche Mannschaft ist bereit

Das zweite Podiumstraining der deutschen Nationalmannschaft in Pesaro ist absolviert – und die Eindrücke stimmen positiv. Bis auf einige Kleinigkeiten lief der heutige Durchgang sehr gut. Auch Bundestrainer Igor Blintsov zeigte sich mit den Leistungen seiner Athletinnen und Athleten zufrieden, sah allerdings hier und da noch etwas Luft nach oben. Doch genau das gehört zu einem Podiumstraining dazu. Die letzten kleinen Unsicherheiten werden sich mit dem Beginn des Wettkampfes von ganz alleine legen. Wenn morgen die Musik startet, die Halle gefüllt ist und es um die Weltmeisterschaft geht, werden die Sportlerinnen und Sportler ihre volle Konzentration abrufen.

Die Vorbereitung ist abgeschlossen – jetzt kann die WM kommen!

Morgen wird es ernst

Am morgigen Donnerstag fällt in Pesaro der Startschuss für die 30th Acrobatics World Championships. Um 10:00 Uhr beginnen die ersten Qualifikationen. Den Auftakt machen die Mixed-Paare und Herrenpaare. Die genauen Startzeiten unserer deutschen Athletinnen und Athleten findet ihr auf der beigefügten Übersicht. Damit beginnt nun das, worauf sich alle seit Monaten vorbereitet haben: Die WM.

Wir wünschen unserer gesamten Nationalmannschaft viel Erfolg, starke Nerven und vor allem ganz viel Freude auf dem Podium!

🇩🇪 Gut wie nie ! GERMANY 🇩🇪

Die Startzeiten:

Hannes & Lyven: 11:06 Uhr

Lena & Sophia: 14:28 Uhr

Mira & Lotti: 14:42 Uhr

Fiona, Kira & Alisse: 15:54 Uhr

Tia, Lotte & Caroline: 17:06 Uhr

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Wenn hinter den Athleten ein starkes Team steht

Professionelle Betreuung ist längst ein Teil des Erfolgs

Wer bei einer Weltmeisterschaft die Athletinnen und Athleten auf der Matte beobachtet, sieht vor allem spektakuläre Übungen, höchste Schwierigkeiten und den Kampf um Medaillen. Was man dabei leicht vergisst: Hinter diesen Leistungen steht ein ganzes Team. Ein Team aus Trainern, Betreuern, Physiotherapeuten, Ärzten und vielen weiteren Menschen, die dafür sorgen, dass unsere Sportlerinnen und Sportler überhaupt in der Lage sind, ihre Leistung auf den Punkt abzurufen.

Bei den 30th Acrobatics World Championships in Pesaro gehören Thomas Burkert und Tahmina Burkert vom mediLoft Rehazentrum zur Delegation der deutschen Nationalmannschaft – und leisten hier einen aus unserer Sicht fantastischen Job.

Leistungssport bedeutet mehr als Training

Die Anforderungen an unsere Akrobatinnen und Akrobaten sind enorm. Beweglichkeit, Kraft, Körperspannung, Koordination und höchste Präzision müssen nicht nur trainiert, sondern auch über eine lange Saison hinweg erhalten werden. Dazu gehören zwangsläufig auch Regeneration, Prävention und die professionelle Behandlung von Beschwerden und Verletzungen.

Genau hier setzt die Arbeit von Thomas und Tahmina Burkert an.

Mit dem mediLoft Rehazentrum & T | ADLER Physiotherapie bringen die beiden umfangreiche Erfahrung aus Physiotherapie, Rehabilitation, medizinischer Trainingstherapie und Sportphysiotherapie in die Nationalmannschaft ein. Und wer sie hier in Pesaro erlebt, merkt schnell: Es geht um weit mehr als darum, irgendwo „die Muskulatur zu lockern“. Es wird analysiert, behandelt, nachgefragt, kontrolliert und immer wieder individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Athletinnen und Athleten eingegangen.

Professionelle Betreuung auf Augenhöhe – mitten im Leistungssport.

Eine Qualität, die ich aus meiner aktiven Zeit kenne

Für mich persönlich ist diese Entwicklung besonders interessant. In meiner aktiven Zeit als Fußballer war es völlig selbstverständlich, dass eine Mannschaft bei größeren Wettbewerben und im professionellen Trainingsbetrieb von einem entsprechenden medizinischen und physiotherapeutischen Team begleitet wird. Dass eine solche professionelle Betreuung nun auch in dieser Form bei der deutschen Sportakrobatik angekommen ist, zeigt eindrucksvoll, welchen Weg unsere Sportart in den vergangenen Jahren genommen hat. Die Sportakrobatik professionalisiert sich immer weiter. Und das nicht nur auf der Matte.

Der Sport entwickelt sich weiter

Die Zeiten, in denen es ausschließlich darum ging, möglichst viele Trainingsstunden zu absolvieren, sind längst vorbei. Heute gehört zu einem erfolgreichen Leistungssportkonzept auch die Frage:

Wie kann ich meinen Körper langfristig gesund halten? Wie kann ich Verletzungen vermeiden? Wie kann ich nach Belastungen optimal regenerieren? Und wie bekomme ich einen Athleten nach einer Verletzung wieder sicher zurück auf die Matte?

Gerade im Spitzensport können Kleinigkeiten den Unterschied machen. Umso wichtiger ist es, dass unsere Nationalmannschaft auf Menschen zurückgreifen kann, die genau diese Bereiche professionell begleiten. Thomas und Tahmina Burkert sind dabei nicht einfach externe Dienstleister, die irgendwo im Hintergrund arbeiten. Sie sind Teil des Teams. Sie kennen mittlerweile die Athletinnen und Athleten, kennen deren Belastungen und sind während der Weltmeisterschaft unmittelbar vor Ort. Und genau das macht ihre Arbeit so wertvoll.

Leistungssport liegt ihnen im Blut

Vielleicht ist es genau diese persönliche Verbindung zum Leistungssport, die ihre Arbeit so besonders macht. Thomas Burkert kommt selbst aus dem Leistungssport und war im Hockey aktiv. Tahmina Burkert kennt die Anforderungen des Spitzensports aus ihrer eigenen Zeit im Kickboxen. Beide wissen deshalb aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, seinem Körper täglich Höchstleistungen abzuverlangen. Sie kennen den Druck vor einem Wettkampf, die Belastungen intensiver Trainingsphasen, aber auch die Bedeutung von Regeneration und dem richtigen Umgang mit Verletzungen. Sie wissen, dass hinter einem erfolgreichen Athleten nicht nur Talent und Training stehen – sondern auch ein Körper, der diese Leistungen überhaupt ermöglichen muss.

Und noch eine Verbindung gibt es zur Sportakrobatik: Ihre eigenen zehnjährigen Kinder turnen bei Eintracht Frankfurt Sportakrobatik. Damit ist die Sportart für die Familie Burkert nicht nur beruflich ein Thema. Sie gehört inzwischen auch ganz persönlich zum Alltag.

Danke, Thomas und Tahmina!

Wir möchten deshalb die Gelegenheit nutzen, einfach einmal Danke zu sagen.

Danke für Eure Zeit, eure Kompetenz, Eure Aufmerksamkeit und Euren Einsatz für unsere Nationalmannschaft.

Und vor allem dafür, dass ihr unsere Sportlerinnen und Sportler nicht nur behandelt, sondern sie auf ihrem Weg begleitet.

Die deutsche Sportakrobatik wird professioneller – und Thomas und Tahmina Burkert sind ein Teil dieser Entwicklung.

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Bittere Nachricht aus Pesaro: Filip Dietze und Maximilian Rau müssen auf WM-Start verzichten

Es sind die Nachrichten, die man bei einer Weltmeisterschaft niemals schreiben möchte.

Das deutsche Herrenpaar Filip Dietze und Maximilian Rau wird bei den 30th Acrobatics World Championships in Pesaro nicht an den Start gehen können. Grund dafür ist eine Verletzung, die einen Einsatz bei der Weltmeisterschaft unmöglich macht. Maximilian Rau hat sich eine Verletzung am Rücken zugezogen. Damit ist ein Start unter den gegebenen Umständen natürlich ausgeschlossen. Eine besonders bittere Nachricht für die beiden Sportler und ihren Trainer Tom Mädler, die sich über viele Monate intensiv auf diesen Saisonhöhepunkt vorbereitet hatten.

Sportdirektor Hannes Schenk musste traurige Nachricht überbringen

Beim heutigen Podiumstraining musste Sportdirektor Hannes Schenk dem Veranstalter schließlich die aus deutscher Sicht traurige Nachricht überbringen: Das deutsche Herrenpaar Filip Dietze und Maximilian Rau kann aus dem Wettbewerb gestrichen werden. Damit wird Deutschland in Pesaro leider ohne dieses Herrenpaar an den Start gehen. Besonders schade ist dies auch mit Blick auf die vergangenen Monate. Nach der World-Cup-Serie hatten sich beide deutschen Herrenpaare auf einem sehr ähnlichen Leistungsniveau bewegt. Der Kampf um die deutsche Spitzenposition war damit offen und versprach bei der Weltmeisterschaft spannende Entscheidungen.

Umso bitterer ist es, dass diese Entscheidung nun verletzungsbedingt nicht auf der Matte getroffen werden kann.

Der Blick geht bereits nach vorne

So groß die Enttäuschung in Pesaro auch ist – Filip und Maximilian wollen sich davon nicht unterkriegen lassen.

Beide werden wieder aufstehen.

Jetzt steht zunächst die vollständige Auskurierung der Verletzung im Vordergrund. Danach soll der Blick bereits auf den nächsten großen internationalen Höhepunkt gerichtet werden: die Europameisterschaften im März. Auch wenn die beiden selbst in Pesaro nicht in den Wettkampf eingreifen können, wollen sie ihrer Mannschaft nicht den Rücken kehren. Gemeinsam mit ihrem Trainer Tom Mädler haben sie sich entschieden, weiterhin in Pesaro zu bleiben und das deutsche Team vor Ort zu unterstützen.

Das zeigt einmal mehr, was eine Nationalmannschaft ausmacht: Auch wenn man selbst nicht auf der Matte stehen kann, bleibt man Teil des Teams. Für Filip und Maximilian heißt es nun, den Kopf hochzunehmen, die Verletzung vollständig auszukurieren und Schritt für Schritt zurückzukommen.

Wir wünschen Max eine vollständige und schnelle Genesung und beiden Jungs viel Kraft für den Weg zurück auf die Matte.

Die Mannschaft steht hinter euch! 🇩🇪

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30. Akrobatik-Weltmeisterschaften in Pesaro – die Senioren sind angekommen

Nun wird es ernst – die Senioren sind an der Reihe!

Mit den 30th Acrobatics World Championships steht vom 24. bis 27. September 2026 in der italienischen Küstenstadt Pesaro der absolute Höhepunkt des internationalen Akrobatikjahres auf dem Programm. Am gestrigen Montag machte sich auch unsere A-Nationalmannschaft auf den Weg nach Italien. Von Frankfurt ging es zunächst mit dem Flugzeug nach Bologna und von dort weiter nach Pesaro. Gegen 22:00 Uhr erreichte die Mannschaft schließlich ihr Ziel. Nach der späten Ankunft blieb nicht viel Zeit zum Durchatmen. Das erste Teammeeting stand auf dem Programm, bevor es bereits am nächsten Morgen in die Halle ging.

Erste Eindrücke aus Pesaro

Der erste Trainingstag begann bereits um 8:30 Uhr. Unter den gegebenen Umständen verlief das erste Training beziehungsweise das erste Podiumstraining durchaus zufriedenstellend.

Bundestrainer Igor Blintsov sah erwartungsgemäß noch Luft nach oben, zeigte sich mit den ersten Eindrücken seiner Mannschaft aber durchaus zufrieden. Schließlich geht es in diesen ersten Stunden vor allem darum, die Bedingungen in der Halle kennenzulernen, sich an das Podium zu gewöhnen und die letzten Abläufe vor dem Wettkampf zu festigen.

Am morgigen Mittwoch sieht der Zeitplan dann etwas entspannter aus. Um 13:30 Uhr beginnt das Training. Im Anschluss an das Podiumstraining geht es direkt zum Messen. Danach heißt es endgültig: Akrobatik steht im Mittelpunkt.

254 Athletinnen und Athleten – 30 Nationen

Die Weltmeisterschaften in Pesaro versammeln die internationale Elite der Sportakrobatik. Insgesamt 254 Akrobatinnen und Akrobaten aus 30 Nationen kämpfen in der Vitrifrigo Arena um die Weltmeistertitel. In den jeweiligen Kategorien werden Balance-, Dynamic- und Combined-Übungen präsentiert. Insgesamt geht es um 16 Medaillensätze, da in jeder Kategorie ein Finale geturnt werden wird. Damit wartet in Pesaro einmal mehr die ganz große Bühne auf die besten Sportakrobatinnen und Sportakrobaten der Welt.

Pesaro – eine Stadt mit großer Turntradition

Pesaro ist im internationalen Turnsport längst keine unbekannte Größe. Die italienische Küstenstadt war bereits Gastgeber zahlreicher Veranstaltungen aus den Bereichen Sportakrobatik, Aerobic und Rhythmische Sportgymnastik. Zuletzt fanden hier 2024 die Aerobic-Weltmeisterschaften statt.

Nun gehört die Bühne vier Tage lang ganz der Sportakrobatik. Die Weltmeisterschaften, die alle zwei Jahre ausgetragen werden, bilden den Höhepunkt der internationalen Saison. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das, was die Athletinnen und Athleten in den kommenden Tagen auf das Podium bringen werden.

Und mittendrin unsere deutsche Nationalmannschaft. Nach den großartigen Erfolgen unseres Nachwuchses bei den 2nd Acrobatic Gymnastics Junior World Championships & 14th World Age Group Competition wollen wir natürlich auch bei den Senioren ganz genau hinschauen.

Die ersten Eindrücke aus Pesaro stimmen jedenfalls positiv.

Jetzt heißt es ankommen, konzentriert trainieren, die letzten Feinheiten abstimmen – und dann darf die 30. Akrobatik-Weltmeisterschaft beginnen.

Wir sind bereit für Pesaro! 🇩🇪🇮🇹

Wir werden euch in den kommenden Tagen natürlich so aktuell wie möglich über die Wettbewerbe, unsere Athletinnen und Athleten sowie die Ergebnisse aus Italien informieren.

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Ein Weltmeistertitel, den man erst einmal begreifen muss

Der wichtigste Bericht zu den 2nd Acrobatic Gymnastics Junior World Championships & 14th World Age Group Competition am vergangenen Sonntag ist leider durch die technischen Probleme und den Ausfall unserer Homepage auf der Strecke geblieben.

Aber wie sagt man so schön: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Und so möchte ich nun, auch wenn seit dem unglaublichen Erfolg bereits ein Tag vergangen ist, noch ein paar Zeilen zu dem größten Erfolg seit unserem World-Games-Sieg von Tim Sebastian und Michail Kraft im Jahr 2017 schreiben. Denn eines muss man auch heute noch sagen: Man kann es eigentlich immer noch nicht glauben. Wir haben wieder einen Weltmeistertitel!

Verantwortlich dafür sind die von Sergej Jeriomkin trainierten Nona Kara und Johanna Schöne. Was die beiden am Sonntag im Finale in der gut besuchten Vitrifrigo-Arena auf die Matte zauberten, war schlichtweg unfassbar. Sie ließen ihrer Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance und zeigten eine Qualität, bei der man sich auch nach dem Erfolg noch einmal kneifen muss, um zu realisieren, was da eigentlich passiert ist. Doch hinter diesem Erfolg stehen nicht nur zwei herausragende Sportlerinnen. Es sind auch ihr Trainer, ihre Familien und natürlich der SC Hoyerswerda, die diesen unglaublichen Weg über viele Jahre begleitet und ermöglicht haben.

Genauer gesagt, seit mehr als zehn Jahren trainiert Erfolgscoach Sergej Jeriomkin nun schon seine beiden Aushängeschilder. Eine außergewöhnliche Zusammenarbeit, geprägt von Vertrauen, Nähe und jahrelanger intensiver gemeinsamer Arbeit, die sich nun auf der größten internationalen Bühne ausgezahlt hat.

Und was soll man dazu noch sagen?

Nach dem Europameistertitel 2025 in Luxemburg sind Nona Kara und Johanna Schöne nun amtierende Europa- und Weltmeisterinnen.

Wie sich das anhört: unglaublich!

Deutschland ist in der Sportakrobatik Europa- und Weltmeister – und das gleichzeitig amtierend.

Damit haben sich Nona, Johanna und ihr Coach Sergej Jeriomkin ohne Zweifel ein Denkmal in der deutschen Sportakrobatik gebaut. Dabei hatte Coach Jeriomkin sogar mit dem Gedanken gespielt, die Schwierigkeiten im Finale noch einmal zu erhöhen. Doch das war letztlich gar nicht notwendig. Auch so zeigten die beiden nicht nur mit das schwierigste Programm, sondern präsentierten darüber hinaus Elemente, die von keiner ihrer Konkurrentinnen in dieser Form gezeigt wurden. Diese außergewöhnliche Qualität sollte am Ende mitentscheidend sein.

Die nächste Medaille für Deutschland

Doch damit war der Sonntagabend noch lange nicht vorbei.

Die Damengruppe von Eintracht Frankfurt Finia Falch, Kay Klotz und Leni Tschutschupalow holte die vierte Medaille für den deutschen Nachwuchs des DSAB. Am Ende wurde es Bronze – und damit die erste WM-Medaille für die noch junge Eintracht aus Frankfurt.

Lange sah es sogar nach Gold aus.

Gemeinsam mit ihrer Trainerin Celine Caro Ortiz lagen die drei lange Zeit an der Spitze. Selbst nach der Wertung der favorisierten Weißrussinnen sah es noch nach dem ganz großen Triumph aus. Doch bereits im Kiss & Cry nach der Übung der weißrussischen Formation konnte man den Gesichtern ansehen, dass offenbar etwas mit der Wertung nicht stimmte. Die Bewertung ließ zudem ungewöhnlich lange auf sich warten. Die Verantwortlichen legten schließlich Einspruch gegen die Difficulty Value ein. Diesem Einspruch wurde stattgegeben – und damit zog Weißrussland an Deutschland vorbei. Auch Belgien konnte sich anschließend noch vor unsere Dreiergruppe schieben.

So blieb am Ende Bronze.

Und trotzdem ist diese Medaille ein riesiger Erfolg! Für Eintracht Frankfurt ist es die erste WM-Medaille überhaupt und damit ein ganz besonderer Moment. Eine Medaille, die zugleich die hervorragende Arbeit von Rike Goldbeck, Johannes Belovencev und Celine Caro Ortiz widerspiegelt.

Zwei außergewöhnliche Erfolge für den deutschen Nachwuchs an einem einzigen Abend.

Ein Weltmeistertitel und eine WM-Bronzemedaille.

Und spätestens jetzt darf man es ruhig einmal aussprechen:

Die deutsche Sportakrobatik ist nach der letzten Woche wieder ganz oben angekommen. Platz 3 im Medaillenspiegel !

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Unsere Homepage ist wieder online!

Gute Nachrichten: Die technischen Probleme mit unserer Homepage sind behoben!

Seit dem großartigen WM-Erfolg von Nona Kara und Johanna Schöne vom SC Hoyerswerda war unsere Homepage leider nur eingeschränkt verfügbar. Der WM-Titel war damit nicht nur ein echter Paukenschlag für die deutsche Sportakrobatik – sondern offenbar auch für unsere Homepage.

Gemeinsam mit Strato konnten wir die technischen Probleme nun lösen. Unsere Homepage ist wieder wie gewohnt erreichbar und wir können die Berichterstattung von der Weltmeisterschaft fortsetzen.

Der Zeitpunkt hätte dabei kaum ungünstiger sein können: Durch die Erfolge unserer 12–18- und 13–19-Formationen war das Interesse an unserer Berichterstattung zuletzt besonders groß. Gleichzeitig ist mit der gestrigen Anreise der deutschen Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft der Senioren gestartet – und auch von dort möchten wir euch natürlich wieder aktuell und umfassend informieren.

Umso mehr freuen wir uns, dass unsere Homepage nun wieder läuft und wir euch lückenlos von den Wettbewerben, den Ergebnissen und den Erlebnissen unserer Sportlerinnen und Sportler berichten können.

Vielen Dank für eure Geduld und euer Verständnis – und jetzt heißt es wieder: Viel Spaß beim Lesen und Mitfiebern!

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Silber und Bronze – bei ihrer ersten Weltmeisterschaft!

Manchmal fehlen einem schlicht die Worte. Silber und Bronze bei den ersten Weltmeisterschaften. Zwei deutsche Youth-Paare haben sich auf der ganz großen Bühne nicht nur behauptet – sie haben sich mitten hinein in die Weltspitze geturnt.

Was für ein Moment. Was für eine Belohnung für all die Stunden Training, für Verzicht, für Tränen, für Zweifel und für den Mut, immer weiterzumachen.

Silber für den TSV Grafenau – eine Geschichte, die zu Herzen geht

Sofia Kirizoglou & Nils Hoffmann vom TSV Grafenau haben sich mit 27,400 Punkten die Silbermedaille gesichert. Und hinter diesem Erfolg steckt so viel mehr als eine Zahl auf der Anzeigetafel. Der TSV Grafenau – einst ein kleiner Sportakrobatikverein. Ein Verein, der von Leidenschaft, familiärem Zusammenhalt und vor allem vom Ehrenamt lebt. Und genau von dort führt der Weg nun auf das größte Parkett, das die Sportakrobatik zu bieten hat: auf das Podium einer Weltmeisterschaft. Diese Geschichte trägt auch die Namen Michael und Katja Halder. Menschen, die über Jahre mit Herzblut, Leidenschaft und unzähligen ehrenamtlichen Stunden ihren Verein geprägt und jungen Sportlerinnen und Sportlern Türen geöffnet haben. Türen, durch die man irgendwann bis ganz nach oben gehen kann. Chapeau! Denn genau das ist deutsche Sportakrobatik. Sie lebt nicht nur von großen Strukturen. Sie lebt von Menschen. Von Vereinen. Von Familien. Von Ehrenamtlichen, die an ihre Athletinnen und Athleten glauben und ihnen den Weg bereiten.

Und manchmal führt dieser Weg von einer kleinen Trainingshalle in Grafenau bis zu Silber bei einer Weltmeisterschaft.

Bronze für die Jungs – Verzicht, der sich ausgezahlt hat

Auch J. Herrmann und T. Herrmann haben bei ihrer ersten WM einen Moment geschaffen, den sie und ihre Familien wohl nie vergessen werden.

27,000 Punkte – Bronze.

Doch hinter dieser Medaille steckt auch eine ganz persönliche Geschichte. Die beiden Jungs haben ihren SAV Schwarzenberg und ihre Familien zurückgelassen, um für diesen Traum zu kämpfen. Training, Alltag, Freunde, Familie – vieles musste hintenangestellt werden, um genau dort stehen zu können, wo sie jetzt stehen. Und dann kommt dieser eine Moment. Dann weiß man, wofür sich der ganze Verzicht gelohnt hat. Es ist genau das, was Spitzensport manchmal bedeutet: etwas aufzugeben, weil man an einen Traum glaubt. Alles zu investieren – und irgendwann dafür belohnt zu werden.

Auch Frankfurt begeistert

Mit 26,900 Punkten erreichten A. Dorigatti und L. Schinko einen hervorragenden fünften Platz. Auch das ist bei einer ersten Weltmeisterschaft alles andere als selbstverständlich. Frankfurt darf stolz sein auf diesen Auftritt.

Zwei Medaillen – und eine herausragende Arbeit

Am Ende dieses Youth-Wettbewerbs stehen damit Silber und Bronze für Deutschland. Und auch zwei Namen gehören ganz besonders zu diesem Erfolg: Petra Vitera und Yves Vander Donckt. Die beiden DSAB-Disziplintrainer dürfen mit zwei WM-Medaillen im Gepäck die Heimreise antreten. Zwei Medaillen, die für eine herausragende Arbeit stehen – für Vorbereitung, Vertrauen, Führung und den Glauben an diese jungen Athletinnen und Athleten.

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Ein Qualifikationstag voller Superlative

Es gibt Wettkampftage, an denen man sich am Ende über gute Ergebnisse freut. Es gibt Tage, an denen eine Finalqualifikation gefeiert wird. Und dann gibt es Tage wie diesen. Der dritte Wettkampftag bei den 2nd FIG Junior World Championships & 14th World Age Group Competition in Pesaro ist aus deutscher Sicht ein Tag, der in Erinnerung bleiben wird.

Denn heute ist etwas passiert, das ich in all den Jahren, in denen ich das Amt des Pressesprechers innehabe, so noch nicht erlebt habe:

Deutschland steht nach der Qualifikation bei den Damengruppen 13–19 auf den Plätzen 1 und 3.

Zwei deutsche Formationen ganz vorne in einer Weltmeisterschaftsqualifikation. Leni Tschutschupalow, Kay Klotz und Finia Falch (Eintracht Frankfurt/ SV Mergelstetten) sowie Neele Janson, Alisa Marahtanova und Malika Strack (SG Arheilgen/KKSV Mainz-Finthen) haben heute Sportakrobatik auf höchstem Niveau gezeigt. Und dabei geht es nicht nur um die Platzierungen. Es geht um vier Übungen, die in dieser Konstellation etwas ganz Besonderes darstellen. Viermal musste alles stimmen. Schwierigkeit, Synchronität, Ausdruck, Sicherheit und die Nerven. Normalerweise ist man bei zwei deutschen Startern schon glücklich, wenn eine Formation den Sprung in das Finale schafft. Heute ist die Situation eine völlig andere. Beide deutschen Damengruppen haben sich sportlich für das Finale empfohlen. Beide stehen nach der Qualifikation ganz vorne. Beide haben gezeigt, dass sie zu den stärksten Formationen dieser WM gehören.

Das ist der absolute Hammer.

Noch vor wenigen Tagen war das Ziel, sich mit guten Übungen eine möglichst starke Ausgangsposition zu erarbeiten. Jetzt stehen die deutschen Farben ganz oben in der Ergebnisliste. Und gerade deshalb tut der nächste Blick auf die Nationenwertung besonders weh. Denn die zweite deutsche Formation, die sich sportlich ebenfalls in eine fantastische Position gebracht hat, scheidet trotz ihrer Leistung aus dem Finale aus.

Unfassbar.

Eine Regelung, die für Deutschland normalerweise durchaus ein Vorteil sein kann, wird diesmal zur bitteren Seite dieses außergewöhnlichen Erfolgs. Sportlich zwei deutsche Formationen auf den Plätzen 1 und 3 – und trotzdem darf nur eine den Weg ins Finale antreten. Solche Situationen kennt man sonst eher von den großen Akrobatiknationen. Heute trifft es Deutschland. Und vielleicht ist genau das die ungewöhnlichste Geschichte dieses Tages.


Der nächste Hammer kommt aus Hoyerswerda

Doch Pesaro hatte noch längst nicht genug deutsche Geschichten geschrieben. Für Milena Lalkov und Lewis Gröllich vom SC Hoyerswerda begann der Wettkampf zunächst mit einem „leichten“ Rückschlag. Nach der ersten Übung lagen die beiden mit 26,600 Punkten zunächst zurück. Die Finalqualifikation schien plötzlich in weite Ferne zu rücken. Jetzt musste eine Antwort her. Und sie kam.

28,450 Punkte in der Dynamik!

Eine herausragende Übung, die nicht nur für die Aufholjagd sorgte, sondern gleichzeitig Platz 1 in der Dynamik bedeutete. Mit insgesamt 55,050 Punkten sicherten sich Lalkov/Gröllich damit den Einzug in das Finale. Was für eine Reaktion! Was für eine Antwort auf eine schwierige Ausgangslage! Eines der vielen Aushängeschilder aus Hoyerswerda hat heute eindrucksvoll gezeigt, was in ihm steckt. Wenn es darauf ankommt, da zu sein – genau das haben Milena Lalkov und Lewis Gröllich heute gezeigt.


Und dann kommen Nona und Johanna

Als würde dieser Wettkampftag nicht ohnehin schon genügend Höhepunkte bereithalten, folgt der nächste Hammer. Nona Kara und Johanna Schöne, die amtierenden Europameisterinnen vom SC Hoyerswerda, gehen als Erste in das morgige Finale. Bereits am ersten Qualifikationstag hatten die beiden mit 28,100 Punkten ein Ausrufezeichen gesetzt. Und auch in der zweiten Übung blieben sie mit 28,100 Punkten auf diesem außergewöhnlichen Niveau.

Zweimal 28,100 Punkte. Das ist die Konstanz, die man bei einem solchen Wettbewerb braucht. Die beiden haben damit weitere starke Formationen hinter sich gelassen und sich die bestmöglichste Ausgangslage für den Finaltag erarbeitet. Die amtierenden Europameisterinnen stehen morgen ganz vorne.


Was für eine deutsche Qualifikation!

Wenn man diesen dritten Wettkampftag betrachtet, kann man eigentlich nur noch von Superlativen sprechen.

Auch bei den Youth-Damenpaaren hat Deutschland eindrucksvoll auf sich aufmerksam gemacht. Anna Dorigatti und Lisa Schinko sowie Sara Hitzel und Romy Höfken stellten sich der internationalen Konkurrenz und zeigten, was in ihnen steckt. Anna und Lisa erturnten sich mit 27,350 Punkten in Balance und 27,000 Punkten in Dynamic insgesamt 54,350 Punkte – ein starkes Ergebnis, das ihren Einsatz und ihre Entwicklung eindrucksvoll widerspiegelt und ihnen Platz 5 nach der Qualifikation und damit das Finale bescherte. Und auch Sara Hitzel und Romy Höfken zeigte eine starke Leistung. Mit 26,810 Punkten in Balance und 26,890 Punkten in Dynamic kamen die beiden auf 53,700 Punkte.

Und auch wenn es bei den beiden deutschen Youth-Damengruppen aus Rechberghausen und Erfurt diesmal leider nicht für den Einzug ins Finale gereicht hat, bleibt ihre Leistung nicht weniger bemerkenswert. Sie haben gekämpft, alles gegeben und Deutschland auf dieser Weltbühne würdig vertreten. Nicht jeder starke Wettkampf endet mit einem Finalplatz – aber jede dieser Erfahrungen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg nach oben.

Alle – aber wirklich alle – deutschen Formationen haben in ihren Qualifikationen abgeliefert. Das ist keine einzelne herausragende Leistung. Das ist eine Mannschaftsleistung. Und genau das macht diesen und den gestrigen Tag so besonders.

Jetzt kommt das Finale. Und genau jetzt gilt es, die Ruhe zu bewahren und das zu wiederholen, was diese deutsche Mannschaft in den vergangenen Tagen ausgezeichnet hat: Beständigkeit. Sicherheit. Vertrauen. Nervenstärke. Diese Eigenschaften ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Nationalmannschaft. Schon jetzt kann man sich deshalb nur vor der Arbeit des gesamten Trainerteams und vor den Leistungen aller Sportlerinnen und Sportler verbeugen. Was hier in Pesaro passiert, ist das Ergebnis von unzähligen Trainingsstunden, harter Arbeit, Vertrauen und einer gemeinsamen Entwicklung.

Aber die Geschichte von Pesaro ist noch nicht zu Ende geschrieben.

🇩🇪 Gut wie nie ! GERMANY! 🇩🇪 

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Pesaro – Tag zwei: Ein großer Schritt für Jonny und Tony Herrmann

Der zweite Wettkampftag bei den 2nd FIG Junior World Championships & 14th World Age Group Competition in Pesaro stand ganz im Zeichen der zweiten Qualifikationsübungen. Für die Youth-Klasse ging es unter anderem für die Herrenpaare in die Dynamik, während die Damenpaare ihre Balanceübung zeigten, die Damengruppen ebenfalls ihre Dynamikübung präsentierten und die Mixed-Paare mit ihrer zweiten Übung – Balance – antraten.

Aus deutscher Sicht durfte man dabei besonders gespannt auf Tony und Jonny Herrmann blicken. Das Herrenpaar des SAV Schwarzenberg hatte am Vortag mit 26,340 Punkten in Balance bereits Rang vier belegt.

Zwei Brüder, ein außergewöhnlicher Weg

Und genau bei diesen beiden Brüdern lohnt es sich, einmal nicht nur auf die Zahl hinter dem Komma zu schauen. Denn hinter Tony und Jonny Herrmann liegt eine Entwicklung, die für mich zu den besonderen Geschichten dieser Weltmeisterschaften gehört.

Noch vor einigen Monaten hätte wohl kaum jemand erwartet, dass die beiden ihre sportliche Qualität innerhalb so kurzer Zeit auf ein Niveau würden heben können, das sie heute in Pesaro zeigen. Was seitdem passiert ist, hat viel mit konsequenter Trainingsarbeit, Vertrauen und der Bereitschaft zu tun, für ein gemeinsames Ziel auch ungewöhnliche Wege zu gehen. Ihre Wurzeln liegen in Schwarzenberg. Dort begannen die Brüder beim SAV Grünhain-Schwarzenberg ihre sportakrobatische Laufbahn. Petra Vitera erkannte früh das Talent der beiden und holte sie nach Dresden. Inzwischen gehören Jonny und Tony zum Nachwuchskader und trainieren am Dresdner Standort. Der Schritt nach Dresden war dabei weit mehr als ein Vereinswechsel. Die beiden leben und trainieren dort unter den Bedingungen des Bundesstützpunkts und profitieren von der täglichen Arbeit mit ihren Trainern. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit Yves Vander Donckt und dem Umfeld des SC Rechberghausen.

Zwischen Dresden und Rechberghausen

Für Jonny und Tony bedeutete das: trainieren, reisen, wieder trainieren. Immer wieder ging es zwischen Dresden und Rechberghausen hin und her, um bei den verschiedenen Trainern die jeweils notwendigen Trainingsreize zu setzen und die Entwicklung des Herrenpaares konsequent voranzutreiben. Dass diese Zusammenarbeit Früchte trägt, lässt sich inzwischen auch an den Ergebnissen ablesen. Schon bei den Deutschen Meisterschaften in Göppingen war eine deutliche Entwicklung zu erkennen.

Und jetzt stehen sie in Pesaro bei einer Weltmeisterschaft.

Das ist der eigentliche Quantensprung.

Heute zählt jeder Zehntelpunkt

In ihrer Dynamikübung am zweiten Wettkampftag zeigten Tony und Jonny dann, warum sich dieser enorme Aufwand gelohnt hat. Mit 27,000 Punkten in Dynamik kamen sie auf eine Gesamtwertung von 53,340 Punkten und sicherten sich damit Rang vier in der Qualifikation. Damit ist der Einzug ins Finale geschafft. Und genau hier wird die Geschichte für mich besonders schön: Zwei Brüder, die gemeinsam in Schwarzenberg angefangen haben, die irgendwann den Mut hatten, ihre gewohnte Umgebung zu verlassen, die für ihren Sport nach Dresden gezogen sind und für die optimale Vorbereitung sogar regelmäßig weitere Wege auf sich nehmen – sie stehen nun bei einer Weltmeisterschaft im Finale.

Das haben sich Jonny und Tony verdient.

Nicht, weil ihnen etwas geschenkt wurde. Sondern weil sie diesen Weg angenommen haben und offenbar bereit waren, jeden Tag daran zu arbeiten, besser zu werden.

Eine Geschichte, die auch Mut machen kann

Gleichzeitig gehört zu dieser Entwicklung auch eine zweite Wahrheit. Nicht jede talentierte Formation bekommt irgendwann die Möglichkeit, unter vergleichbaren Bedingungen zu trainieren. Es gibt Sportlerinnen und Sportler mit großem Potenzial, deren Wege sich aus unterschiedlichen Gründen nicht in gleicher Weise weiterentwickeln. Manche Formationen verschwinden irgendwann aus den Startlisten. Das ist eine Seite des Leistungssports, über die man ebenfalls sprechen darf.

Umso wichtiger ist die Geschichte von Jonny und Tony.

Sie zeigt, was möglich werden kann, wenn Talent, Trainer, Trainingsbedingungen und die Bereitschaft zum persönlichen Einsatz zusammenkommen. Der Schritt an einen Bundesleistungsstützpunkt ist dabei sicherlich nicht für jeden Athleten der richtige oder überhaupt mögliche Weg. Aber für junge Sportakrobaten, die den nächsten Schritt machen wollen, kann die Entwicklung der Herrmann-Brüder durchaus ein Beispiel sein: Dresden, Frankfurt oder Rechberghausen bieten Strukturen, in denen Nachwuchsathleten gezielt an den Leistungssport herangeführt werden können. Jonny und Tony haben diesen Schritt gemacht. Und in Pesaro sieht man nun, wohin er sie geführt hat.

Zwei Brüder. Eine gemeinsame Geschichte. Ein gemeinsames Ziel. Und jetzt: das WM-Finale.

Für mich ist das eine der Geschichten dieser Weltmeisterschaft, die weit über die nackte Punktzahl hinausgeht.


Die weiteren deutschen Auftritte am zweiten Tag

Auch die anderen deutschen Youth-Formationen waren am zweiten Tag gefordert. Bei den Youth Damenpaaren stand mit der Balanceübung der erste Auftritt auf internationalem Boden auf dem Programm. Unter anderem erreichten Anna Dorigatti/Lisa Schinko sowie Sara Hitzel/Romy Höfgen mit ausdrucksstarken Übungen Platz 9 bzw. Platz 13; bei den Youth Damengruppen folgte die dynamische Übung. Hier belegten Viktoria Scharonin, Henriette Thiele und Magdalene Thiele den 18. Platz und Lena Hafner, Marleen Ross und Hannah Walter den 20. Platz. Bei den Youth Mixed Pairs absolvierten Sofia Kirizoglou und Nils Hoffmann ihre Balanceübung und beendeten die Qualifikation mit 54,160 Punkten auf Rang fünf. 

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Deutschland setzt ein starkes Ausrufezeichen in Pesaro

Drei deutsche Formationen auf Podiumskurs – weitere Teams dicht dahinter. Ein Auftakt, der Mut macht, aber noch lange keine Entscheidungen bringt. Damit durfte man nicht unbedingt rechnen. Und doch steht Deutschland nach dem ersten großen Wettkampftag der Weltmeisterschaften gleich mehrfach ganz vorne in den Ergebnislisten.

Die deutschen Formationen haben in Pesaro einen beeindruckenden Start hingelegt. Konzentriert, sicher und mit sichtbar großem Selbstvertrauen präsentierten alle deutsche Formationen ihre Übungen – und belohnten sich dafür mit starken Platzierungen.

Dreimal steht Deutschland aktuell auf einem Podiumsplatz.

Bei den Juniorinnen-Paaren turnten sich Nona Kara und Johanna Schoene mit 28,100 Punkten auf Rang drei. Nur zwei Zehntel trennen das deutsche Duo von der Spitze.

Noch näher an der Führung liegen Neele Janson, Alisa Marahtanova und Malika Strack. Ihre Dynamische Übung wurde mit 28,000 Punkten bewertet – Rang zwei und gerade einmal 0,100 Punkte hinter Platz eins.

Auch bei den Youth Mixed Pairs gab es Grund zum Jubeln: Nils Hoffmann und Sofia Kirizoglou erreichten mit 26,860 Punkten Rang vier.

Und Deutschland ist noch längst nicht fertig

Auch die weiteren deutschen Formationen präsentierten sich stark.

Tony und Jonny Herrmann liegen bei den Youth Men’s Pairs nach ihrer Balance-Übung mit 26,340 Punkten ebenfalls auf Rang vier. Das Podium ist damit in unmittelbarer Reichweite.

Bei den Junioren-Gruppen erreichten Finia Falch, Kay Klotz und Leni Tschutschupalow mit 27,750 Punkten Rang fünf.

Alena Kemling und Viktoria Kurtovic belegten bei den Junioren-Paaren mit 27,210 Punkten Rang neun, während Lewis Gröllich und Milena Lalkov bei den Junioren Mixed Paaren mit 26,600 Punkten auf Rang zwölf liegen.

In Pesaro entscheiden Zehntelpunkte.
Ein Auftakt, der Mut macht !

Für Bundestrainer Igor Blintsov ist dieser Tag deshalb vor allem eines: ein Grund zur Freude. Er zeigt sich begeistert von den Leistungen seiner Schützlinge – will die Ergebnisse aber bewusst nicht zu hoch hängen. Denn bei aller Euphorie weiß das deutsche Team: Die Weltmeisterschaft ist noch lange nicht entschieden. „Wir haben gerade erst die erste Halbzeit gespielt“, lautet die treffende Einordnung des Bundestrainers. Und genau so soll die Mannschaft den weiteren Wettkampf angehen. Die erste Halbzeit ist gespielt. Aber es gibt noch eine zweite. Vielleicht sogar eine Verlängerung!

Jetzt heißt es deshalb: durchatmen, den gelungenen Auftakt genießen und dann den Fokus wieder auf die nächste Übung richten. Denn noch werden keine Medaillen verteilt. Aber eines hat dieser erste Wettkampftag eindrucksvoll gezeigt:

Deutschland kann in Pesaro mit der internationalen Spitze mithalten.

Drei Podiumsplätze, weitere Formationen in unmittelbarer Schlagdistanz – und noch viel Wettkampf vor sich.

Der Weg ist noch weit. Aber der erste Schritt ist richtig gut gelungen.

🇩🇪 Gut wie nie ! GERMANY! 🇩🇪 

  • Kara / Schöne – Rang 3 – 28,100 Punkte
  • Janson / Marahtanova / Strack – Rang 2, – 28,000 Punkte
  • Hoffmann / Kirizoglou – Rang 4 – 26,860 Punkte
  • Herrmann / Herrmann – Rang 4 – 26,340 Punkte
  • Falch / Klotz / Tschutschupalow – Rang 5 – 27,750 Punkte
  • Kemling / Kurtovic – Rang 9 – 27,210 Punkte
  • Gröllich / Lalkov – Rang 12 – 26,600 Punkte